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Friederike Kempner: Gedichte - Kapitel 138
Quellenangabe
typeanthology
authorFriederike Kempner
year1995
publisherMatthes & Seitz Verlag
addressMünchen
isbn3-88221-802-9
titleGedichte
pages3-21
created19991017
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1903
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Die Eingebung

        Die Vöglein singen ihr Morgenlied,
Man hört den Jubel im ganzen Gebiet,
Im Ost die purpurne Sonne glüht
Und sendet Strahlen nach West und Süd.

Allein in meinem stillen Gemach,
Umrankt von üppigem Blätterdach,
So saß ich träumend – ach, träumend wach –
Und dachte und sann gar eifrig nach –

Den Kopf auf beide Hände gestützt: –
»Hat es gezündet, hat es genützt?
»Was ich geschrieben, so frei und frisch?«
Und kindisch schlug ich auf den Tisch.

»Ist dies der Lohn für alle Müh',
»Für Wirklichkeit und Poesie?
»Wen kümmert's wohl, wer steht mir nah,
»Steht alles nicht noch feindlich da?«

Da horch, da sieh! Was sprengt heran?
Welch prächtiges, glänzendes Viergespann!
Apollo selber im Sonnenwagen:
Kannst Du Dich jetzo noch beklagen?

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