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Gedichte

Achim von Arnim: Gedichte - Kapitel 58
Quellenangabe
pfad/arnim/gedicht2/gedicht2.xml
typepoem
authorAchim von Arnim
titleGedichte
publisherInsel-Verlag zu Leipzig
seriesAchim von Arnims Werke
editorReinhold Steig
volumeDritter Band
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20091115
projectidc4abe48c
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Der Sänger als Wilddieb

Weil die Hirschin ich gefangen
Mit der Laute hellem Klang,
Hat der Jagdherr eingefungen
Mich, geschmiedet an den Fang.

Meinte einst, so weit die Klänge,
Reiche auch der Sänger Reich;
Fühle nun im Qualgedränge,
Daß auf Erden nicht ihr Reich.

Durch der Eichen liebe Äste
Reißt sie mich und meint zur Gunst,
Denn es wartet ihr im Neste
Glüh des Hirsches helle Brunst.

Und ich kann es ihr nie klagen,
Schon die Laute brach sie mir,
Und mit freiendem Behagen
Bricht sie auch das Herze mir.

Mich ihr Hirsch wird grimmig rächen.
Lieg ich kalt, ein Geist, auf ihr,
Wird sie mit Geweih durchstechen,
Eifersucht nur glüht im Tier.Arnim 1803 aus London: »Ich bin herumgehetzt worden wie ein Wilddieb, den man an einen Hirsch angeschmiedet durch die Wälder jagt.«

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