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Gedichte

Achim von Arnim: Gedichte - Kapitel 15
Quellenangabe
pfad/arnim/gedicht2/gedicht2.xml
typepoem
authorAchim von Arnim
titleGedichte
publisherInsel-Verlag zu Leipzig
seriesAchim von Arnims Werke
editorReinhold Steig
volumeDritter Band
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20091115
projectidc4abe48c
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Aufruf zum Kriege 1813

Auf, auf, auf, ihr Helden! waget Gut und Blut,
Würget mit vereinten Kräften Babels Brut!
Eure Feldposaunen,
Trommeln und Kartaunen
Lasset tönen, sie erwecken Löwenmut.

Wenn die Blutfahn' flieget, so seid unverzagt,
Denn es ist die Sonne, die so blutig tagt.
Unser Löwe brüllet
Und mit Schrecken füllet
Jeden Frevler, der sich heute an uns wagt.

Auf, auf! zuckt die Schwerter, schlaget mutig drein,
Stürmt die Türme Babels, reißt die Mauern ein.
Auf! sie sollen fallen,
Wenn Posaunen schallen,
Denn die Stunde, sie zu richten, bricht herein.

Du, o Jesu, führe deinen heil'gen Krieg
In uns, durch uns, mit uns, daß der Feind erlieg'.
In der Kraft erscheinen
Wir nun als die Deinen,
Können dich erkennen nach erlangtem Sieg.

Kraft, Macht, Gnadenstärke gibst du, starker Hort,
Sei von uns gepriesen immer fort und fort,
Durch ein tapfres Sterben
Wollen wir erwerben
Deine Siegeskrone und dein Friedenswort.Da der Aufruf vor dem Ausbruch der Freiheitskriege gedichtet und in Druck gegeben wurde, durfte den damaligen Zensurverhältnissen gemäß der Feind nicht näher als durch Babel (Paris) bezeichnet werden.

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