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Annette von Droste-Hülshoff: Gedichte 1844 - Kapitel 20
Quellenangabe
pfad/droste/1844/1844.xml
typepoem
authorAnnette von Droste-Hülshoff
titleGedichte 1844
booktitleGesammelte Werke, Band II: Gedichte
year1948
publisherLiechtensteinverlag, Vaduz
editorReinhold Schneider
pages7-232
correctorreuters@abc.de
senderbelmekhira@hotmail.com
created20010426
firstpub1844
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Die Steppe

Standest du je am Strande,
Wenn Tag und Nacht sich gleichen,
Und sahst aus Lehm und Sande
Die Regenrinnen schleichen –
Zahllose Schmugglerquellen,
Und dann, so weit das Auge
Nur reicht, des Meeres Wellen
Gefärbt mit gelber Lauge? –

Hier ist die Dün' und drunten
Das Meer; Kanonen gleichend
Stehn Schäferkarrn, die Lunten
Verlöscht am Boden streichend.
Gilt's etwa dem Korsaren
Im flatternden Kaftane,
Den dort ich kann gewahren
Im gelben Ozeane?

Er scheint das Tau zu schlagen,
Sein Schiff verdeckt die Düne,
Doch sieht den Mast man ragen, –
Ein dürrer Fichtenhühne;
Von seines Toppes Kunkel
Die Seile stramm wie Äste,
Der Mastkorb rauh und dunkel,
Gleicht einem Weihenneste! –

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