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Gallegher und andere Geschichten

Richard Harding Davis: Gallegher und andere Geschichten - Kapitel 2
Quellenangabe
authorRebecca und Richard Harding Davis
titleGallegher und andere Geschichten
booktitleKürschners Bücherschatz
seriesKürschners Bücherschatz
publisherHermann Hillger Verlag
yearo.J.
translatorGertrude Hildebrandt-Eggert
illustratorW. Roegge
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20170302
projectid27ab685a
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Rebecca und Richard Harding Davis.

Die Geschichte dieses Buches hebt um 1831 an. In diesem Jahre erblickte in Washington ein kleines Mädchen das Licht der Welt, das nach damaligem frommem Brauche amerikanischer Christenmenschen auf den biblischen Namen Rebecca getauft wurde. Von ihrem Vater Harding meldet die Chronik nichts. Von seinem Töchterchen aber weiß sie zu erzählen, daß es seine ersten Eindrücke im Westlichen Virginien erhielt – welcher Art sie waren, das zeigen die Geschichten dieses Buches, die aus ihrer Feder stammen und in denen die wilde Romantik amerikanischen Farmer- und Arbeiterlebens einen überaus lebendigen Ausdruck findet.

Rebecca Harding hat die Lust am Fabulieren früh betätigt und das hat sie 1863 einem Manne der Feder, dem ehrenwerten Herrn L. Warke Davis zugeführt, der die um vier Jahre ältere Frau ehelichte. Herr Davis war damals Editor des » Philadelphia Inquirer«, dessen Herausgabe er später (1869-1867) mit dem » Philadelphia Public Ledger« vertauschte. Das erste Kind, das der jungen Federehe entsproß, war Richard Davis, der am 18. April 1864 zur Welt kam. Seine erbliche literarische Belastung führte ihn nach Absolvierung der Philadelphia Lehigh-Universität und später der John Hopkins-Universität direkt der Presse zu. Im » training for a journalistic career« war er für alle möglichen Blätter tätig, bis er in den Stab der Mitarbeiter der New-York Tribune eintrat, für den vor ihm schon seine so überaus begabte Mutter gewonnen worden war. 1888 trat er in die Redaktion der New-York Evening Sun über, um drei Jahre später der » managing editor« von Harpers Weekly zu werden. Das literarische Ansehen seiner Mutter hatte den jungen Davis sogleich bestimmt, in seinen » nom de guerre« den so wohl akkreditierten Namen Harding aufzunehmen, so daß er als Richard Harding Davis an die Öffentlichkeit trat. So haben wir Mutter und Sohn in einem Buche. Welches von beiden als das stärkere Talent auszusprechen ist, lassen wir dahingestellt. Was Rebekka Harding Davis vielleicht an feinerem Empfinden zeigt, – ihrer Feder entstammen die »Silhouetten aus dem amerikanischen Leben« und die diesen folgenden Geschichten (S. 69-107) – das ersetzt Richard durch jenen prächtigen Humor, der ihn seinen berühmten amerikanischen Kollegen ebenbürtig zur Seite stellt. Was er schildert, sind Reporterfahrten – handwerksmäßige Erlebnisse. Wie er aber schildert, das zeigt den gottbegnadeten Dichter, der in ihm lebt.

Es freut mich, die Leser von Kürschners Bücherschatz mit zwei so innig verwandten und interessanten Persönlichkeiten des amerikanischen Schrifttums bekannt machen zu können.

Die Übersetzerin.

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