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Für Vaterland und Ehre

Wilhelm Kranzler: Für Vaterland und Ehre - Kapitel 2
Quellenangabe
typereport
authorWilhelm Kranzler
titleFür Vaterland und Ehre
publisherHansa-Verlag Mercus Zutermann
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year
firstpub
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
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Zum Geleit.

Immer noch wütet der furchtbare Weltkrieg! Im dritten Jahre müssen wir immer noch den Ansturm unserer vielen, sich inzwischen an Zahl vermehrten Feinde ertragen. Und wir ertragen sie mit Heldenmut und mit ungebrochener Kraft und mit festem Siegerwillen!

Im zweiten Bande unseres Gesamtwerkes haben wir die Ereignisse geschildert, die sich bis zum 30. September 1915 auf der blutig gefärbten Weltbühne abgespielt haben. In der vorliegenden dritten Sammlung stellen wir die hochbedeutsamen Ereignisse dar, die sich in dem Jahreslaufe vom 1. Oktober 1915 bis zum 30. September 1916 vor unseren Augen abgerollt haben. Wir erfahren, wie auf allen Kriegsschauplätzen unsere braven deutschen und österreichisch-ungarischen Heere im brüderlichen Verein mit unseren bulgarischen und türkischen Bundesgenossen für Vaterland und Ehre gekämpft haben.

Durch den Eintritt des kriegerisch hervorragend begabten Volkes der Bulgaren wurde im Oktober und November 1915 das Land der Königsmörder, Serbien, zu Boden geworfen. Seit bald Jahresfrist wehen die deutschen, österreichischen, ungarischen und bulgarischen Fahnen auf den Zinnen der serbischen Königsschlösser und Festungen. Das Land Nikita's, des »Zaunkönigs« auf dem Balkan, erlitt das gleiche Schicksal wie sein serbischer Kumpan. Dieses kleine Montenegro wurde 1916 das erste feindliche Land, das nach Frieden verlangte. Zur Strafe dafür setzten die Engländer und ihre Vasallen den König Nikita in Frankreich gefangen.

Die tapferen Türken errangen im letzten Jahre große Erfolge gegen Russen und Engländer. Der russische Vormarsch in Armenien wurde aufgehalten, und in Mesopotamien errangen die Türken unter ihrem Pascha von der Goltz einen weltgeschichtlich hochbedeutsamen Sieg über die Engländer.

Englands Weltmachtsdünkel, der doch schließlich die treibende Kraft in dem blutigen Ringen der Jahre 1914, 1915 und 1916 war, begann nach und nach zusammenzubrechen. Dieses einst so hochmütige England, das da hoffte, den Krieg mit seinem angeblich unerschöpflichen Geldsack zu gewinnen, dieses »freie« England mußte sich zu dem verhaßten »Militarismus« notgedrungen bekennen und mußte die allgemeine Wehrpflicht einführen. England, das seit Jahrhunderten immer nur andere Völker für sich bluten ließ, mußte das Blut seiner eigenen Volksgenossen zu Markte tragen. Aber im Landkriege hatte es ebensowenig Erfolg wie auf der See. Englands Meeresbeherrschung erlitt durch die Schlacht am Skagerrak und durch andere Seekämpfe, namentlich auch durch die zielsichere Tätigkeit unserer Unterseeboote gewaltige Schläge. Suchte England bisher das Meer auf dem Wasser zu beherrschen, so waren wir ihm unter dem Wasser und in der Luft bedeutend überlegen. England zitterte – nach den Worten seiner Minister – und diese Leute, die sich im Lügen und Verläumden nicht genug tun konnten, hätten ja wohl wenigstens über die Zustände ihres eigenen Landes die Wahrheit sagen müssen.

Rußlands und Frankreichs Heere brachten vergebens weitere furchtbare Blutopfer. Da die Regierungen dieser Länder keine Verlustlisten herausgeben, wird man die genaue Zahl ihrer Riesenverluste wohl nie zu erfahren bekommen. Aber sie waren weit, weit bedeutender als die so schmerzlichen Verluste des deutschen, österreich-ungarischen, türkischen und bulgarischen Heeres.

Italiens Ansturm gegen die feste österreichische Front blieb auch weiter ergebnislos!

Russen, Franzosen, Engländer, Serben und Italiener hatten von einem schnellen Marsch nach Berlin, Wien, Budapest und Konstantinopel geträumt – alle aber waren sie nach zwei Jahren blutigsten Anlaufens noch nicht ihren Zielen näher gekommen.

Deutschlands, Oesterreich-Ungarns, der Türkei und Bulgariens » schimmernde Wehr« stand felsenfest und stahlhart!

Wie in den vorhergehenden beiden Bänden unserer wahrheitsgetreuen Kriegschronik haben wir auch diesmal im weitesten Maße amtliche Quellen benutzen können, haben aber auch die Mitkämpfer zu Wasser und zu Lande zu Worte kommen lassen. Zu dem volkstümlichen Bild ist das anschauliche Bild getreten. So gibt auch der vorliegende Band unserer Kriegsgeschichte ein in jeder Beziehung umfassendes Gemälde der gewaltigen Kämpfe des dargestellten Zeitraums. Unser Werk wird dadurch nicht nur für die Daheimgebliebenen, sondern auch für die hoffentlich bald mit Friedenslorbeer geschmückten Heimkehrenden ein Erinnerungswerk von bleibendem Werte sein. Auch die reifere Jugend findet in unseren Büchern eine willkommene Gabe.

Der gewaltige Krieg geht noch weiter. Gerade, als wir den vorliegenden Band abschlossen, trat ja noch ein neuer Feind: Rumänien, gegen uns auf. Aber auch dieser neue Gegner wird unsern endgiltigen Sieg nicht aufhalten können. Wie seit dem August 1914 ist auch im Herbst 1916 noch der Wille und die unerschütterliche Kraft zum Siege in unseren Völkern und unserm Heere vorhanden.

Siegreich für Vaterland und nationale Ehre wird der gewaltige Weltkrieg beendet werden!

Abfahrt bulgarischer Truppen nach der Grenze.

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