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Für und über die deutschen Frauen

Gerhard von Amyntor: Für und über die deutschen Frauen - Kapitel 13
Quellenangabe
typecauserie
booktitleFür und über die deutschen Frauen
authorGerhard von Amyntor (= Dagobert von Gerhardt)
year1889
firstpub1883
publisherVerlagsanstalt und Druckerei AG (vormals H. F. Richter)
addressHamburg
titleFür und über die deutschen Frauen
pages348
created20140715
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Ein beherzigenswerthes Gespräch.

»Ach, ich wünschte, der Winter wäre erst wieder überstanden, – diese entsetzlichen Gesellschaften!«

Sie seufzte schwer auf und warf einen fragenden Blick nach den Wolken, die immer drohender aus dem Südwesten heraufstiegen und den bisher heiteren Herbsthimmel in ein dunkles Grau hüllten. Die Saison ging zur Neige; wir genossen die letzten schönen Tage des Oktober in einem rheinischen Bade.

»Können Sie sich denn diese Gesellschaften nicht erlassen, Excellenz?«

Die noch jugendliche, etwas leidend aussehende Dame richtete ihre großen, wunderschönen Augen auf mich, der ich so naiv gefragt hatte, und bemerkte nicht ohne Selbstbewußtsein:

»Ich würde jeder Geselligkeit aus dem Wege gehen, wenn ich nur meinem eigenen Wohlbefinden Rechnung tragen wollte; man hat aber auch Verpflichtungen gegen andere Menschen, – ich bin eine echte Soldaten-Frau, – ich muß meinem Gatten den jungen Nachwuchs der Armee ein wenig erziehen helfen.«

117 »So wollen Sie wirklich Ihre Gesundheit im Dienste des Heeres auf's Spiel setzen?«

»Nicht nur im Dienste des Heeres: im Dienste der Menschheit. Mein Gatte hat in den Regimentern seiner Division charmante junge Leute; die besten Familien sind vertreten. Aber die Kaserne, der laute Offizier-Tisch, der Exerzier-Platz, das Manöver-Feld können die Erziehung eines jungen Vaterlands-Vertheidigers nicht vollenden; der Einfluß edler Weiblichkeit muß hinzukommen. Den wahren Tact, die wirklich feine Gesittung, ein formensicheres und dabei doch leises und bescheidenes Auftreten lernt der junge Mann erst im Verkehr mit gebildeten Frauen. Deshalb öffne ich, so sauer es mir wird, im Winter meine Salons, um zu der allseitigen Ausbildung unserer Offiziere meinen bescheidenen Theil mit beizutragen.«

»Ich bewundere Sie, Excellenz. So ist die Geselligkeit für Sie ein wirkliches Opfer, das Sie bewußt auf dem Altare einer freiwillig übernommenen Pflicht darbringen?«

»Gewiß ist sie das! Für welchen denkenden Menschen ist sie kein Opfer?«

»Ei, Excellenz, Sie fragen das, als ob sich die Bejahung ganz von selbst verstände; und doch kenne ich viele, viele Damen, für welche die Geselligkeit, die laute, rauschende, sinneblendende Geselligkeit, das Element ist, in dem sie, wie der Fisch im Wasser, allein zu athmen vermögen.«

»Es giebt solche Frauen,« entgegnete die junge 118 Generalsfrau mit einem verächtlichen Zucken der reizend geschnittenen Lippen; »aber ich habe sie nie leiden können. Die Geselligkeit eines Jeden steht im umgekehrten Verhältnisse seines intellectuellen Werthes, – so citirt mein Gatte immer einen seiner Lieblings-Philosophen.«

Ich blickte überrascht auf.

»Dieses Wort ist mir nicht unbekannt,« sagte ich lächelnd. »Kennen Sie die Fortsetzung?«

»Nein.«

»Sie lautet: ›Er ist sehr ungesellig‹ besagt beinahe schon: ›Er ist ein Mann von großen Eigenschaften‹.«

Die junge Frau sann ein wenig nach; dann rief sie lustig aus: »Mein Gott, welch einen bedeutenden Mann habe ich dann zum Gatten! Es giebt immer erst eine kleine Scene, bevor ich ihm klar machen kann, daß wir durchaus wieder eine Gesellschaft geben müssen.«

»Danken Sie Gott, Excellenz, daß dies so ist; die geselligsten Menschen sollen die – Neger sein.«

Wir lachten Beide.

Nach einer längeren Weile, während der wir schweigend durch die mit feinem Kies bestreuten Wege des herrlichen Laubwaldes gewandelt waren, frug die junge Frau:

»Worauf beruht eigentlich der Widerwille aller geistig bedeutenden Menschen gegen den Zwang einer schablonenhaften Geselligkeit? Instinctiv empfinde ich dieselbe Abneigung gegen das hohle Treiben der sogenannten Gesellschaft, – aber ich vermag mir die Gründe dieser Abneigung nicht übersichtlich klar zu legen.«

119 Wir waren in der Nähe der Villa, in der ich wohnte. »Warten Sie gefälligst einen Augenblick, Excellenz, – hier auf dieser Bank. Die Antwort auf Ihre Frage, die ein großer Denker gegeben hat, darf ich nicht verstümmeln; ich möchte sie Ihnen wörtlich vorlesen. Darf ich das Buch holen?«

Sie nickte gewährend, und ich eilte, einen kleinen Seitenpfad durchmessend, nach einem der Landhäuser, die im Halbkreise den Park umgaben; dort war mein Absteige-Quartier. Den ersten Theil der »Parerga und Paralipomena« in der Hand, kehrte ich nach wenigen Minuten wieder zu der Wartenden zurück. Ich setzte mich neben sie, suchte die betreffende Stelle in den »Paränesen und Maximen« auf und sagte:

»Hier ist es. Darf ich Ihnen nun die Antwort auf Ihre Frage von vorhin vorlesen?«

»Sie sind ja ganz außer Athem!«

»Das schadet nichts; ich bin ein wenig schnell gegangen, um Excellenz nicht zu lange warten zu lassen. Darf ich lesen?«

»Bitte, lesen Sie! ich bin ganz Ohr.

Ich las, wie folgt:

».Die sogenannte gute Societät läßt Vorzüge aller Art gelten, nur nicht die geistigen: diese sind sogar Contrebande. Sie verpflichtet uns, gegen jede Thorheit, Narrheit, Verkehrtheit, Stumpfheit grenzenlose Geduld zu beweisen; persönliche Vorzüge hingegen sollen sich Verzeihung erbetteln oder sich verbergen; denn die geistige Ueberlegenheit 120 verletzt durch ihre bloße Existenz, ohne alles Zuthun des Willens. Demnach hat die Gesellschaft, welche man die gute nennt, nicht nur den Nachtheil, daß sie uns Menschen darbietet, die wir nicht loben und lieben können, sondern sie läßt auch nicht zu, daß wir selbst seien, wie es unserer Natur angemessen ist; vielmehr nöthigt sie uns, des Einklanges mit den Anderen wegen, einzuschrumpfen oder gar uns selbst zu verunstalten. Geistreiche Reden oder Einfälle gehören nur vor geistreiche Gesellschaft; in der gewöhnlichen sind sie geradezu verhaßt; denn um in dieser zu gefallen, ist durchaus nothwendig, daß man platt und bornirt sei. In solcher Gesellschaft müssen wir daher, mit schwerer Selbstverleugnung, dreiviertel unserer selbst aufgeben, um uns den Andern zu verähnlichen. Dafür haben wir dann freilich die Andern: aber je mehr eigenen Werth Einer hat, desto mehr wird er finden, daß hier der Gewinn den Verlust nicht deckt und das Geschäft zu seinem Nachtheil ausschlägt; weil die Leute in der Regel insolvent sind. d. h. in ihrem Umgang nichts haben, das für die Langweiligkeit, die Beschwerden und Unannehmlichkeiten desselben und für die Selbstverleugnung, die er auflegt, schadlos hielte: demnach ist die allermeiste Gesellschaft so beschaffen, daß, wer sie gegen die Einsamkeit vertauscht, einen guten Handel macht. Dazu kommt noch, daß die Gesellschaft, um die echte, d. i. die geistige Ueberlegenheit, 121 welche sie nicht verträgt und die auch schwer zu finden ist, zu ersetzen, eine falsche, conventionelle, auf willkürlichen Satzungen beruhende und traditionell unter den höheren Ständen sich fortpflanzende, auch, wie die Parole, veränderliche Ueberlegenheit, beliebig angenommen hat: diese ist, was der gute Ton, bon ton, fashionableness genannt wird. Wann sie jedoch einmal mit der echten in Collision geräth, zeigt sich ihre Schwäche. – Zudem, quand le bon ton arrive, le bon sens se retire«

Ich schlug das Buch zu.

»Das ist mir ja ganz aus der Seele gesprochen!« rief die junge Frau aus. »Bitte, reichen Sie mir doch einmal das Buch her. Wenn ich wieder zu Hause bin, werde ich meinen Gatten bitten, mich dieses Werk lesen zu lassen.«

»Dazu möchte ich nicht gerade rathen. Nehmen Sie es mir nicht übel, – aber ich habe ein kleines Mißtrauen gegen alle Damen, welche Philosophie treiben.«

»Das ist ein recht männliches Geständniß! Was Ihr Männer als Euer tägliches Brot verspeist oder als Nektar an Ruhe und Festtagen schlürft, das soll für uns Frauen »Tabu« und unnahbar sein. Sie scheinen doch ohne Ihre Philosophen nicht leben zu können. Sie haben wohl eine ganze Bibliothek mit in's Bad genommen?«

122 »Durchaus nicht, Excellenz. Nur fünf Werke führe ich mit mir, – das ist doch nicht zu viel.«

»Welches sind diese fünf Werke?«

»Mein Reisehandbuch, der Horaz, Goethe's Faust, ein Band Schopenhauer, und – ein neues Testament mit den Psalmen.«

»Sie sind ein Original! Führen Sie diese Bücher immer mit sich?«

»O nein, – ich vertausche eines oder das andere auch einmal mit einem Bande Shakespeare. Man wird alt, Excellenz, und fängt an, immer weniger Geschmack an dem Neuen zu finden.«

Ich seufzte, und meine Nachbarin lächelte ungläubig.

»Wir schweifen ab,« sagte ich nach einer Weile; »wir sprachen von der Geselligkeit. Wenn Ihnen dieselbe, wie Sie erklärten, ein Opfer ist, warum suchen Sie nicht, diese leidige Geselligkeit zu reformiren?«

Die junge Frau blickte mich von der Seite an, und jetzt war die Reihe an ihr, resignirt zu seufzen.

»Ich verstehe, was Sie meinen,« sagte sie und malte dabei mit der Spitze ihres Entoutcas Arabesken in den Sand. »Ich soll eine Art Salon gründen, soll à la Rahel den Mittelpunkt bevorzugter Kreise bilden und nur Kunst und Wissenschaft in mein Haus ziehen, – aber wie soll das zugehen? In dem Neste, in dem ich lebe, giebt es keine geistige Atmosphäre, nur die Stickluft gewerblicher Thätigkeit und commercieller Nützlichkeits-Doctrinen.«

»Meine gnädige Frau, verurtheilen Sie nicht den 123 Kühnen, der es wagt, diese von Ihnen behauptete Thatsache in Zweifel zu ziehen. In Ihrer Garnison ist ein Gymnasium, ein Gericht; es leben dort Aerzte, Geistliche, vielleicht auch einige Privat-Gelehrte, – sollte sich da nicht manches Element für einen geistig bedeutenden Cirkel finden lassen? Freilich muß man erst suchen, – nicht Jeder, der sein akademisches Triennium absolvirt hat, besitzt Geist. Aber Sie haben ja eine Diogenes-Laterne, um die brauchbaren Menschen zu entdecken, – warum wollen Sie diese Laterne nicht benutzen?«

»Was ist das für eine Laterne?«

»Sie wissen es selbst, – und ich möchte nicht in den Verdacht eines ungeschickten Schmeichlers kommen.«

»Ich verstehe Sie nicht; sagen Sie mir, was Sie mit der Laterne meinen!«

»Ihren feinen, sonnenhellen Kopf und Ihr großes, gesundes Herz.«

Sie drohte mir schalkhaft mit der Hand und zeigte lächelnd ihre kleinen, blitzenden Zähne.

»Excellenz,« fuhr ich fort, »ich weiß nicht, wie Sie es mit der Geselligkeit in Ihrem Wohnorte halten; aber der Haupt- und Grundfehler, an welchem die Gesellschaften in unserem lieben Norddeutschland kranken, ist das Kastenwesen, welches in denselben zur Erscheinung kommt. Der commandirende General, der Ober-Präsident oder irgend ein Mitglied des hohen, grundbesitzenden Adels geben im Allgemeinen das Vorbild, wie man zu einer größeren Gesellschaft die Einladungen 124 ergehen läßt; nach diesem unabänderlichen Muster werden nun von den im Range niedriger Stehenden die kleineren Cirkel ebenfalls eingeladen. Hat der commandirende General, der das Offiziercorps und die höheren Beamten vollzählig in seinem Hause versammelt, dem Begriffe einer wahren Geselligkeit noch in so weit Concessionen gemacht, als er auch die Spitzen der städtischen Körperschaften, der gelehrten Welt, der Geistlichkeit und des Schulwesens mit heranzog, so glaubt sich der Oberst, der Geheimrath, der grundbesitzende Edelmann diese Erweiterung geselliger Beziehungen schon völlig erlassen zu dürfen, und so kommt es, daß wir beim Offizier fast nur Offiziere, beim Civil-Beamten fast nur schwarze Fracks versammelt finden. Ja, das Elend geht häufig so weit, daß der Sanitätsrath nur Mediciner, der Gerichtsrath nur Juristen, der Schuldirector nur Lehrer, der Commerzienrath nur Kaufleute an seinen Theetisch bittet. Dieser Kastengeist ist es, der unseren Gesellschaften den Stempel einer unerträglichen Einseitigkeit und grauenhaften Langweiligkeit aufdrückt und Leute von Geist dahin bringt, daß sie nur mit Stöhnen und Seufzen in den Gesellschaftsanzug schlüpfen.«

»Ich habe es oft versucht,« erwiderte die junge Frau, »mich von dieser Schablone zu befreien, aber nicht immer Glück damit gehabt. So erinnere ich mich eines Abends, – ich hatte den Lehrer meines ältesten Sohnes eingeladen, – und noch kurz vor dem Thee ließen sich zwei Generale bei uns ansagen. Als wir schon bei Tische saßen, kam noch der 125 Generallandschafts-Director, der Graf von Z., dazu; er brachte den jungen Prinzen N., der bei ihm zum Besuche war, mit in unser Haus. So willkommen mir diese Gäste alle waren, so fühlte ich doch, daß der kleine Kreis nicht gerade sehr glücklich zusammengesetzt war. Der sehr bescheidene und zurückhaltende Lehrer verstummte gänzlich; er fand mit den anderen Gästen keine Berührungs- und Anknüpfungspunkte und kam mir den ganzen Abend gedrückt und unbehaglich vor. Ich habe den vortrefflichen Mann später um Entschuldigung gebeten, daß ich ihn ganz gegen meinen Willen in einen ihm so wenig zusagenden Kreis gebracht hatte.«

»Excellenz,« bemerkte ich, »solche Fälle mögen vorkommen, – die Schuld hat aber jedenfalls an dem Lehrer gelegen; denn ich kann und will nicht annehmen, daß die anderen Herren sämmtlich geistlose Automaten gewesen sind. Wäre der Lehrer sich jenes Wortes Friedrich des Großen: ›Les âmes privilégiées rangent à l'égal des souverains‹, bewußt gewesen, so hätte er seinen Geist in die Wagschale geworfen und wäre durch die Anwesenheit zweier Excellenzen und eines hochgeborenen Magnaten nicht gedrückt worden.«

»Sie mögen Recht haben! Jedenfalls ersehen Sie aber aus diesem Beispiele, daß eine Reform der Geselligkeit nicht gerade eine leichte Sache ist, und daß sie sich in einer Provinzial-Stadt noch schwieriger gestaltet, als in einer Residenz, wo Kunst und Wissenschaft ein reiches Personal für ausgewählte Kreise stellen.«

»Dies ist nur ein scheinbarer Vorzug der 126 Hauptstadt,« wagte ich bescheiden einzuwenden. »Der wirklich bedeutende Kopf wird nur von seines Gleichen gewürdigt. Wenn irgend ein Emporkömmling der Börse die geistige Auslese der Metropole in seinem Hause versammelt, so thut er dies nicht, weil ihn irgend welche Gemeinsamkeit der Anschauung und Interessen mit dem Dichter und dem Künstler verbindet, sondern nur aus platter Eitelkeit, um mit den Geladenen Staat zu machen und die blöde Menge über seinen eigenen Werth zu täuschen. Eine solche Geselligkeit, die immer etwas Reclamenhaftes hat, meinen wir Beide nicht. Nur der Mensch von Kopf und Herz, der andere Menschen von Kopf und Herz zu würdigen versteht, kann seine Salons zu einem Tummelplatze des Geistes und zu einem Jung- und Gesundbrunnen für das Herz machen; dies kann er aber in der Provinzial-Stadt eben so gut, wie in der Residenz. Es gilt eben, mit dem Herkommen zu brechen, welches immer nur die im Range Gleichstehenden paart und sich nie daran erinnert, daß es eine Ebenbürtigkeit der Geister giebt, und daß ein Dutzend guter Köpfe, die man zusammen einladet, eine feinere und tactvoller ausgesuchte Gesellschaft bilden, als zwölf Excellenzen, von denen vielleicht die Hälfte der gesellschaftlichen Tugenden entbehrt.«

Die junge Frau nickte zustimmend mit ihrem edel geformten Kopfe. »Ich will's versuchen,« rief sie lebhaft auf, »und wenn die Sache schief geht, dann –«

»Dann trösten Sie sich mit Properz,« warf ich, den angefangenen Satz vollendend, dazwischen.

127 »Und was sagt dieser Properz?«

»In magnis voluisse sat est, – das heißt: In großen Dingen genügt es, gewollt zu haben. Wenn Sie Ihren preiswerthen Entschluß consequent ausführen, so werden Sie auch jene Schopenhauer'sche Verurtheilung der guten Gesellschaft in so weit einschränken und berichtigen, als eine wirklich gute Gesellschaft das Kostbarste und Anregendste ist, was der Mensch dem Menschen bieten kann; die sogenannte gute Gesellschaft wollen wir dem Philosophen nach wie vor preisgeben.«

Wir verließen unsere Bank und wandelten durch den herbstlichen Park heimwärts.

Den Entschluß der jungen, liebenswürdigen Generalsfrau möchte ich aber allen Frauen zur Nachahmung anempfehlen. Unsere Gesellschaften sind, namentlich bei der Männerwelt, wirklich ein wenig in Mißcredit gekommen; es ist Sache der Damen, dieselben neu zu gestalten und durch Beseitigung der Schablone dem erlöschenden Flämmchen der Geselligkeit wieder etwas Sauerstoff zuzuführen. 128

 


 

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