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Frühlings Erwachen

Frank Wedekind: Frühlings Erwachen - Kapitel 10
Quellenangabe
typetragedy
booktitleFrühlings Erwachen
authorFrank Wedekind
year1994
publisherGoldmann Verlag
isbn3-442-07674-9
titleFrühlings Erwachen
pages5-74
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1891
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Vierte Szene

Ein Heuboden. – Melchior liegt auf dem Rücken im frischen Heu. Wendla kommt die Leiter herauf.

Wendla Hier hast du dich verkrochen? – Alles sucht dich. Der Wagen ist wieder hinaus. Du mußt helfen. Es ist ein Gewitter im Anzug.

Melchior Weg von mir! – Weg von mir!

Wendla Was ist dir denn? – Was verbirgst du dein Gesicht?

Melchior Fort, fort! – Ich werfe dich die Tenne hinunter.

Wendla Nun geh' ich erst recht nicht. – Kniet neben ihm nieder. Warum kommst du nicht mit auf die Matte hinaus, Melchior? – Hier ist es schwül und düster. Werden wir auch naß bis auf die Haut, was macht uns das!

Melchior Das Heu duftet so herrlich. – Der Himmel draußen muß schwarz wie ein Bahrtuch sein. – Ich sehe nur noch den leuchtenden Mohn an deiner Brust – und dein Herz hör' ich schlagen –

Wendla – – Nicht küssen, Melchior! – Nicht küssen!

Melchior – Dein Herz – hör' ich schlagen –

Wendla – Man liebt sich – wenn man küßt – – – – – – – Nicht, nicht! – – –

Melchior O glaub mir, es gibt keine Liebe! Alles Eigennutz, alles Egoismus! – Ich liebe dich so wenig, wie du mich liebst.

Wendla – Nicht! – – – Nicht, Melchior! – –

Melchior – – – Wendla!

Wendla O Melchior! – – – – – – – – – nicht – – nicht – –

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