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Fromont junior

Alphonse Daudet: Fromont junior - Kapitel 12
Quellenangabe
typefiction
authorAlphonse Daudet
titleFromont junior
publisherVerlag von J. Engelhorn
volumeFromont junior und Risler senior - Erster Band
translatorClaire von Glümer
year1887
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
projectidc66b260c
created20061018
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Elftes Kapitel.

Die Inventur

Das Haus des alten Planus in Montrouge lag neben dem, welches das Chèbesche Ehepaar eine Zeitlang bewohnt hatte, besaß genau wie dieses nur eine Etage über dem dreifenstrigen Erdgeschoß, hatte einen ganz gleichen kleinen Garten mit einem Lattenzaun und die gleichen, mit Buchsbaum eingefaßten Beete. Hier wohnte der alte Kassierer mit seiner Schwester, fuhr mit dem ersten Omnibus in die Stadt, kam zum Essen wieder heraus und blieb Sonntags daheim, um sich seiner Blumen und Hühner zu erfreuen. Seine alte Schwester besorgte den Haushalt, kochte, nähte, flickte; sie waren das glücklichste Paar, das sich denken läßt.

Beide waren unverheiratet und stimmten auch in ihrem Abscheu gegen die Ehe überein. Die Schwester haßte alle Männer, der Bruder mißtraute jedem Weibe; gegenseitig aber verehrten und liebten sie sich und hielten sich für Ausnahmen von der Verderbtheit des andern Geschlechts.

»Monsieur Planus, mein Bruder,« sagte sie, wenn sie von ihm sprach, und mit derselben zärtlichen Feierlichkeit führte er sie als »Mademoiselle Planus, meine Schwester,« in seinen Reden vor. Für diese beiden schüchternen, unerfahrenen Menschen war Paris – das ihnen völlig unbekannt blieb, obwohl sie täglich dort verkehrten – eine Höhle voller Ungeheuer zweierlei Geschlechts, die einzig und allein darauf ausgingen, Böses zu thun. Hörten sie von irgend einem ehelichen Trauerspiel, oder drang irgend eine Klatschgeschichte des Stadtviertels zu ihnen, so klagte jedes, seiner persönlichen Anschauung folgend, einen andern der Missethat an.

»Der Mann ist schuld!« sagte »Mademoiselle Planus, meine Schwester.«

»Die Frau ist schuld!« antwortete »Monsieur Planus, mein Bruder.«

»Oh! die Männer . . .«

»Oh! die Weiber . . .«

Dies Thema war, in den wenigen Mußestunden des alten, vielbeschäftigten Sigismund, dessen Tagewerk derselben strengen Ordnung unterlag, wie seine Kassenbücher, der Gegenstand endloser Erörterungen. Seit einiger Zeit besonders wurden die Verhandlungen der Geschwister mit einer gewissen Erregung geführt, denn die Vorgänge in der Fabrik nahmen sie sehr in Anspruch. Die Schwester bemitleidete Madame Fromont junior von ganzem Herzen und fand das Benehmen ihres Mannes geradezu nichtswürdig, während Sigismund kein Wort bitter genug schien, seine Entrüstung über die unbekannte, gemeine Person auszudrücken, die von der Kasse sechstausend Franken für einen Kaschmirshawl bezahlen ließ. Seiner Ansicht nach standen Ruhm und Ehre des alten Hauses, dem er von Jugend an gedient hatte, auf dem Spiele.

»Was soll aus uns werden?« sagte er immer wieder – »Oh! die Weiber . . .«

Eines Tages saß Mademoiselle Planus strickend am Feuer und wartete auf ihren Bruder. Der Tisch war schon seit einer halben Stunde gedeckt und die alte Dame fing schon an, sich über Sigismunds unerhörtes Ausbleiben zu ängstigen, als er mit verstörter Miene und, gegen seine Gewohnheit, ohne ein Wort zu sprechen, in die Thür trat.

Erst nachdem er dieselbe sorgfältig geschlossen hatte, sagte er leise – gleichsam als Antwort auf die fragende, besorgte Miene der Schwester: »Ich bringe dir eine Neuigkeit . . . ich weiß, wer das Weib ist, das uns zu Grunde richtet!«

Und noch leiser, nachdem er die stummen Wände ihres kleinen Eßzimmers ringsum angesehen hatte, nannte er einen so unerwarteten, unglaublichen Namen, daß Mademoiselle Planus sich denselben wiederholen ließ.

»Ist es denn möglich?«

»Du kannst dich darauf verlassen!« Bei diesen Worten hatte sein Gesicht, trotz allen Kummers, einen beinahe triumphierenden Ausdruck.

Das alte Fräulein konnte noch immer nicht daran glauben. Eine so wohlerzogene, höfliche, junge Frau, die sie mit so großer Freundlichkeit aufgenommen hatte . . . es war geradezu undenkbar . . .

»Ich habe Beweise,« antwortete Sigismund, und dann erzählte er, Vater Achilles hätte eines Abends um elf Uhr Georges und Sidonie in ein kleines Hotel garni des Quartier Montmartre eintreten sehen – und der Mann war kein Lügner . . . sie alle kannten ihn schon lange. Uebrigens hatten auch andre die beiden zusammen gesehen . . . in der ganzen Fabrik war davon die Rede. Nur Risler ahnte noch immer nichts.

»Dann ist es deine Pflicht, ihm alles zu sagen,« erklärte die Schwester.

Der Kassierer machte ein bedenkliches Gesicht.

»Das ist eine heikle Sache,« erwiderte er. »Wer weiß, ob mir Risler glauben würde? Mancher Blinde ist stockblind . . . und wenn ich mich zwischen die beiden Prinzipale stelle, laufe ich vielleicht Gefahr, meinen Posten zu verlieren. Oh, die Weiber, die Weiber! Wie glücklich hätte dieser gute Risler leben können! . . . Als ich ihn mit seinem Bruder aus unsrer Heimat herkommen ließ, hatte er nicht einen Sou im Vermögen, und heute ist er der Chef eines der ersten Handlungshäuser von Paris. Dabei hätte er sich doch beruhigen können . . . aber durchaus nicht! Der Herr mußte heiraten . . . als ob das Heiraten eine Notwendigkeit wäre . . . Und nicht genug, daß er es thut . . . er nimmt auch noch eine Pariserin, eins von den kleinen, schlecht gekämmten Frauenzimmern, die jedes anständige Haus zu Grunde richten. Und dabei hätte er ein braves, arbeitsames Mädchen haben können, das im Alter zu ihm paßte, noch dazu seine Landsmännin und – wie ich wohl sagen darf – von tüchtigem Knochenbau war . . .«

Hier hätte »Mademoiselle Planus, meine Schwester,« auf deren Knochenbau der Bruder anspielte, die beste Gelegenheit gehabt, ihren Ausruf: »Oh! die Männer, die Männer!« anzubringen, aber sie schwieg. – Die Sache ging ihr zu sehr zu Herzen. Wer weiß . . . vielleicht wenn Risler zur rechten Zeit gekommen wäre, hätte sich gefunden, daß er der einzige war . . .

Der alte Sigismund fuhr fort: »Und wohin ist es nun gekommen? Seit einem Vierteljahre hängt die erste Tapetenfabrik von Paris an den Falbeln einer nichtsnutzigen Person, und wie das Geld davonfliegt, ist gar nicht mit anzusehen. Der ganze Tag geht damit hin, daß ich meinen Schalter für Monsieur Georges' Geldforderungen aufmache, denn er kommt damit immer zu mir, weil es beim Banquier auffallen würde. In meiner Kasse aber fließt das Geld ab und zu, wird eingezahlt, ausgegeben . . . wenn nur die Inventur nicht wäre! Zum Jahresschluß werden sie ihre Freude erleben . . . Das Schlimmste ist, daß Risler nicht hören will. Zweimal habe ich ihm gesagt: Gib acht, Monsieur Georges macht die größten Dummheiten für sein Frauenzimmer. Er hat aber nur die Achseln gezuckt, oder zur Antwort gegeben: das ginge ihn nichts an, Fromont junior wäre der Herr . . . Man könnte beinahe glauben . . . könnte glauben . . .«

Der alte Kassierer vollendete nicht, aber sein Schweigen verriet böse Gedanken.

Das alte Fräulein war sehr bestürzt, und statt eine Abhilfe für das Unheil zu suchen, verlor sie sich, wie die meisten Frauen bei solchen Gelegenheiten in Bedauern, Vermutungen und schmerzliche Klagen über das Geschehene. Welch ein Unglück, daß sie das alles nicht schon früher erfahren hatten, als die Chèbes noch im Nachbarhause wohnten. Madame Chèbe war eine so ehrbare Frau . . . ihr hätte man die Augen öffnen müssen, damit sie ihrer Sidonie ins Gewissen reden, sie überwachen konnte.

»Das ist wahr . . . der Gedanke ist gut!« fiel Sigismund ein; »du mußt nach der Rue du Mail gehen und den Eltern Bescheid sagen. Ich hatte mir schon vorgenommen, an den kleinen Franz zu schreiben; er hatte immer großen Einfluß auf den Bruder und ist der einzige, der ihm gewisse Dinge mitteilen könnte. Aber Franz ist so weit fort . . . und außerdem wäre es schrecklich, wenn es dazu kommen müßte. Der arme Risler thut mir denn doch in der Seele leid! . . . Nein, das beste ist und bleibt, Madame Chèbe zu benachrichtigen, und du, nicht wahr liebe Schwester, du wirst es übernehmen?«

Der Auftrag war bedenklich; Mademoiselle Planus machte einige Schwierigkeiten, vermochte aber nicht, dem Willen ihres Bruders zu widerstehen, und der Wunsch, ihrem alten Freunde Risler nützlich zu sein, gab vollends den Ausschlag. Dank der Gutmütigkeit seines Schwiegersohnes hatte Monsieur Chèbe seinen jüngsten Plan durchführen können; seit einem Vierteljahre war er Inhaber des schönen Ladens in der Rue du Mail und das ganze Stadtviertel wunderte sich, wenn morgens die Läden des leeren Raumes geöffnet und abends wieder geschlossen wurden, wie in den umliegenden Engros-Handlungen. Uebrigens war der Laden ringsum mit Borden und Schränken versehen, hatte einen neuen Ladentisch erhalten, einen Geldkasten mit Sicherheitsschlössern und eine große Wage. Mit einem Worte: Monsieur Chèbe war mit allen Utensilien eines großen kaufmännischen Geschäfts versehen: nur was er verkaufen sollte, wußte er noch nicht.

Den ganzen Tag sann er darüber nach; bald während er im Laden zwischen einigen großen Möbeln auf und nieder ging, die im Schlafzimmer keinen Platz gefunden hatten, bald während er mit der Feder hinter dem Ohr auf der Schwelle der Straßenthüre stand und sich mit Wonne in das Lärmen und Treiben des Pariser Geschäftsverkehrs versenkte. Die Commis mit ihren Musterkasten unter dem Arme, die Lastwagen der Eisenbahnen, die Omnibusse, Lastträger und Schubkarren, das Abladen der Waren vor den Nachbarhäusern, die großen Ballen mit Stoffen oder Posamenterieen, die mit dem Straßenschmutz in Berührung kamen, ehe sie in den Souterrains verschwanden, jenen schwarzen Höhlen, aus denen der Reichtum der Handlungshäuser aufkeimt – das alles entzückte den kleinen Mann.

Es war sein Vergnügen, den Inhalt der Warenballen zu erraten oder schnell dabei zu sein, wenn es einen Auflauf gab, weil einem Vorübergehenden eine schwere Last auf den Fuß gefallen war, oder ungeduldige Pferde einen Karren quer über die Straße gezogen und den Verkehr gehemmt hatten. Außerdem nahm er an allen Zerstreuungen des kleinen, kundenlosen Kaufmannes: Regengüssen, Diebstählen, Unfällen, Zänkereien lebhaften Anteil. Wenn der Tag zu Ende ging, streckte sich Monsieur Chèbe, müde und erschöpft von der Arbeit andrer Leute, in seinen Lehnstuhl und sagte, indem er sich die Stirne trocknete, zu seiner Frau: »So muß das Leben sein, in dem ich mich wohl fühlen soll . . . ein thätiges Leben!«

Madame Chèbe lächelte still vor sich hin und gab keine Antwort. An die Launen ihres Mannes gewöhnt, hatte sie sich, so gut es ging, in dem kleinen, nach einem dunkeln Hofe gelegenen Hinterstübchen am Laden eingerichtet, suchte Trost in der Erinnerung an den Wohlstand ihrer Eltern, in dem Gedanken an das Glück Sidoniens, war immer sauber gekleidet und hatte sich bereits die Achtung der ganzen Nachbarschaft erworben.

Das einzige, was sie noch vom Leben beanspruchte, war, nicht mit den Arbeiterfrauen – die häufig mehr besaßen als sie – in eine Klasse geworfen zu werden, sondern trotz aller Armut einen gewissen kleinbürgerlichen Rang behaupten zu können. Unablässig war sie darauf bedacht; das Hinterstübchen, das sie bewohnte und das schon um drei Uhr nachmittags dunkel wurde, glänzte vor Ordnung und Reinlichkeit, das Bett wurde tagsüber zum Kanapee, ein alter Shawl zur Tischdecke, das Kamin, das von einem Schirm bedeckt war, diente als Vorratskammer und auf einem Oefchen von der Größe einer Fußbank kochte das Essen. Ruhe war der Traum dieser armen, durch die unaufhörlichen Sinnesänderungen ihres Mannes gequälten Frau.

Gleich nachdem er seinen Laden in Besitz genommen, hatte Monsieur Chèbe auf das frischgemalte Aushängeschild in fußlangen Buchstaben schreiben lassen: »Kommissions- und Exportgeschäft.« Weitere Angaben fehlten. Seine Nachbarn handelten mit Tuch oder Leinwand oder Tüll; er wäre bereit gewesen, alles Mögliche zu verkaufen, wußte aber durchaus nicht, zu welchem Artikel er sich entschließen sollte. Madame Chèbe mußte sich jeden Abend die ausführlichsten Erklärungen darüber gefallen lassen. »Von Leinwand verstehe ich nichts, mit Tuch dagegen weiß ich genau Bescheid. Wenn ich aber mit Tuch handeln wollte, müßte ich einen Reisenden halten, denn die beste Ware wird aus Sedan und Elbeuf bezogen. Von Kattun kann nicht die Rede sein, damit sind nur im Sommer Geschäfte zu machen, und Tüll ist unmöglich . . . dazu ist der Winter schon zu weit vorgerückt . . .«

Gewöhnlich machte er seinen Zweifeln ein Ende, indem er sagte: »Guter Rat kommt über Nacht . . . wir wollen zu Bett gehen . . .« was er denn auch zur großen Erleichterung seiner Frau zu thun pflegte.

Nach drei bis vier Monaten begann Monsieur Chèbe aber doch, dieses Lebens überdrüssig zu werden. Kopfschmerzen und Schwindelanfälle stellten sich wieder ein. – Das Stadtviertel war ungesund und gar zu geräuschvoll. Ueberdies gingen die Geschäfte nicht . . . weder mit Tuch noch mit Leinwand war etwas zu machen.

In diese Zeit einer drohenden Krisis fiel der Besuch, zu dem sich »Mademoiselle Planus, meine Schwester,« in Sidoniens Angelegenheiten verstanden hatte.

»Ich werde schonend zu Werke gehen,« hatte sich die alte Dame unterwegs gesagt; aber, wie alle schüchternen Menschen, entledigte sie sich ihrer Last, sobald sie eintrat, mit den ersten Worten. Ihre Mitteilung wirkte wie ein Donnerschlag. Als Madame Chèbe begriff, daß ihre Tochter angeklagt wurde, sprang sie voll Entrüstung auf. Niemals würde sie dergleichen glauben, ihre arme Sidonie war das Opfer einer niederträchtigen Verleumdung.

Noch tiefer beleidigt war Monsieur Chèbe; mit zorniger Miene erging er sich in hochtrabenden Redensarten, wobei er seiner Gewohnheit nach sich selbst in den Vordergrund stellte und alles auf sich bezog. Wie konnte irgend jemand annehmen, daß sein Kind, eine Chèbe, Tochter eines seit dreißig Jahren im besten Rufe stehenden Kaufmanns, fähig wäre . . . undenkbar! unmöglich! Aber Mademoiselle Planus blieb bei ihrer Aussage. Es würde ihr schwer, versicherte sie, gleichsam als Klatschschwester, als Zuträgerin übler Nachreden aufzutreten. Man hatte jedoch Beweise . . . Die Sache war für niemand mehr Geheimnis . . .

»Und wenn es so wäre!« schrie Monsieur Chèbe, den diese Beharrlichkeit in Wut brachte; »was haben wir damit zu thun? Unsre Tochter ist verheiratet, lebt fern von ihren Eltern. Ihr Mann, der so viel älter ist als sie, hat sie zu leiten, ihr seinen Rat zu geben . . . aber ist ihm das wohl jemals eingefallen?«

Darauf erging sich der kleine Mann in den heftigsten Beschuldigungen gegen seinen Schwiegersohn, den schwerfälligen Schweizer, der sein Leben damit zubrachte, in seinem Büreau Maschinen zu erfinden, statt seine junge Frau in Gesellschaft zu führen, und der seine Junggesellengewohnheiten, seine Pfeife oder den Besuch einer Brauerei allem andern vorzog.

Es war bemerkenswert, mit welcher vornehmen Verachtung Monsieur Chèbe das Wort »Brauerei« betonte. Und doch traf er dort beinahe jeden Abend mit Risler zusammen und machte demselben bittre Vorwürfe, wenn er einmal ausblieb.

Uebrigens hatten alle diese Tiraden des Inhabers der »Kommission und Spedition« in der Rue du Mail ihren guten Grund. Er wollte seinen Laden aufgeben, sich von den Geschäften zurückziehen und ging damit um, Sidonie für seine neuen Pläne zu gewinnen. Es war mithin nicht an der Zeit, unangenehme Scenen zu machen, von väterlicher Gewalt und ehelichen Pflichten zu sprechen. Madame Chèbe aber, die von der makellosen Reinheit ihrer Tochter vielleicht nicht mehr so fest überzeugt war, wie zu Anfang des Gespräches, hüllte sich in tiefes Schweigen; die arme Frau wünschte taub und blind zu sein und Mademoiselle Planus nie gekannt zu haben. Wie alle, denen es schlecht ergangen ist, suchte sie sich in eine, wenn auch nur scheinbare Ruhe einzuspinnen; nicht zu wissen was vorging, war in ihren Augen das beste . . . Großer Gott, war das Leben denn nicht schon schwer genug? Und warum sollte Sidonie, die immer eine gute Tochter gewesen war, nicht auch eine gute Gattin sein?

Es dunkelte. Monsieur Chèbe stand auf, schloß die Läden seines Geschäftslokals und zündete das Gas an, in dessen Licht die nackten Wände, die leeren, glänzend polierten Fächer, der ganze öde Raum den Eindruck machte, als wäre hier tags zuvor der Bankerott ausgebrochen. Seine stummen, verächtlich zusammengekniffenen Lippen schienen der alten Dame sagen zu wollen: »Der Tag ist zu Ende, es ist Zeit nach Hause zu gehen,« und dabei war im Hinterzimmer das leise Schluchzen seiner Frau zu hören, die mit der Bereitung des Abendessens beschäftigt hin und her ging.

Das war alles, was Mademoiselle Planus mit ihrem Besuch erreichte.

»Nun?« fragte der alte Sigismund, der sie voll Ungeduld erwartet hatte.

»Sie wollten mir nicht glauben . . . haben mir höflich die Thür gewiesen . . .« Die erlittene Demütigung trieb ihr Thränen in die Augen.

Der alte Mann wurde feuerrot.

»Mademoiselle Planus, liebe Schwester,« sagte er, indem er ehrfurchtsvoll ihre Hand ergriff, »ich bitte sehr um Verzeihung, daß ich dich zu diesem Schritt veranlaßt habe; aber es handelte sich um die Ehre des Fromontschen Hauses.«

Von diesem Augenblick an wurde Sigismund immer trauriger, seine Kasse schien ihm nicht mehr fest und sicher; selbst wenn Fromont junior kein Geld von ihm verlangte, fürchtete er beständig, daß es geschehen würde, und wenn er sich mit der Schwester unterhielt, faßte er seine Sorgen in ein paar immer wiederkehrende Worte zusammen.

»Es steht gar nicht gut,« sagte er.

Da er unablässig mit seiner Kasse beschäftigt war, erschien sie ihm sogar nachts im Traume. Bald war sie aus allen Fugen gegangen, so daß sie trotz des Zuschließens offen blieb; bald fuhr ein Windstoß hinein, der Banknoten, Wechsel, Checks, Staatspapiere in der ganzen Fabrik verstreute, während der Kassierer atemlos hinterdrein lief, um sie wieder aufzulesen. – Und tagsüber, wenn er hinter dem Gitterverschlage in seinem stillen Büreau allein saß, war ihm, als hätte sich eine kleine weiße Maus in die Kasse eingeschlichen, wo sie alles zernagte und zerstörte, und die um so schöner und fetter wurde, je weiter sie in ihrem Vernichtungswerke fortschritt. – Wenn dann im Laufe des Nachmittags Sidonie in dem hübschen Gefieder einer Cocotte auf der Freitreppe erschien, zitterte der alte Sigismund in zorniger Erregung. Es war das personifizierte Verderben des Hauses, das an ihm vorüberging . . . das Verderben in eleganter Toilette, mit einer Equipage vor der Thür und dem sorglosen Angesicht einer glücklichen Kokette . . . das Verderben des Hauses Fromont.

Sidonie hatte keine Ahnung von dem Feinde, der hinter einem Fenster des Erdgeschosses ihr Thun und Lassen unermüdlich beobachtete und alle Einzelheiten ihres Lebens im Auge behielt: das Kommen und Gehen der Musiklehrerin: die große Schneiderin, die morgens vorsprach; die Pappschachteln, die für sie gebracht wurden, und den Livreebedienten des Modemagazins »du Louvre«, dessen schwerer Wagen mit Schellengeklingel vor dem Thorwege hielt, wie eine große, mit starken Pferden bespannte Diligence, die gekommen war, das Haus Fromont im Galopp dem Bankerott zuzufahren.

Sigismund zählte die Pakete, wog sie mit den Augen und drang voll Neugier durch jedes offne Fenster in die Rislersche Häuslichkeit ein. Seinen Blicken entgingen weder die Teppiche, die mit großem Getöse ausgeklopft wurden, noch die Blumentische mit den teuren, seltenen, kränklichen Pflanzen, die sich in der Sonne erholen sollten, und jede neue Anschaffung, die er bemerkte, stellte er in Gedanken mit einer der neuen, großen Geldforderungen zusammen. Was Sigismund aber mehr beschäftigte als alles andre, war Rislers Angesicht; denn seiner Meinung nach hatte das schlechte Weib begonnen, den besten, rechtschaffensten aller Menschen in einen ehrlosen Schurken umzuwandeln. Risler, daran zweifelte er nicht mehr, kannte seine Schande, nahm sie geduldig hin, ließ sich sein Schweigen bezahlen.

Sicherlich lag etwas Ungeheuerliches in dieser Annahme; aber reine Naturen, die das Böse vor sich sehen, ohne demselben jemals selbst verfallen zu sein, gehen leicht weit über das Ziel hinaus. Nachdem sich der Kassierer von Sidoniens und Georges' Treulosigkeit und Verrat überzeugt hatte, fand er auch Rislers Gemeinheit nicht mehr unglaublich. Nur durch sie ließ sich dessen Gleichgültigkeit gegen die Verschwendung seines Kompagnons erklären.

Der brave Sigismund, in seiner alltäglichen, beschränkten Rechtschaffenheit, war nicht im stande, den feinfühligen Risler zu begreifen, und der peinliche Ordnungssinn des Kassenbeamten, sein kaufmännischer Scharfblick trennten ihn auf hundert Meilen von dem zerstreuten, träumerischen Freunde, der halb Künstler, halb Erfinder war. Sigismund beurteilte alles nach seiner eignen Persönlichkeit und hatte kein Verständnis für den Zustand eines Menschen, der im Drange des Erfindens nur von einem Gedanken beherrscht wird, und wußte nicht, daß ein solcher wie ein Nachtwandler durch das Leben geht mit Augen, die, nach innen gerichtet, von der Außenwelt nichts zu sehen vermögen.

Nach Sigismunds Ansicht konnte Risler sehen, und das machte ihn sehr unglücklich. So oft der Freund die Kassenstube betrat, sah ihn Planus forschend an, aber die ruhige Gleichgültigkeit seines Gesichtes, die wie eine mit Vorbedacht gewählte Maske erschien, that dem Beobachter so weh, daß er sich schnell von ihm abwendete, in seinen Papieren kramte, um Risler nicht sehen zu müssen, und wenn er mit ihm sprach, in den Garten hinaussah, oder die Gitterstäbe seines Verschlages anstarrte. Auch seine Worte hatten etwas so Gezwungenes, daß man kaum wußte, an wen sie gerichtet waren; kein freundliches Lächeln mehr, kein Rückblick auf vergangene Zeiten, wie ihn sonst ein Durchblättern der Kassenbücher hervorrief: »Dies ist das Jahr, in dem du hier eintratest . . . Da steht deine erste Zulage gebucht . . . Weißt du noch, daß wir an dem Tage bei Douix gesessen haben und abends ins Café des Aveugles gegangen sind? . . . war das eine Schmauserei! . . .«

Endlich fiel Risler das seltsame Wesen des Freundes auf und er sprach darüber mit Sidonie. – Auch sie hatte seit einiger Zeit die Empfindung, daß er ihr feindlich gesinnt sei. Zuweilen, wenn sie durch den Hof ging, fühlte sie gleichsam den übelwollenden Blick, der ihr folgte und sie zwang, sich nach der Höhle des alten Kassierers umzusehen. Unter diesen Umständen flößte ihr die Verstimmung zwischen beiden Männern eine gewisse Besorgnis ein, und sie benutzte diese Gelegenheit, ihren Gatten gegen etwaige Mitteilungen des Kassierers mißtrauisch zu machen.

»Siehst du denn nicht, daß er eifersüchtig ist . . . dich um deine Stellung beneidet? . . . Ein ehemaliger Kamerad, jetzt sein Prinzipal geworden, das ärgert ihn . . . Aber wenn man sich um die Mißgunst der Leute kümmern wollte! . . . Du solltest nur wissen, wie ich auf Schritt und Tritt davon umgeben bin.«

Risler machte große Augen. »Du?«

»Natürlich . . . es versteht sich eigentlich von selbst . . . Alle diese Leute können mich nicht ausstehen; sie sind wütend, daß die kleine Chèbe Madame Risler senior geworden ist, und Gott weiß, welche Schändlichkeiten sie mir schon nachgesagt haben. – Auch dein Herr Kassierer macht aus seinem Herzen keine Mördergrube, ein boshafter Mensch! das kann ich dich versichern . . .«

Diese Worte blieben nicht ohne Wirkung. Risler, der sich verletzt fühlte, aber zu stolz war, um Planus zur Rede zu stellen, zog sich ebenfalls zurück und erwiderte Kälte mit Kälte. So mißtrauisch waren die beiden ehrlichen Männer gegeneinander, daß sie nicht mehr ohne die peinlichste Empfindung zusammentreffen konnten, und bald gab es Risler vollständig auf, die Kasse zu betreten. Dies konnte um so leichter geschehen, da alle Geldangelegenheiten Fromonts Aufgabe waren, der auch Rislers Monatsgeld jeden Ersten in seine Wohnung schickte. Dem Verkehr zwischen Sidonie und Georges kam diese Einrichtung sehr zu gute und sie gab ihnen Gelegenheit zu allerlei schmählichen Täuschungen.

Sidonie war eben jetzt eifrig darauf bedacht, die äußere Eleganz ihres Lebens zu vervollständigen. Was ihr noch dazu fehlte, war ein Sommeraufenthalt. Im Grunde haßte sie das Landleben, fand, daß Bäume, Felder, staubige Landstraßen »das Widerwärtigste sind, was es auf Erden gibt«. Aber Claire Fromont verlebte die Sommerzeit in Savigny. Sobald die ersten schönen Tage kamen, wurden in der unteren Etage Koffer gepackt, Vorhänge abgenommen, ein großer Möbelwagen, auf dem die blau bebänderte Wiege der Kleinen hin und her schwankte, setzte sich nach dem Schlosse des Großvaters in Bewegung und eines schönen Morgens fuhren Mutter, Großmutter, Amme und Kind, eine ganze Masse weißer Stoffe und wehender Schleier im scharfen Trabe sonnigen Rasenplätzen und schattigen Heckenwegen zu.

Nun war Paris häßlich und menschenleer, und obwohl Sidonie die Stadt auch um diese Jahreszeit, in der Gluthitze eines Hochofens, gern hatte, dachte sie voll Neid an die Pariser Eleganz, die jetzt am Meeresufer unter schattenden Sonnenschirmen lustwandelte und das Seebad, wo es gestattet ist, ein schönes Bein zu zeigen und zu beweisen, daß man wirklich eignes, kastanienbraunes, langes, lockiges Haar besitzt, zu tausend neuen Erfindungen, zu allerlei gewagten Anzügen benutzt.

Ein Seebad? . . . es war nicht daran zu denken . . . Risler konnte nicht abkommen.

Ein Landhaus kaufen? . . Dazu fehlten die nötigen Geldmittel.

Georges Fromont wäre zwar bereit gewesen, auch diese Laune zu befriedigen; aber ein Landhaus läßt sich nicht, wie ein Armband oder ein Kaschmirshawl heimlich geben und nehmen. Dazu mußte man sich die Einwilligung des Mannes verschaffen – eine schwierige Aufgabe – mit Risler konnte jedoch der Versuch gemacht werden.

Um den Weg zu bahnen, sprach Sidonie immer wieder mit Sehnsucht von einem kleinen, nicht zu teuern Winkelchen auf dem Lande. Lächelnd hörte ihr Risler zu, denn bei ihren Worten erwachte auch in ihm das Verlangen nach Grundbesitz, das mit dem Vermögen zu kommen pflegt, und er dachte an hohes Gras und den Ertrag eines schönen Obstgartens. Aber da er ein verständiger Mann war, gab er zur Antwort: »Wir wollen sehen . . . wollen sehen . . . warte nur auf den Jahresschluß.«

Der Jahresschluß im Munde des Kaufmanns bedeutet die Inventur.

Inventur . . . ein Zauberwort! Das ganze Jahr geht es vorwärts, immer vorwärts im Drange der Geschäfte. Das Geld kommt und geht, cirkuliert, zieht andres herbei, wird wieder zerstreut und das Vermögen des Hauses ist – wie eine schimmernde Schlange – in fortwährender Bewegung; jetzt lang ausgedehnt, dann wieder zusammengezogen, so daß es unmöglich wird, sich von seinem wirklichen Zustande Rechenschaft zu geben, bis ein Augenblick der Ruhe eintritt. Diesen bietet die Inventur und erst durch sie wird festgestellt, wie die Verhältnisse des Hauses sich gestaltet haben und ob das Jahr, das ein gutes zu sein schien, es auch wirklich gewesen ist.

Dieser Abschluß pflegt Ende Dezember, gegen Weihnachten oder Neujahr gemacht zu werden. Da er eine große Arbeitslast mit sich bringt, werden die Comptoirstunden bis tief in die Nacht verlängert. Das ganze Haus bleibt in Bewegung und die überall brennenden Lampen geben auch allen Geschäftsräumen jenen festlichen Glanz, der in der letzten Woche des Jahres im Familienkreise herrscht und die Fenster der Wohnzimmer allabendlich erhellt. – Jeder, der dem Handlungshause angehört, nimmt lebhaft Anteil am Ergebnis der Inventur, denn alle Zulagen und Neujahrsgeschenke hängen davon ab. So ist denn, während der Jahresgewinn oder Verlust einer reichen Fabrik festgestellt wird, auch in den fünften Etagen oder den kleinen Wohnungen der äußersten Vorstädte unter den Arbeiterfrauen, den Kindern und Großeltern unaufhörlich von der Inventur die Rede; sie wird darüber entscheiden, ob sich der kleine Haushalt noch größere Entbehrungen auferlegen muß, oder sich endlich einen langersehnten, immer verschobenen Einkauf gestatten darf.

In dieser Zeit ist bei Fromont junior und Risler senior Sigismund Planus der Gott des Hauses, und sein kleiner Gitterverschlag ein Heiligtum, in welchem alle Commis Wache halten. In der tiefen Stille der schlafenden Fabrik rauschen die schweren Blätter der Rechnungsbücher. Hin und wieder wird ein Name genannt, der den Vergleich mit andern Registern veranlaßt: unaufhörlich kratzen die Federn auf dem Papier. Der alte Kassierer, von seinen Untergebenen umringt, sieht in seiner Geschäftigkeit geradezu schreckenerregend aus. Von Zeit zu Zeit kommt Fromont junior auf einen Augenblick herein; er ist im Begriff auszufahren, hat bereits die Handschuhe an, die Cigarre im Munde, tritt langsam auf den Zehenspitzen heran, sieht durch das Gitter und fragt: »Nun . . . wie steht es?«

Sigismund antwortet nur durch ein Grunzen, und der junge Herr des Hauses entfernt sich, ohne ein weiteres Wort. Die Miene des Kassierers hat ihm nur zu deutlich gesagt, daß der Bescheid kein erfreulicher sein würde.

In der That war seit den Revolutionsjahren, als in den Fabrikhöfen gekämpft wurde, noch keine Inventur des Hauses Fromont so schlecht ausgefallen. Einnahmen und Ausgaben deckten sich; der Geschäftsbetrieb hatte den Gewinn vollständig verschlungen und überdies war Fromont junior der Kasse noch bedeutende Summen schuldig. Mit dem Ausdruck tiefer Niedergeschlagenheit stieg der alte Kassierer am 31. Dezember die Treppe hinauf, um Georges Fromont das Ergebnis seiner Berechnungen mitzuteilen.

Dieser aber nahm die Sache leicht; es würde schon besser werden! und um die gute Laune des Kassierers herzustellen, schenkte er ihm tausend Franken, statt der fünfhundert, die sein Onkel als jährliche Gratifikation zu geben pflegte. Das ganze Personal wurde mit derselben Freigebigkeit bedacht und in der allgemeinen Freude geriet der ungünstige Jahresabschluß in Vergessenheit. Seinen Compagnon Risler wollte Georges selbst von der Bilanz in Kenntnis setzen.

Als er in das kleine Arbeitszimmer trat, dessen Oberlicht die nachdenklichen Züge des mit seiner Erfindung Beschäftigten hell beleuchtete, hatte Fromont junior eine Anwandlung von Reue und Schamgefühl über sein Vorhaben und blieb zögernd stehen.

Risler hatte sich, als er die Thüre öffnen hörte, fröhlich umgesehen.

»Schorsch, lieber Schorsch . . . ich habe meine Druckmaschine . . . es fehlen zwar noch ein paar Kleinigkeiten . . . aber es kommt nicht darauf an . . . der Hauptsache bin ich sicher. Nun Sie werden ja sehen . . . werden ja sehen! Nun mögen die Prochassons thun, was sie wollen, mit der Rislerschen Druckmaschine schlagen wir alle Konkurrenten aus dem Felde.«

»Bravo, Kamerad!« antwortete Fromont junior; »das sind gute Aussichten für die Zukunft . . . aber denken Sie denn gar nicht an die Gegenwart . . . an unsre Inventur?«

»Ja, wahrhaftig – die hatte ich ganz vergessen! . . . Nun, sie ist wohl nicht glänzend ausgefallen?« fügte er hinzu, als er Georges' unruhige, verlegene Miene bemerkte.

»Im Gegenteil, sehr glänzend!« antwortete der junge Mann. »Wir haben alle Ursache, zufrieden zu sein, besonders da es unser erstes Geschäftsjahr ist. Auf jeden von uns kommen vierzigtausend Franken Reingewinn, und da ich mir dachte, daß Sie vielleicht Geld brauchten, um Ihrer Frau ein Neujahrsgeschenk zu machen . . .«

Und ohne dem wackeren Mann, den er in diesem Augenblick hinterging, ins Gesicht zu sehen, legte Fromont junior ein Paket Anweisungen und Banknoten auf den Tisch.

Risler senior war tief bewegt. So viel Geld auf einmal und für ihn allein! Zuerst dachte er an die großherzigen Fromonts, die ihn zu dem gemacht hatten, was er war, dann an seine kleine Sidonie und den Wunsch, den sie so häufig ausgesprochen hatte. Jetzt war er im stande, ihn zu erfüllen.

Mit Thränen in den Augen und einem guten Lächeln um die Lippen streckte er seinem Associé beide Hände entgegen.

»Ich bin so glücklich . . . so glücklich!« rief er aus; es war sein Lieblingswort bei großen Gelegenheiten. Dann zeigte er auf die Banknoten, die vor ihm lagen, die leichten Blättchen, die immer bereit sind, auf und davon zu fliegen.

»Wissen Sie was das ist?« fragte er Georges mit triumphierender Miene: »das ist Sidoniens Landhaus.«

Als ob sich das nicht von selbst verstanden hätte!

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