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Frithjofs-Sage

Esaias Tegnér: Frithjofs-Sage - Kapitel 11
Quellenangabe
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typelegend
authorEsaias Tegnér
titleFrithjofs-Sage
publisherHermann Gesenius
editorPeter Johann Willatzen
translatorG. Mohnike
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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Buchschmuck

Neunter Gesang.

Ingeborgs Klage.

          Herbst ist's und stürmt.
Wütig die Woge des Meeres sich türmt!
          Dennoch – trotz Sausen und Brausen –
                    Wär' ich gern draußen!

          Hoch dort vom Strand
Sah ich, wie westwärts sein Segel verschwand –
          Glücklich, die Frithjof begleiten
                    Hin in die Weiten!

          Schäumende Well',
Sänft'ge dich! So schon entfloh er zu schnell,
          weist ihm die Wege der Ferne,
                    Freundliche Sterne!

           Kommt er, wenn's mait,
Nicht dann grüßt ihn die liebende Maid
          Drüben im traulichen Thale,
                    Nicht hier im Saale,

          Schläft dann im Grab –:
Liebesgram zieht vor der Zeit sie hinab,
          Täglich ein sterbensmüder'
                    Opfer der Brüder. –

          Falk, der hier blieb,
Falk meines Frithjof, nun mein, mir so lieb!
          Fliegender Jäger, statt seiner
                    Pfleg' ich nun deiner.

          Ihm auf der Hand
Wirk' ich dich ein hier auf Teppiches Rand,
          Silbern die Schwingen zu schauen,
                    Golden die Klauen.

          Falkschwingen nahm
Freia vor Zeiten und suchte, von Gram
          Rastlos durchs Weltall getrieben,
                    Öder, den Lieben.

          Liehst du auch mir,
Falke, die Schwingen, was hülfen sie mir?
          Kann doch der Tod nur mir bringen
                    Himmlische Schwingen.

           Jäger, durchspäh'
Mir von der Schulter die wogende See!
          Ach, wir erblicken nicht jenen,
                    Den wir ersehnen!

          Bin ich einst tot,
Wenn er heimkehrt, dann befolg' mein Gebot:
          Grüß' ihn, o grüß' ihn, den einen! ....
                    Frithjof wird weinen.

Buchschmuck
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