Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Friedrich Wilhelm Nietzsche >

Friedrich Wilhelm Nietzsche: Lieder des Prinzen Vogelfrei

Friedrich Wilhelm Nietzsche: Friedrich Wilhelm Nietzsche: Lieder des Prinzen Vogelfrei - Rimus remedium.
Quellenangabe
typepoem
booktitleLieder des Prinzen Vogelfrei
titleRimus remedium.
authorFriedrich Nietzsche
senderjens.erdmann@cenorm.be
created20030916
firstpub1887
Schließen

Navigation:

Friedrich Wilhelm Nietzsche

Rimus remedium.

Oder: Wie kranke Dichter sich trösten.

      Aus deinem Munde,
Du speichelflüssige Hexe Zeit,
Tropft langsam Stund’ auf Stunde.
Umsonst, dass all mein Ekel schreit:
"Fluch, Fluch dem Schlunde
      Der Ewigkeit!"

Welt – ist von Erz:
Ein glühender Stier, – der hört kein Schrein.
Mit fliegenden Dolchen schreibt der Schmerz
Mir in’s Gebein:
      "Welt hat kein Herz,
Und Dummheit wär’s, ihr gram drum sein!"

      Giess alle Mohne,
Giess, Fieber! Gift mir in’s Gehirn!
Zu lang schon prüfst du mir Hand und Stirn.
Was frägst du? Was? "Zu welchem – Lohne?"
– – Ha! Fluch der Dirn’
Und ihrem Hohne!

      Nein! Komm zurück!
Draussen ist’s kalt, ich höre regnen –
Ich sollte dir zärtlicher begegnen?
– Nimm! Hier ist Gold: wie glänzt das Stück! –
      Dich heissen "Glück"?
Dich, Fieber, segnen? –

      Die Thür springt auf!
Der Regen sprüht nach meinem Bette!
Wind löscht das Licht, – Unheil in Hauf’!
– Wer jetzt nicht hundert Reime hätte,
      Ich wette, wette,
Der gienge drauf!

 Narr in Verzweiflung. >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.