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Flamme

Karl Bröger: Flamme - Kapitel 19
Quellenangabe
typepoem
authorKarl Bröger
titleFlamme
publisherEugen Diederichs
printrunErstes bis drittes Tausend
year1920
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20150506
projectide350bf61
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Feierliche Nacht

Tiefer glühen da mit einem Male
Grund und Gipfel, Berge, Fluß und Baum.
Abend hebt die sanft gewölbte Schale
müder Landschaft zärtlich in den Raum.

Nacht mit einem muttermilden Neigen
nimmt die Schale stumm aus seiner Hand.
Sterne tropfen in das blaue Schweigen.
Silbern überschaumt der Becherrand.

Jetzt in wundersamer Traumgebärde
breitet Nacht die dunklen Arme aus
und gießt opfernd über alle Erde
ihre sterngefüllte Schale aus.

Ganz in weiche Stille eingesunken
tastet meine Sehnsucht sich zu ihr.
Nacht, von deiner Fülle bin ich trunken!
Himmel, Götter, Sterne sind in mir.

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