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Flamme

Karl Bröger: Flamme - Kapitel 18
Quellenangabe
typepoem
authorKarl Bröger
titleFlamme
publisherEugen Diederichs
printrunErstes bis drittes Tausend
year1920
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20150506
projectide350bf61
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Der Regenbogen

Von schäumend rotem Fluß umrauscht,
von grauer Wolke überbauscht,
von schwefelgelbem Blitz durchzückt,
sternlosem Himmel nahgerückt,
geschwungen über alles Land
bis an der fernsten Zeiten Rand
von lichter Hand:

Du, Bogen, bist das hohe Tor,
ich bin der kleine Wandrer auf den Stufen.
Du brichst mit allem edlen Glanz hervor
und hast mich mächtig angerufen.

Du bist zur letzten Lauterkeit die Pforte.
Vor dir kann nichts verstellt und listig sein.
Wie schlechte Kleider tu ich ab die Worte
und gehe schweigend ein.

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