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Fitzebutze

Richard Dehmel: Fitzebutze - Kapitel 7
Quellenangabe
typedrama
booktitleFitzebutze
authorRichard Dehmel
firstpub1907
year1907
publisherS. Fischer Verlag
addressBerlin
titleFitzebutze
pages3-6
created20040922
sendergerd.bouillon
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Anweisungen für die Regie

Die Regie hat vor allem dafür zu sorgen, daß jede mimische Bewegung so rhythmisch wie möglich ausgeführt wird, immer dem Takt der Musik folgend. Die Tanzfiguren und Kostüme dürfen nicht an das alte Ballett erinnern, sondern müssen bei aller stilistischen Form die natürliche Phantasie ansprechen. Die ganze Ausstattung ist dem primitiven Charakter des echten Kinderspiels anzupassen; je einfacher, desto besser! – Für die technische Inszenierung sind noch folgende Einzelheiten zu beachten.

Seite 10–12. Die Vergrößerung und Belebung Fitzebutzens geschieht dadurch, daß während der ersten Verdunkelung der Bühne die an dem Regal hängende Puppe durch eine etwas längere ersetzt wird, diese während der zweiten Verdunkelung durch eine noch längere, und bei der dritten Verdunkelung nimmt dann der wirkliche Darsteller den Platz der Puppe ein. Ähnlich vollzieht sich im IV. Aufzug (Seite 47) die Rückverwandlung des Hampelmanns: während des Rundritts der Steckenpferdreiter wird hinter der Rosenhecke des Rondells wieder eine Puppe anstatt des Darstellers untergeschoben.

Seite 12 und 13. Die Seifenblasen, die Husch emporsteigen läßt, sind helle Gummiballons von immer größerem Umfang; sie liegen unter den Bettdecken der Kinder verborgen, und er kann sie unbemerkt hervorholen, da er am Fußende der Bettstatt und abgewandt vom Zuschauer sitzt. Einige noch größere Ballons läßt er nachher hinter dem Weihnachtsbaum gleichsam zur Probe aufsteigen; und der ganz große Gondelballon wird ihm zuletzt im Halbdunkel aus der Kulisse hinter dem Baum oder aus einer Versenkung zugeschoben.

Seite 30 u. ff. Die Luftschwünge Fitzebutzens werden durch ein Drahtseil bewerkstelligt, das er sich auf der Thronbank unbemerkt im Rücken festzuhaken hat.

Seite 43. Das Bocken des Schaukelpferdes ist durch ein paar Sprungfedern im Versenkungsboden zu machen; die Bodenbewegung kann durch den Wirrwar der kleinen Soldateska verdeckt werden.

Seite 50. Das Platzen des Luftballons braucht nur durch Lichtblitz und dumpfes Geräusch markiert zu werden; der Balkon kann dann einfach umkippen und während der Dunkelheit verschwinden. Die Hauptsache ist, daß das Regal des Hampelmanns mit starkem Gepolter herunterfällt.

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