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Fitzebutze

Richard Dehmel: Fitzebutze - Kapitel 5
Quellenangabe
typedrama
booktitleFitzebutze
authorRichard Dehmel
firstpub1907
year1907
publisherS. Fischer Verlag
addressBerlin
titleFitzebutze
pages3-6
created20040922
sendergerd.bouillon
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Vierter Aufzug

Bild: Märchengarten

Links und im Hintergrund hohe Frühlingsbäume, über und über im Blütenschmuck, teils mit weißen, teils rosaweißen Blüten. Rechts Felswände mit ebenso blühenden Sträuchern und Büschen. Die Felsen bilden in der rechten Hintergrund-Ecke eine Höhle, deren Öffnung von weißblühenden Kletterrosen umrankt ist. In der linken Ecke ein zierlicher Pavillon aus vergoldetem Gitterwerk, gleichfalls mit weißen Kletterrosen. Unter den Bäumen hinten und links, auch an der Felswand rechts entlang, kleine Tische, Bänkchen und Stühlchen, hellgrün mit vergoldetem Stabwerk, ähnlich denen bei Huschens Häuschen im Zauberwald. In der Mitte ein kleines Rondell, von niedrigen Heckenrosen eingerahmt; im Zentrum ein schlanker blühender Mandelbaum, an dessen Fuß ein Felsblock liegt. Alles in hellstes Mondlicht getaucht.

(73) Bei Aufgang des Vorhanges kommt aus der Höhle ein phantastisch geformter, von großen blauschillernden Schmetterlingen gezogener, zweiräderiger Wagen, auf dem ein hellblau gekleideter Elf mit weißem Maiglöckchenkranz und goldenem Krönchen steht; er hält eine Zauberblume mit milchweißem Glühlicht, und zu Fuß folgen ihm die blauen Blumenelfen des Zauberwaldes, Vergißmeinnicht und Immergrün, jede mit einer blauen Glühlichtblume. (74–75) Sie singen ein LiedText gemeinsam von Paula und Richard Dehmel. :

Maikönig kommt gefahren,
in seinem grüngoldnen Wagen,
mit Saus und Gesinge.
Seine Zügel sind Sonnenstrahlen;
große blaue Schmetterlinge
ziehn ihn über Busch und Bach,
daß die weißen Blütenglocken
in seinen Locken
schwingen und springen.
Und Hans guckt ihm nach
und hört sein Lied:
wer zieht mit? zieht mit?

Der Zug ist hinter dem Rondell vorbei nach vorn gelangt, bleibt an der linken Seite stehen, lauscht nach der Höhle hin. (76) Aus dieser kommt nun ein zweiter, von weißen Schmetterlingen gezogener, ähnlich geformter Wagen, auf dem eine weißgekleidete Elfe mit blaublühendem Immergrünkranz, goldenem Krönchen und blauer Glühlichtblume steht. Ihr folgen die weißen Blumenelfen des Zauberwaldes, Schneeglöckchen und Maiglöckchen, und zuletzt die zwei Butterblumen; diese beiden mit gelben Glühlichtern, jene sämtlich mit milchweißen. Der Wagen bleibt vor der Höhle stehen, und sie singen den Andern zur Antwort:

Kommt das Maienweibchen,
trägt ein weißes Kleidchen,
trägt ein grünes Kränzchen,
sagt zu unserm Hänschen:
Eia, Hans,
komm zum Tanz!
Einen Schritt Frau Nixe,
einen Schritt Herr Nix,
Ringeldireih, Ringeldireih,
Dienerchen,
Knix!

Bei »Eia Hans« ist das Maienweibchen von ihrem Wagen gehüpft, dem Maikönig entgegen. Auch dieser ist vom Wagen gestiegen (alles im Takt der Musik) zu einem Begrüßungstänzchen mit ihr. (77) Nach»Knix« tanzen alle Blumenelfen einen kurzen Reigen, wobei der Maikönig und das Weibchen ihre Kränze und Glühlichter austauschen; nur die beiden Butterblumen bleiben (die eine vorn links, die andre rechts hinten) bei den Schmetterlingsgespannen stehen, die zuweilen unruhig die Flügel bewegen, als ob sie am Tanz teilnehmen möchten. Plötzlich stockt der Reigen, und alle lauschen erstaunt empor. (78) Von oben naht mehrstimmiger Gesang:

Husch, husch, husch,
wir schlüpfen aus dem Busch.
Wir sind daheim auf jeder Bahn,
von Mexiko bis Hindostan,
husch, husch, husch,
im Busch.

Die Elfen haben immer lebhafter in die Höhe gewinkt und sind allmählich nach hinten neben das Rondell getreten. Von den Zweigen der Bäume stiebt ein Blütenblätterwirbel herab, hinter dem Mandelbäumchen erscheint die Gondel mit dem Luftballon, und unter allgemeinem Jubel landen Husch, Heinz, Detta und Fitzebutze neben dem Pavillon. Sie sind noch in demselben Aufzug wie bei der Abfahrt von Mexiko: Detta und Heinz im Nachthemd und barfuß, Husch mit der grünen Glühlichtblume, Fitzebutze mit der blauen, dem Tuthorn und dem geflickten Hut.

(79) Während Fitzebutze noch mit dem Aussteigen beschäftigt ist, wobei er den Kindern wie den Elfen tyrannisch mit seiner Blume droht, nimmt Husch den Maikönig und das Maienweibchen vorn rechts beiseite und (80) flüstert ihnen etwas ins Ohr, bald auf die Glühlichtblumen deutend, bald nach Fitzebutze hinüberweisend. Das Königspärchen nickt belustigt und tänzelt dann zu den Elfen zurück; Husch aber begibt sich in die Höhle. Man sieht den Maikönig und das Weibchen zwischen den Elfen herumhüpfen und hinter Fitzebutzens Rücken Befehle austeilen. Dann verneigen sie sich sehr tief vor ihm, ihre Zauberblumen vor seiner senkend, die er steif in beiden Händen hält; schenken nun ihre Blumen den Kindern und besteigen wieder die Schmetterlingswagen. Diese setzen sich in Bewegung, beide nach dem Luftballon hin, das Maienweibchen hinter dem Rondell entlang, der Maikönig vorn herum ihr folgend.

(81) Während die eine Hälfte der Elfen, blau und weiß durcheinander, mit dem Ballon und dem Königspärchen nach links davonzieht, läßt Fitzebutze sich von der andern Hälfte mitsamt den Kindern nach vorn führen. Er fühlt sich offenbar sehr geschmeichelt und zappelt gnädig hin und her, denn die Elfen singen ihn an:

Eia, Hans,
komm zum Tanz!
Einen Schritt Frau Nixe,
einen Schritt Herr Nix,
Ringeldireih, Ringeldireih,
Dienerchen,
Knix!

Dabei beginnen sie einen Ländler-Reigen, gleichsam um Fitzebutze einzuüben, und vertauschen wie tändelnd in einem fort ihre Glühlichtblumen; Fitzebutze tanzt in der Mitte, mit den Kindern und den zwei Butterblumen, die sich inzwischen hinzugesellt haben, und wird immer gelenkiger. Allmählich kehrt auch das andre Elfenvolk, das mit dem Ballon verschwunden war, zu den Tanzenden zurück, jetzt aber ohne das Königspärchen, und Husch erscheint in der Höhlenöffnung. (82) Er winkt den Zurückkehrenden, den Reigen um das Rondell auszudehnen und am Austausch der Glühlichtblumen teilzunehmen. Fitzebutze, der Husch nicht bemerkt hat, sondern mit den zwei Butterblumen charmiert, läßt sich von diesen und den Kindern verführen, den Blumentausch gleichfalls mitzumachen. Ein Weilchen gefällt ihm das recht gut, weil ihm immerfort eine neue Blume gereicht wird.

Auf einmal jachtert der Reigen nach rechts und links auseinander: Fitzebutze, verblüfft, steht einsam ohne Blume da, und Husch springt mit zwei Blumen (seiner grün leuchtenden und einer blauen) in das Rondell auf den Felsblock. Auf diesem stehen bleibend, zieht er Bannkreise mit den Blumen, während die Elfen mit Heinz und Detta hinter das Rondell zurückweichen. Dabei singen und lachen sie:

Eetsch, eetsch, ha-ha-hah,
droh nur, alter Hopßassa!
Ha-ha-hah, du bleibst im Bann,
bist und bleibst ein Hampelmann!
Mit Zauberblumen umzugehn,
ha-ha-hah, muß man verstehn –
eetsch! –

Fitzebutze, jetzt wieder steifbeinig werdend, hopst ohnmächtig vor dem Rondell herum, erst gegen Husch an, dann den Elfen nach; diese lachen immer belustigter, eetschen ihn mit den Fingern aus und entweichen bald linkshin bald rechtshin. (83) Schließlich vollführt er vor Husch einen fäusteschüttelnden Wuttanz, hält plötzlich kerzengrad inne, tippt sich vor die Stirn, ergreift entschlossen das Tuthorn. Er bläst hinein wie in Mexiko, stampft dreimal auf den Boden. Aber kein Donner antwortet diesmal; sondern das Elfenvolk lacht »ha-ha-hah«, wieder mit den Fingern eetschend, und aus der Höhle nähert sich eine forsche Trommeln- und Pfeifen-Musik.

(84) In der Höhlenöffnung erscheint der Weihnachtsmann, jetzt aber in dunkelgrüner Generalsuniform, mit mächtigem Schleppsäbel und Kanonenstiefeln. Hinter ihm her zwei Kolonnen Soldaten, ganz kleine Soldaten, noch kleiner als Heinz und Detta. Die erste Kolonne, auf Steckenpferdchen, trägt rote Husaren-Uniform und führt ein unberittenes Schaukelpferd mit sich, einen großen Apfelschimmel; die zweite, in dunkelgrüner Schützen-Uniform, marschiert zu Fuß mit aufgepflanzten Seitengewehren. Der Weihnachtsmann geht auf Fitzebutze los, packt ihn beim Kragen und nimmt ihm das Tuthorn weg (alles im Takt der Marschmusik). Dann zieht er den Säbel und eskortiert den zappelnden Fitzebutze schnurstracks nach dem Pavillon. Dort läßt er ihn von vier Soldaten, während die andern »Hurra« schreien, ehrerbietigst gefangen setzen, steckt den Säbel ein, begrüßt die Kinder und Husch. Dieser reicht ihm die grüne Zauberblume, erhält dafür das Tuthorn von ihm.

(85) Nun tritt der Weihnachtsmann in das Rondell, stellt sich breitbeinig vor den Felsblock, die eine Hand auf den Säbel gestützt, und kommandiert eine Parade:

Still jetzt, Kinder, macht mir Ehr!
richtet euch! präsentiert's Gewehr!
Zeigt dem alten Hampelmann,
wie man orndtlich zappeln kann!
Marsch!!!

(86) Husch nimmt mit Detta vor dem Eingang der Höhle Stand, die Blumenelfen setzen sich hinten und an den Seiten entlang auf die Stühlchen, und Heinz schwingt sich aufs Schaukelpferd. Dieses steht mitten vor dem Rondell; rechts und links manövriert das Soldatenvolk, je eine rote mit einer grünen Truppe, immer den Winken des Weihnachtsmanns folgend, der die Blume wie einen Kommandostab schwingt. Heinz schaukelt sich und singt dazuText gemeinsam von Paula und Richard Dehmel. ):

Schimmel, willst du laufen,
will ich dir was kaufen!
Heißa, lauf nach Mexiko,
da kaufe ich dir Bohnenstroh;
laufe nach der Mongolei,
da kauf ich mir ein Oster-Ei –
hopp!

Eile, Schimmel, eile,
oder du krigst Keile!
Hoppßa, lauf nach Hindostan,
da kaufe ich mir Marzipan;
laufe nach Kap Morgenrot,
da kauf ich dir ein Dreierbrot –
burr!

Bei »burr« macht alles ruckhaft Halt, und die Elfen erheben sich beifallklatschend. (87) Auf einmal entsteht ein völliger Wirrwarr: Fitzebutze hat sich befreit, springt aus dem Pavillon nach vorn, stößt Heinz vom Schaukelpferd, entreißt ihm die Maikönigsblume und schwingt sich selber auf das Pferd. Schon aber ist Husch herbeigeeilt, springt wieder ins Rondell auf den Felsblock, streckt seine Zauberblume aus und bläst ein schmetterndes Hornsignal. Das Schaukelpferd beginnt zu bocken, macht schließlich einen Riesensatz, wirft Fitzebutzen knallend zu Boden. Dabei entfliegt ihm die Maikönigsblume, und Heinz bringt sie rasch dem Weihnachtsmann, der sich inzwischen zu Detta vor die Höhle gestellt hat. Zugleich ist unter dem Schaukelpferd eine mächtige Flamme hochgepufft, in deren Dampf das Pferd versinkt.

Fitzebutze erhebt sich wütend, führt wieder vor Husch seinen ohnmächtig fäusteschüttelnden Tanz aus, und (88) wird von den Soldaten und Elfen noch lauter als früher ausgelacht:

Eetsch, eetsch, ha-ha-hah,
seht den alten Hopßassa!
eetsch, eetsch, ho-ho-hoh,
schäm dich, alter Flitzefloh!
Mit Zauberblumen umzugehn,
muß man verstehn, verstehn, verstehn –
eetsch! –

Plötzlich kommt Detta nach vorn getänzelt, hat ihre Glühlichtblume auch an den Weihnachtsmann gegeben, hält in der rechten Hand eins von den goldgrünen Gartenstühlchen, faßt mit der linken den Hampelschwanz Fitzebutzens, sodaß er sich umdreht und stillhalten muß, und singt ihn an:

Fitzebutze, willste woll!
sei doch nicht so schrecklich doll!
Schämst du dich denn garnicht sehr
vor dem ganzen Militär?
Du?

Sie setzt das Stühlchen dicht an die Rosenhecke des Rondells, nimmt Fitzebutze beim Arm, singt weiter:

Du! ich bin Frau Königin!
Komm und setz dich artig hin.
Bitte, bitte, sei nicht so,
lieber Gott von Mexiko;
komm!

(89) Fitzebutze hockt sich erschöpft auf das Stühlchen, läßt steif die Glieder hängen, stiert vor sich hin. Detta tippt ihn an und singt weiter:

Komm und sei mir endlich gut!
Bist du nicht mein Fitzeschnut?

Er stiert noch verstockter, und Detta sagt endlich ärgerlich (ohne Musik, im Sprechton):

Ach, du dummer Hampelmann,
siehst ja Detta gar nicht an;
marsch! –

(90) Sie gibt ihm einen Stoß, daß er hintenüber vom Stühlchen kugelt, hinter die Rosenhecke in das Rondell, grade vor Huschens Füße; dort zappelt er noch ein weniges, dann bleibt er regungslos liegen. Husch springt über ihn weg zu Detta, und die Blumenelfen umringen sie. Der Weihnachtsmann bringt hinter dem Rondell die Steckenpferdreiter wieder in Ordnung; die Fußsoldaten ergreifen jeder ein Stühlchen und sammeln sich unter Heinzens Führung, rittlings auf den Stühlchen sitzend, rechts an der Felswand. Während Husch mit den Elfen und Detta dem Pavillon zutänzelt, beginnen die Stühlchenreiter (den Elfen folgend) eine klappende Galoppade rings um das Rondell und (91) singen dazu:

Tipp, tapp, Stuhlbein,
hüh, du sollst mein Pferdchen sein!
Klipp, klapp, Hutsche,
du bist meine Kutsche;
wuttsch!

Inzwischen ist Husch mit der Hälfte der Elfen hinter dem Pavillon verschwunden. Die übrigen Elfen und Detta sind an dem Weihnachtsmann vorbei, der mit den drei Glühlichtblumen den Takt schlägt, wieder nach rechts an die Felswand gezogen. Die Steckenpferdreiter haben sich zwischen die Stühlchenreiter gereiht und einige Bänkchen als Wagen eingespannt. Und während Detta mit den Elfen taktklatschend stehen bleibt, wird der Rundritt immer eifriger fortgesetzt:

Wipp, wapp, zu langsam;
hott, wir fahren Eisenbahn!
Alle meine Pferde,
um die ganze Erde,
rrrutsch!

Alle rutschen mit einem Ruck von den Stühlchen und machen einen Augenblick Halt. Zugleich erscheinen vor und hinter dem Pavillon einige zurückkehrende Elfen; die Zweige der Bäume bewegen sich, und ein Wirbel von Blütenblättern stiebt herab. Dann geht der Rundritt stockend zu Ende, und nur wenige Stimmen singen noch:

Tipp tapp, zipp zapp –
halt, wann geht das Luftschiff ab? –

Ein neuer Wirbel von Blütenblättern stiebt nieder; vor dem Pavillon erscheinen die Schmetterlingswagen mit dem Maikönigspärchen, hinter dem Pavillon der Luftballon, über und über mit hellblauen Blütengirlanden bekränzt und behutsam von mehreren Elfen geführt. In der Gondel sitzt Husch und (92) erwidert singend:

Fertig, Kinder, eingestiegen!
wollen in den Himmel fliegen!
futsch!

Er winkt nach Heinz und Detta hinüber, und diese eilen zum Einsteigen. Zugleich versammeln sich die Soldaten vor der Höhle und an der Felswand rechts, die Elfen um den Pavillon und bei den Schmetterlingswagen links, und Heinz und Detta singen, an der Gondel stehend:

Beide: Futsch, futsch, ja,

Heinz: fertig stehn wir da.

Beide: Fix und fertig, fahr nur zu!

Detta: Aber wo bleibt Fitzebuh?

Beide: Ah –

Der Weihnachtsmann ist in das Rondell getreten; er hebt den stocksteifen Fitzebutze auf, zieht an der Schwanzschnur und läßt ihn zappeln. Man sieht, es ist nur ein Hampelmann, ganz zusammengeschrumpft und ohne Leben, kaum größer als Heinz oder Detta. Der Weihnachtsmann läßt ihn nochmals zappeln, und Alle lachen und singen dazu:

Ha-ha-hah, ho-ho-hoh,
seht den Gott von Mexiko!
Fertig, Kinder, eingestiegen,
laßt ihn in den Himmel fliegen,
futsch!

(93) Währenddem ist der Weihnachtsmann an die Gondel gegangen und hat den Hampelmann neben Husch gesetzt. Dann tritt er zu dem Maikönigspärchen, reicht ihnen ihre zwei Glühlichtblumen zurück, und die Elfen bilden mit den Soldaten bunte Reihe um das Rondell. Alle erheben die Glühlichtblumen, die Fähnchen, Säbel und Gewehre; ein neuer Wirbel von Blütenblättern, immer dichter werdend, stiebt von den Bäumen, und die Gondel steigt langsam in die Höhe. Der ganze Chorus singt dazu, erst leise, dann lauter, dann wieder leise:

Fusch, futsch, husch,
wir schütteln unsern Busch.
Der Mond, der winkt zum Schlafengehn;
lebt wohl und träumt von Wiedersehn,
husch, husch, husch,
im Busch.

(94) Bei dichtestem Blütenwirbel fällt der Vorhang.

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