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Felicitas

Felix Dahn: Felicitas - Kapitel 11
Quellenangabe
typefiction
authorFelix Dahn
titleFelicitas
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Zehntes Kapitel.

Einstweilen war draußen vor den Thoren die Entscheidung gefallen. Die Barbaren, etwa achtzig Reiter, hatten sich zwar auf der ganzen Länge des Flusses manchmal, aber immer nur auf Bogenschußweite, genähert, waren auch wohl so weit gegen die verrammelte Brücke angetrabt, hatten aber keinen Angriff auf diese feste Stellung versucht. Alle Augen des Volkes auf den Wällen und der Ausfallenden waren gespannt auf diese Feinde; nach Westen, gerichtet. Da, als die Brücke erreicht war und Severus eine schmale Öffnung in der Verrammelung ausheben ließ, durch welche nur zwei Mann auf einmal auf das linke Ufer gelangen konnten, und als nun in langem Zuge die letzten beiden Bürger die Barrikade durchschritten hatten – die Brücke blieb von ihrer ursprünglichen Bewachung besetzt, – da scholl, laut gellend, hoch vom Bergfels des Ostwalds her, vom rechten Ufer, der Ruf des Steinadlers.

Cornelius wandte rasch das behelmte Haupt; er spähte nach Osten: »Hörtest du den Adlerschrei?« Severus nickte: »Ein gutes Omen römischen Kriegern! Siehst du; wie unser goldner Adler auf der Fahnenstange die Flügel zu heben scheint?« Aber Cornelius sah nicht auf den Adlerträger, er sah nur nach dem Ostwald: »Eine Rauchsäule steigt dort vom Gemsenfels empor.« – »Ein Kohlenbrenner! Wende das Antlitz! Im Westen steht der Feind. Fällt die Speere! Vorwärts.«

In zwei Reihen nebeneinander, weit auseinandergezogen, jede drei Glieder tief, rückte nun die Übermacht gegen die flinken Reiter vor, die eilig von dem Fluß zurückgejagt waren, als diese Masse von Fußvolk die Brücke überschritt: sie hatten sich halbwegs zwischen Fluß und Westwald in zwei dünnen Streifen hintereinander aufgestellt. Nur noch eines Speerwurfs Weite trennte die Feinde.

Da, als Severus und Cornelius, ihren Vordersten voranschreitend, eben mit den Wurfspeeren ausholten, ritten zwei Germanen langsam, im Schritt, ihnen entgegen, die Spitzen ihrer Lanzen feierlich senkrecht nach unten kehrend. »Halt!« rief Severus den Seinen zurück. »Sie wollen verhandeln. Hören wir sie an!« Die beiden Reiter kamen nun ganz nah an Severus und Cornelius heran; die Schlachtreihen auf beiden Seiten hielten sich harrend zurück.

Der eine der beiden Germanen, eine jugendliche, hochragende, herrliche Gestalt, auf milchweißem Roß, war durch Schmuck und Glanz seiner Waffen als ein Führer gekennzeichnet; er mochte mehr denn zehn Jahre jünger als Cornelius sein. Aber mit Neid betrachtete dieser die sehnige Kraft des nackten rechten Armes des Barbaren, den breite goldne Armringe schmückten zugleich und schützten; den linken Arm deckte ein kleiner runder Schild, ganz rot bemalt: dessen Mitte zierte ein goldenes Rad, ohne Speichen: eine Rune oder ein Bild der Sonne. Seine Brust schützte ein vortrefflich gearbeiteter Harnisch –: ach! mit Ingrimm erkannte Severus an den angehängten Ehrenzeichen, daß es einst der römische Panzer eines vornehmen Führers, eines Legaten oder Magister Militum gewesen war: – die Oberschenkel staken in kurzen Lederhosen: vom Knöchel aufwärts waren die nackten Waden von zierlichen Lederriemen umschnürt: der linke der beiden engpassenden Holzschuhe trug einen Sporn; der Reiter verschmähte wie Steigbügel so Sattel; in seinem Gürtel stak eine kurze Doppelaxt, vom Rücken flatterte ein weißer Wollmantel, der, durch eine Schnur zusammengeschürzt, keine Bewegung hemmte: es war wohl die Hand der Mutter, – denn dieser Jüngling war gewiß noch unbeweibt –, welche die schönen, breiten hellroten Streifen an den Rändern eingewirkt hatte: das strahlend schöne, mädchenhaft weiße Antlitz umrahmend fluteten auf die Schultern prachtvolle, goldblonde, lang sich rollende Locken: und aus dem erbeuteten, stolzgeschweiften Römerhelme ragten, statt des latinischen schwarzen Roßschweifes, die Schwungfedern des grauen Reihers.

Der zweite Reiter, ein gewaltiger, hünenhafter Greis von etwa sechzig Jahren, vom weit im Winde wehenden Graubart bis auf die Brust umwallt, schien der Führer der Gefolgsmannen des Vornehmen: schlicht gekleidet und gewaffnet, hatte er doch, wie der Jugendliche, Mähne und Schweif seines mächtigen Schlachtrosses, eines braunen Hengstes, mit roten und gelben Bändern zierlich durchflochten: um die Schultern trug er ein Wolfsfell, dessen geöffneter Rachen von seiner Sturmhaube herab dem Feind entgegengähnte: mit roten und gelben Kreisen war auch sein Schild bemalt: um die unbewehrte Brust trug er ein mächtig Hifthorn vom Wisent des Urwalds.

Der Anführer hatte nun den gesenkten Speer wieder erhoben, ihn in die Zügelhand geworfen und bot vom Roß herab Severus die Rechte, welche dieser zögernd nahm und gleich wieder fahren ließ. »Erst Handschlag,« rief der Germane mit weicher, wohllautreicher Stimme in ganz vortrefflichem Vulgärlatein, »erst Handschlag: dann, wenn ihr's so wollt, Schwertschlag. – Du bist, das weiß ich, Severus, der tapfre ehemalige Magister Militum, der wacker fortkämpft auf verlornem Posten, für verlorne Sache. Ich aber rühme mich zu sein des Helden Liutbert Sohn, der ein König ist der Alamannen: Liuthari heiß' ich und noch hat mich kein Mann besiegt.« Severus furchte finster die Stirn: »Ich hörte deines Vaters Namen und den deinen: Augusta Vindelicorum habt ihr erstürmt.« – »Aber nicht behalten,« rief der Königssohn und die hellgrauen Augen glänzten lustig. »Wer wird in ummauerten Gräbern wohnen! Auch in euer Juvavum hinein setzen wir uns nicht.«

»Dafür ist gesorgt,« drohte Severus. Aber Liuthari warf lachend die Locken zurück. »Wart' es ab! – Aber sage vorher: für wen führst du diese Bürger ins Feld? In wessen Namen verteidigst du Juvavum?« – »Für den Imperator zu Ravenna, der des ersten Königs und des ersten Kaisers Namen verheißungsvoll vereint: für Romulus Augustulus, den Herrn des Erdkreises.« Da griff der Germane in den Gürtel, zog eine Papyrusrolle heraus und warf sie Cornelius zu: »Dacht' ich's doch!« sagte er. »Ihr wißt weniger als wir Barbaren, was in eurem Italien, in eurer eignen Reichshauptstadt, geschieht. Lies, was mir Einer schrieb, der es wissen kann. Es giebt keinen Kaiser des Westreiches mehr! Romulus Augustulus, – ja freilich hieß er verheißungsvoll, der Knabe: aber verheißungsvoll für uns! – ist abgesetzt: er lebt fortab auf einer Insel und füttert Pfauen; auf seinem Thron aber sitzt mein Schwäher, meiner schönen Schwester Gemahl: Odovakar, der viel kühne Mann. Er hat's uns selbst geschrieben.«

Cornelius hatte die Schrift durchflogen: er erbleichte; stumm gab er sie Severus, der sie zitternd las. »Kein Zweifel!« sprach dieser dann tonlos. »Ich kenne den Mann: er hat unter mir gedient. Odovakar lügt nicht.« »Und wir lügen auch nicht,« rief der graubärtige Begleiter Liutharis, trieb sein Pferd heran und nahm Severus den Brief aus der Hand. »Schilde spalten, nicht Runen fälschen, hab' ich König Liutberts Sohn gelehrt.« – Man mußte ihm das glauben, dem Alten: bevor er die Rolle in den Gürtel steckte, sah er hinein, mit wichtiger Miene: es störte ihn nicht, daß die Buchstaben verkehrt standen. – Severus stützte sich auf seinen Speer. Cornelius blickte finster vor sich nieder. »Ich hab' es gewußt,« sprach dieser dann. »Ich hab' es fast herbeigewünscht, da ich es doch unvermeidlich sah –: und nun es geschehen, schmettert es mich nieder.« »Kein Imperator mehr in Rom!« stöhnte Severus.

»Italien in der Barbaren Hand!« seufzte Cornelius. »Ihr weckt mein tiefes Mitleid, wackre Helden,« sprach der Königssohn mit ernstem Ton. »Aber nun seht ihr wohl ein –: der Kampf muß zu Ende sein, noch bevor er begann. Für wen, für was wollt ihr noch kämpfen?« »Für die Zukunft!« rief Severus. »Für die Vergangenheit, für die Ehre!« rief Cornelius. »Für die ewige Roma,« sprachen beide. »Noch herrscht Byzanz – bald schickt Byzanz einen neuen Kaiser,« drohte Severus. »Mag sein,« meinte Liuthari achselzuckend. »Aber einstweilen brauchen wir Boden, Ackerland, Weideland, wir Germanen. Und deshalb bringe ich euch Botschaft in meines Vaters Namen: So spricht Liutbert, der Alamannenkönig: in seinem Namen und in dem seiner Bundesfreunde –« »Wer sind diese Bundesfreunde?« unterbrach Cornelius forschend. »Ihr werdet's rascher erfahren, als euch lieb ist,« antwortete brummig der Begleiter Liutharis. Dieser aber fuhr fort: »Bleibe im Lande, wer friedlich bleiben will: wer nicht bleiben will, ziehe friedlich ab: die Zwingburgen räumt, sie müssen nieder: zwei Drittel des Bodens bleibt euch – ein Drittel für uns. Das ist billig geteilt.« Aber zornig fuhr Severus auf, den Speer erhebend. »Verwegner Barbar! So wagst du zu reden, mit achtzig Barbaren gegen Juvavums Bürgerschar? Du hast gelernt, lateinisch sprechen, aber nicht römisch denken!« »Ich sollte meinen,« fiel Cornelius ein, »euer Land reicht noch für euch, ihr Alamannen, wenn ihr nur achtzig Reiter schicken könnt, Juvavum zu erobern. Ihr seid mir zu wenige, euch zu weichen!« Da spielte ein ganz eigenartig Lächeln um des Alamannen schönen, vom ersten Flaumbart lieblich umkräuselten Mund: »Hüte dich, Römer! Sind wir dir zu wenig? Bald könnten wir dir zu viele scheinen. Aus wenigen weckt viele der wundernde Wodan! – Zum letztenmal –: räumt die Burg dort – teilt friedlich das Land!« »Niemals! Zurück, Barbar!« riefen die beiden Römer zugleich.

Da warf Liuthari das Roß herum. »Ihr habt's gewollt. So seid ihr denn verloren. Wodan hat euch alle!« Beide Reiter sprengten zurück zu den Ihrigen. »Haduwalt, stoß ins Horn!« Der alte Waffenmeister führte das Horn zum Mund und ein lautbrüllender Ton schlug an das Ohr der Römer.

Und ehe diese noch, dem Befehl der Führer folgend, gegen die Reiter vorstürmen konnten, erscholl in ihrem Rücken, aus Osten, vom Fluß, von der Stadt her, nun ganz nahe, der laute Ruf des Steinadlers und gleich darauf plötzlich ein so furchtbares Getöse von Kampfruf und Angstgeschrei und von klirrenden Waffen, daß alle sechshundert Mann, auch beide Führer, sich mit Entsetzen umwandten. –

Grauen und Verzweiflung erfaßte sie: aus dem Ostwald und von allen Berghängen und aus den Hügelgebüschen herab brachen Germanen, Germanen ohne Zahl, wie es den Erschrockenen schien: ein starker Streithaufe flog auf die Brücke zu: andere, in aufgelösten Schwärmen, zu Pferd und zu Fuß, stürzten sich in den Fluß oberhalb und unterhalb der Brücke: der größte Teil aber, mit Leitern und Baumstämmen beladen, umschloß die Stadt von allen den Ausgefallenen sichtbaren Seiten: und mit grimmigem Schmerz sahen die Ausgesperrten, wie, fast ohne Widerstand der wenigen Wachen, ganze Klumpen der Stürmer, aneinandergeballt, wie Ameisen, sich gegenseitig hoben, stützten, auf den Leitern, Balken und Stämmen, denen, um Leitern zu ersetzen, die wagerechten Äste belassen waren, emporklommen und an vielen Orten zugleich die Mauerkrone gewannen. Juvavum, die Stadt, war erobert, bevor seine Verteidiger einen Schwertstreich hatten führen können.

Hinausgelockt war die Besatzung, abgesehen von den Söldnern des Tribuns. Waren diese noch auf dem Kapitol? Angstvoll blickten die Führer auf den Turm: noch flatterte auf dessen Höhe das kaiserliche Vexillum. Aber der laute Jubelruf der alamannischen Reiter, der den Erfolg ihrer reckenhaften Bundesbrüder begrüßte, rief den Römern erst wieder die von diesen nächsten Feinden drohende Gefahr in Erinnerung. Severus befahl doppelte Frontstellung: etwa hundert Mann, unter Cornelius, sollten die Alamannen aufhalten, während er selbst mit dem größeren Teil der tief entmutigten Bürger nach der Brücke umkehren wollte, deren Besatzung soeben von der unverschanzten, offnen Ostseite her angegriffen ward.

Da hörte er nochmals das Stierhorn Haduwalts schmettern: Severus wandte sich: »Ergebt euch!« rief der Königssohn. »Ihr seid verloren!« »Niemals!« rief Cornelius und warf den Speer gegen den auf ihn Einsprengenden. Liuthari schlug den Wurf mit dem Schildarm zur Seite: im nächsten Augenblick stürzte Cornelius rücklings nieder, von der eingelegten Lanze des in vollem Lauf anjagenden Alamannen durch Schild und Harnisch ins Herz gestoßen. »Ich räche dich!« rief Severus und wollte sich gegen den Königssohn wenden. Aber im selben Augenblick rief ihn das Wehegeschrei wieder ostwärts. Die Feinde hatten die Besatzung der Brücke überwältigt: schon vorher hatten viele der Schwimmer, Reiter und Fußvolk durcheinander gemischt, des Severus Schar erreicht: behende Jünglinge, deren gelbes Haar vom unbedeckten Haupt im Winde flatterte, liefen, an die Mähnen der Rosse geklammert, in gleichem Schritt mit den Reitern: und so, von Fußvolk und Reitern zugleich angegriffen, stoben die Bürger von Juvavum, die ihre Stadt, die Ihrigen schon in des Siegers Gewalt wußten, die Waffen wegwerfend, nach allen Seiten auseinander. Zugleich ritten die Alamannen von Westen her die hundert Mann des Cornelius nieder.

Severus stand allein: der Speer entsank seiner Hand. Da schritt der Anführer jener Feinde, die so überraschend von Osten her gekommen waren, auf ihn zu: ein Mann von etwa vierzig Jahren: er war, all' den Seinigen voran, hoch zu Roß auf die Brücke gesprengt: dort war ihm das Pferd erstochen worden: so kam er jetzt zu Fuß heran: ein Riese von Wuchs: des Steinadlers mächtige Schwingen drohten gesträubt von seinem Helm herab: das rote Haar, gegen den Wirbel hinauf gekämmt, floß, in einen langen Streif vereint, hinten aus dem Helm: ein ungeheures Bärenfell wogte um seine Schultern: drohend hob er die steinerne Streitaxt: »Wirf das Schwert fort, alter Mann,« rief der Gewaltige auf Latein, »und lebe.« »Dies Schwert? Fortwerfen?« antwortete Severus tonlos. »Ich will nicht leben!« »So stirb!« rief der andere und schleuderte die Steinaxt. Severus stürzte: seine Harnischplatte war mitten entzwei gesprungen: in zwei Stücken fiel sie von seinem Leib. Er stützte sich mühsam auf den linken Arm: das Siegesschwert hatte er aber nicht aus der Faust gelassen. Der Sieger bog sich über ihn, die Steinaxt wieder aufhebend. »Sage mir, bevor ich sterbe,« sprach Severus mit schwacher Stimme, »in wessen Hände ist Juvavum gefallen? Welches Stammes seid ihr? Seid ihr Alamannen?«

»Nein, Römer, die Alamannen haben uns nur gerufen. Wir kommen nicht von Westen: wir kommen von Osten den Danubius herauf. Wir haben alle Römerstädte genommen von Carnuntum bis hierher: die letzte Legion diesseit der Alpen haben wir erschlagen bei Vindobona. Wir teilen uns in die Lande mit unsern Vettern, den Alamannen: der Licus wird die Grenze. Schau her: dort von den Ostbergen herab flutet schon unser Volk in das Land: Weiber und Kinder, Wagen und Herden, das heißt: der Vorschub, morgen kommt der große Haufe.« – »Und wie heißt ihr?« – »Wir hießen ehedem Markomannen: jetzt aber nennt man uns: ›die Männer aus Bajuhemum‹: die Bajuvaren: unser ist all' dies Land für immerdar, soweit man nach Mitternacht schaut von den Alpenkämmen. Ergieb dich drein, Graukopf. Dir bleibt noch . . .« »Dies Schwert,« sprach Severus und stieß sich das Siegesschwert des Kaisers Probus in das Herz bis an das Heft. Der Riese zog es heraus. Ein Blutstrom schoß nach. »Schade um den Alten,« sprach der Bajuvare. »Er ist tot. Und schade,« fuhr er langsam fort, das Schwert betrachtend, »um diese gute Klinge, ging sie verloren. Komm, wack're Waffe, diene fortab dem neuen Herrn des Landes. – Aber nun muß ich Liuthari danken. Trefflich griff alles zusammen. Ja, diese Alamannen! Sind fast klüger als wir! Hojo, Sigo! Heilo!« rief er, beide Hände gehöhlt vor den Mund haltend: »Liuthari! Lieber, wo weilst du? Garibrand ruft, der Bajuvaren Herzog! Hojoho! Sigo! Heiloho! Nun laßt uns Beute teilen und Land!« Liuthari sprengte heran und reichte dem Herzog die Hand: »Willkommen in eurer neuen Heimat! Willkommen im Siege!« rief er mit fröhlicher Stimme.

Aber da scholl aus der Stadt her aufs neue Waffenlärm und Kampfgetöse. »Noch ist der Sieg nicht voll,« meinte Garibrand, mit der Axt auf das Kapitolium deutend. Nun hörte man durch das Schlachtgeschrei der Bajuvaren in der Stadt den hellen kriegerischen Ruf der Tuba schmettern. »Das ist der Römerfeldherr und seine eherne Schar!« rief der Herzog. »Er brach aus der Hochburg nieder in die Stadt auf die Meinigen. Rasch! Bringt mir ein andres Pferd! In die Stadt! Zu Hilfe meinen Helden!«

 


 

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