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Fabeln und Erzählungen

Christian Fürchtegott Gellert: Fabeln und Erzählungen - Kapitel 139
Quellenangabe
typepoem
booktitleFabeln und Erzählungen
authorChristian Fürchtegott Gellert
year1989
publisherVerlag Werner Dausien
addressHanau
isbn3-7684-4920-3
titleFabeln und Erzählungen
pages3
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1746
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Der Leichtsinn.

                                       

Der Leichtsinn, wie die Fabel sagt,
Die Fabel aus den goldnen Jahren,
Ward von den Menschen einst verjagt,
Weil alle seiner müde waren.
Er floh zum Zeus und bat um Aufenthalt.
Kaum sah Merkur die lustige Gestalt,
So fühlt er schon die Pflicht, dem Flüchtling beizuspringen:
»So will dich alle Welt verdringen?
Du dauerst mich. Komm, hüpf' auf meine Schwingen!
Ich hoffe dich gut anzubringen.
Komm, Paphos sei dein Aufenthalt!«
Schnell bracht' er ihn zur Venus kleinem Knaben.
»Hier, Gott Cupido«, fing er an,
»Schickt Ihnen Zeus den angenehmsten Mann,
Der schärfer als Sie sehen kann;
Sie sollen ihn zu Ihrem Führer haben.«
Der Leichtsinn trat sein Amt mit Eifer an,
Das Amt, der Liebe vorzutraben,
Und soll, wie die gedachte Fabel spricht,
Von dieser Zeit an seine Pflicht
Sehr selten unterlassen haben.

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