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Fabeln aus: Figuren zu meinem ABC-Buch oder über die Anfangsgründe meines Denkens

Johann Heinrich Pestalozzi: Fabeln aus: Figuren zu meinem ABC-Buch oder über die Anfangsgründe meines Denkens - Kapitel 24
Quellenangabe
typefable
titleFabeln aus: Figuren zu meinem ABC-Buch oder über die Anfangsgründe meines Denkens
authorJohann Heinrich Pestalozzi
senderhttp://pestalozzi.hbi-stuttgart.de/neuhof/fabeln.xml
created20020304
publisherCotta
firstpub1797
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Der grosse Tierkrieg mit seinen Ursachen und Folgen

Die die Erde beherrschenden Löwen versanken einmal, durch Jupiters alles verhängenden Willen, in Blödsinn und setzten, von innerer Unfähigkeit des Herrschens erniedrigt, die ganze Kraft ihrer kranken und exaltierten Herrschergefühle an den Schein der Sache, deren Wesen ihnen die heiligen Götter geraubt hatten.

Vorher zollte täglich ein Rehbock oder ein anderes vollwichtiges Tier seinem Magen den Natur-Zoll seines Geschlechts nach des Löwen wirklichem Bedürfnis.

Jetzt aber sollten alle Rehböcke zusammen und alle Geschlechter der Tiere ihrer zerrütteten Einbildungskraft einen ebenso kränkenden und erniedrigenden als unnützen Augendienst leisten.

Die Blödsinnigen hatten alles Gefühl der Natur verloren. Sie bedurften des Regierens wie hysterische Weiber Nerven stärkender Gerüche. Sie fielen vom Gedanken, es nicht mehr regieren zu können, in Ohnmacht. Also im Innersten widernatürlich gestimmt, wollten sie immer und alles regieren und alle Tiere der Erde glauben machen, daß sie sämtlich unfähig seien, sich selbst zu regieren und nur durch das Wohlgefallen ihres Maulverzerrens, das sie lachen hiessen, Tiere werden könnten, wie sie sein sollen und müssen. Auch fanden sie jetzt keinen Gefallen mehr an irgendeinem Dienst der Tiere, als insoweit er wider ihre Natur war.

Ihre Tiger mussten mit Seife gewaschen vor ihnen erscheinen; ihre Wölfe hatten Hofkleider von Lämmerfellen; ihre Bären trugen Maulkörbe und gingen an Stecken; ihre Adler hatten Pfauenschwänze, ihre Geier zwangen den knorrigen Hals in Schwanengestalt; ihre Schlangen gingen auf Stelzen; ihre Käuze hatten haarlose Köpfe und mussten, ihnen zur Freude, oft am hellen Mittag an der Sonne fliegen; ihre Stiere mussten Bärendienste tun; ihre Kühe wurden für Hunde und ihre Esel für Paraden gebraucht, und den Hunden war vielseitig aufgetragen, was sonst die Löwen selbst verrichteten. Auch der hohe Elefant war, wider seine Natur, zum Blutdurst gereizt; und das reine und edle Geschöpf, das sich, voll Verachtung von jedem Vieh trennt, an dem ein Blutstropfen hängt, das Pferd, atmete am vollen Haberbarren grimmige Kriegslust.

Aber dadurch, daß sie also einem jeden Tier die Tugend seines Geschlechtes raubten, erhielten diese sämtlich die einzige Eigenschaft, darin sie alle zusammenkommen konnten: Sie wurden alle zu Affen und erhielten, anstatt der verlorenen Tugenden ihrer eigenen Natur, die wesentliche Eigenschaft ihres neuen Geschlechts: die Fehler ihrer Meister zu riechen und mit zitternder Ungeduld zu gelüsten, sich über dieselben zu erheben.

Hieraus entstand in ihren verdorbenen Seelen der widernatürliche Wunsch: »Wir wollen alle miteinander regieren.« Dieser Wunsch liegt sonst gar nicht in den Seelen der Tiere, aber jetzt sprach ihn ein einziger aus, und wie ein Blitz war er in den Seelen von allen.

Allein er erschien in den einen als ein Katzengefühl in Mäuseseelen; in den anderen als ein Hundegefühl in erbitterten Schafen. Hier als ein Schlangengewind im ungebändigten Stiere; dort als ein Tigergelüst in der kälbergebährenden Kuh; und oft als eine Löwenbegierde im wunden, elenden Esel.

Indessen war die Affenmeinung, wir wollen alle miteinander regieren, nichts mehr und nichts weniger als eine Kriegserklärung wider die Meinung des Wahnsinns: Wir wollen wie hysterische Weiber und immer und alles regieren. Auch standen die krautfressenden Tiere plötzlich und allgemein gegen die fleischfressenden im Aufruhr.

Da sie aber sämtlich zu Affen geworden waren, so standen viele Fleischfresser auf der Seite der Krautfresser und viele Krautfresser auf der Seite der Fleischfresser. Schlangen und Füchse stellten sich auf beiden Seiten voran. Der Krieg war erschrecklich. Weit und breit waren alle Wälder und Berge damit erfüllt.

Selbst in Asiens fetten Weiden erschallte der Ruf der vielsiegenden Krauttiere, und was in diesen Gegenden noch nie erhört worden war, geschah jetzt.

Zahllose Affen riefen, auf ihren Bäumen versammelt, allen Tieren und dem Elefanten selbst, der in ihrem Forst Recht und Gerechtigkeit verwaltete, das neue KrautfresserGeschrei zu: »Wir wollen alle miteinander regieren und zu Felde ziehen wider Tiger und Löwen.« Der Elefant tat eine Weile, wie wenn er nichts hörte; aber da sich immer mehr Tiere, oben in den Lüften und unten auf dem Boden, bei den Affenbäumen versammelten, wollte ihm dieses Geschrei nicht mehr behagen. Er warf seinen Rüssel gegen die Affenbäume auf, und sagte: »Ihr elenden Tiere! esst doch ferner eure Nüsse und Mandeln und sucht in jeder Gefahr mit euren langen Beinen das Heil über Stauden und Stöcke; aber masst euch nicht an, die Ruhe meines Forstes zu stören.«

Dann wandte er sich an die anderen Tiere und sagte zu ihnen: »Ihr steht hier nicht unter wahnsinnigen Löwen. Ich schütze euch selbst vor dem Unfug dieser wilden Höhlenbewohner; ich ehre in eurer Natur einem jeden sein Recht und gönne ihm dieses Recht als seine Freiheit. Was wollt ihr mehr? Wollt ihr unter Füchsen und Schlangen, gegen Löwen und Tiger zu Felde ziehen? Wisst ihr auch, was das ist? Ich stosse meinen Zahn dem Löwen in den Rachen; ich werfe den Tiger mit meinem Rüssel über meinen Rücken; ich bringe den wildesten Stier unter meinen Fuss; ich drücke den Bären mit meinem Bauch an die Wand, bis er dünn ist, aber ich habe mein einziges Kind nicht vor den Stichen der Klapperschlange erretten können, und ich vermag es nicht, mein liebstes Gefieder vor den Schleichwegen der Füchse sicherzustellen. Also seht, was ihr tut! Ich will forthin in meinem Forst Recht und Gerechtigkeit ausüben; aber hinter Schlangen und Füchsen über die Berge laufen und Löwen und Tiger aufsuchen, die nicht wissen, daß wir in der Welt sind, das sind Affengelüste, die in keine ElefantenSeele hineinkommen können.« Darauf setzte er noch hinzu: »Die Affen sind von den Göttern verflucht, sie haben eine erschreckliche Krankheit. Es ist ihnen nie wohl; sie wissen nicht, was sie sind, und nicht, was sie wollen. Und da ihr hier unter ihnen lebt, so sollte es, ob Jupiter will! doch nicht so leicht sein, euch selbst zu so armseligen Tieren zu machen, als dieses in dem schlechteren Weltteil nicht sein mag, wo man die Affen weniger kennt und sich also weniger scheut, ihnen zu gleichen.«

Damit schwieg er. Aber das Krautfressergeschrei hatte selbst Asiens feinere Nasen neuerungssüchtig gemacht. Der Elefant sah es, warf seinen Rüssel noch einmal auf, und schrie schrecklich: »Was ist das? Alle miteinander regieren? Soll ich euch alle miteinander zertreten?« Das entschied jetzt. Die nahen Hunde krochen, die Affen schwiegen, Asiens Tiere gingen auseinander, und der Elefant naschte wieder an seinem Lotus.

Indessen verbanden sich die fleischfressenden Tiere immer enger und allgemeiner zusammen, und die Zahl der krautfressenden, die zu Grunde ging, ward mit jedem Tage grösser und bald unermesslich.

Da erhob sich im grossen Elend dieser Tage ein Kranich und schrie, wie wenn ihn ein Himmlischer stärkte: »Auf! Auf! Ihr Tiere, zum ewigen Frieden!« Der Adler aber, welcher das Aas liebt, schoss über den Kranich und tötete ihn, und die wegen diesem bedenklichen Vogelgeschrei eigentlich versammelten SeifenTiger, TanzBären, LämmerWölfe, nebst feierlichem Zuzuge, StelzenSchlangen und haarlosen Käuze erklärten einmütig das Kranichgeschrei für gefährlich und zur Unzeit angebracht und dekretierten hoheitlich und kirchlich: »Krieg ist der Tiere Natur, und es ist uns wohl im Dienst der streitenden Löwen.« Ferner: bis sich alle Krautfresser zum Ziel gelegt haben würden, dürfe der Gedanke an einen Frieden mit denselben so wenig als derjenige an ein den Löwen genierendes Tierrecht in den Krauttieren weder erzeugt noch erhalten werden; es sei vielmehr an dem, daß das zweideutige Gefühl für Wahrheit und Recht, welches etwa besorglich in den Seelen der Kühe, Esel und Schafe rege gemacht worden, selbst mit aller Kunst auf das sorgfältigste und väterlichste erstickt und, wo es nicht anders möglich, auch mit dem grössten Ernst herausgepeitscht und herausgemetzelt werden müsse.

Auch liess sich der Apostel der Tiere an dem Faden, an den sich dergleichen Apostel alle anbinden lassen, dahinbringen, alles Unglück dieses Tierkrieges ausschliessend den Krautfressergeschlechtern zuzuschreiben und die Lehre des Kranichs, ob sie gleich die alte orthodoxe Lehre seiner heiligen Bücher ist, dennoch in den Bann zu tun: 1. weil selbige von dem unverschämten Vogel nicht in der vorgeschriebenen mystischen Form stilisiert; 2. weil sie auf einmal gar zu vielen Schafen, Eseln und Kühen zu Ohren gekommen sei; 3. endlich aber und vorzüglich, weil der offenbar ungläubige Elefant und das heterodoxe Pferd ihr öffentlich ihren Beifall bezeugt haben.

Von dieser Zeit an werden alle Kraniche von den Adlern und Geiern verfolgt; der ungläubige Elefant und das zweifelnde Pferd sind den Füchsen und Schlangen zum getreuen Aufsehen empfohlen; gegen die hartnäckigen Esel wird die Schärfe der Rute gebraucht; die neuerungssüchtigen, aber furchtsamen Affen werden mit ihr bedroht, und die Priester der Tiere lehren die Kinder der Kühe und Schafe, selbst auch die armen Hasen und die schuldlosen Rehe, mit einer beispiellosen Anstrengung, der Krieg sei ihre Natur, der Löwendienst, wie er ist, ihre unbedingte Pflicht, und die Lehre der Kraniche, so wie sie von den Kühen, Eseln und Schafen verstanden werde, allerhöchst verdammlich, sowie das freche Reden über den Wahnsinn der Löwen eine todeswürdige Sünde. Den sämtlichen Kauzenstühlen wurde beförderlich und dringend aufgetragen, von den LöwenSünden und LöwenSchanden immer nur mit grosser Vorsicht und mit gehörigem Respekt zu reden und besonders dem irrigen Wahn, daß selbige so vielen Einfluss auf das Wohl und Weh der übrigen Tiere haben, mit allem Eifer und mit aller Sorgfalt entgegenzuwirken, auch alles nur mögliche zu tun, um unter den Stieren, Kühen und Eseln die beruhigende Überzeugung zu verbreiten, daß sie unter allen Umständen an ihrem Verderben einzig und allein selbst Schuld seien.

*

Ich füge dieser Rubrik, ungeachtet alles dessen, was ich schon bei mehreren Nummern dieses Buches gesagt habe, nochmal hinzu: Sie ist schon vor mehr als zwanzig Jahren in meiner Vaterstadt, mit Bewilligung ihrer Zensur, gedruckt worden. Ihr Zweck ist offenbar auf mein Vaterland beschränkt und warnend gegen alle Teilnahme an den Volksbewegungen des damaligen Zeitpunkts gerichtet. Der Erfolg des grossen Weltbegegnisses entsprach meiner diesfälligen Ansicht auf eine auffallende Weise. Ich musste indessen in diesem Zeitpunkt mich beschränken, den Gegenstand, der mein Herz bewegte, bloss bildlich zu behandeln, und weiss gar wohl, daß jeder bloss bildlich dargelegte Gegenstand das Gepräge seiner Einseitigkeit in sich selbst trägt, und ob ich gleich nicht fürchten darf, daß das, was ich in diesem Zeitpunkt und in dieser Beschränkung für mein Vaterland gesagt habe, missverstanden und als Anspielungen auf Begegnisse, die ganz ausser meinem Kreise liegen, angedeutet werden könnte, so glaube ich gleichwohl, es sei, wo nicht notwendig, doch dienlich, meine ersten, wahren und inneren Ansichten über den Gegenstand, der dieser bildlichen Darstellung zum Grunde liegt, mit einiger Bestimmtheit auszusprechen. Das Menschenrecht, d.i. die Pflicht der Anerkennung des Übergewichts der göttlich gegebenen, hohen und heiligen Ansprüche der inneren Menschennatur über die niederen Ansprüche der Selbstsucht unseres sinnlichen, tierischen Verderbens, ist an sich selbst unstreitig ein heiliges, göttliches Recht, und seine ehrfurchtsvolle Anerkennung in den menschlichen Organisationen des gesellschaftlichen Zustands und besonders in den christlich zu organisierenden Gemeinheiten dieses Zustands ist ohne allen Widerspruch die Pflicht aller Individuen in allen Ständen desselben. Es geht aus der Natur dieses Rechts selber hervor, daß, wenn es durch eine im Staat gesetzlich autorisiert bestehende Macht mit physischer Gewalt auch noch so sehr verletzt würde, die Entgegensetzung einer anderen, physischen Gewalt nicht als ein gesetzlich rechtmässiges Mittel gegen das Unrecht der herrschenden Gewalt angesehen werden darf. Dieses Entgegensetzen führt in jedem Fall das innere, heilige Wesen aller wahren Segnungen des gesellschaftlichen Zustands in seinen ewigen, unveränderlichen Fundamenten seinem unausweichlichen Verderben entgegen. Nein, das Menschenrecht darf nicht tierisch gesucht, es kann und darf nicht tierisch erhalten, es kann und darf nicht tierisch mediziniert, es muss in allen Verhältnissen menschlich gesucht und menschlich erhalten und auch, wenn es verletzt ist, mit Mitteln der Weisheit und Liebe, die aus reinem Herzen hervorgehen, wieder hergestellt werden.

Wenn die gesetzliche Macht, von menschlichem Irrtum verleitet, sich selbst und dem Volk Unrecht tut, so kann der dadurch gefährdete und verletzte Segen des gesellschaftlichen Zustands nur durch Mittel wiederhergestellt werden, die an sich geeignet sind, das innere, reine Wesen des gesellschaftlichen Segens, beides: in den Herzen des unrechtleidenden Volkes und in denjenigen der irrenden Mächtigen, mit innerer, göttlicher Kraft zu beleben und zu stärken und dadurch die reinen, ewigen Fundamente eines wahrhaft gesellschaftlichen Rechtszustands, so sehr er auch durch den Irrtum und die Schwächen der Macht verletzt worden wäre, durch erneuerte Belebung dieser Fundamente wiederherzustellen und einen Zustand der Dinge herbeizuführen, in welchem die Übel der Gegenwart in jedem Falle gemildert und die Bahn zu diesem besseren, segensvolleren Zustand mit der möglichsten Sorgfalt geöffnet werden kann. In der physischen Masse des Volkes und noch weniger in einer ungesetzlichen Bewegung dieser Masse liegt durchaus keine Hilfe gegen das Unrechtleiden desselben und weder ein göttlich geheiligtes noch ein menschlich rechtlich begründetes Mittel zur Erzielung der reinen Segnungen des gesellschaftlichen Zustands und noch weniger zur Wiederherstellung derselben, wenn sie in einem hohen Grad gefährdet würden; aber in der Individualkraft veredelter, weiser und frommer Menschen aus allen Ständen liegt eine von Gott gesegnete und menschlich rechtlich begründete, allmächtige Kraft gegen das Unrecht menschlicher Herrscher und herrschender Behörden. Ich sage nichts mehr; es ist hier nicht der Ort, diese Ansicht auszuführen; aber auch heute Feind und Verächter des tierischen Volkskrieges, suche ich, wie damals, da ich die Rubrik dieses Tierkrieges in meinem Vaterland und für daßelbe schrieb, nichts anderes, als die Förderung der sittlichen, geistigen und physischen Segenskräfte des Volkes in allen Ständen als das wesentliche Fundament alles wahren, wirklichen Nationalsegens und aller, von Gott geheiligten wahren Nationalkräfte in die Augen fallen zu machen und auf der reinen Bahn der wahrhaft rechtlichen Menschlichkeit und des hohen Christentums dahin zu wirken, jeden Keim einer selbstsüchtigen Neigung zum Missbrauch der Gewalt und zur Unterdrückung der Schwachen im Lande, der in den Menschlichkeiten der Macht liegen möchte, so wie jeden Keim der Frechheit und Gewalttätigkeit, der aus der Verwilderung der verwahrlosten Menge hervorgehen könnte, im Wachstum seines gegenseitigen Verderbens durch reine Belebung der diesem Verderben entgegenstehenden höheren, heiligen Kräfte, Neigungen und Ansichten stillzustellen und in sich selbst zu ersticken. Und indem ich die den guten und edlen Menschen aller Zeiten heiligen Worte der Freiheit und des Rechts durch mein ganzes Leben mit Anhänglichkeit aussprach und bis an mein Grab anhänglich aussprechen werde, erkenne ich die Fundamente alles wahren Volksrechts und aller wahren Volksfreiheit einzig in der Sicherstellung der sittlichen, geistigen und häuslichen Kräfte, in der bürgerlichen Sicherstellung ihrer Bildungsmittel, deren edle und genugtuende Ausbildung jedes Individuum in allen Ständen notwendig hat, um unter seinem Weinstock und Feigenbaum, so weit es Menschen möglich ist, sicher zu ruhen, d.h. in sittlicher, geistiger und häuslicher Selbständigkeit sein zeitliches und ewiges Wohl im Schoss seiner Familie, von keiner bösen Gewalt unrechtlich gehemmt, verwirrt und gekränkt, zu besorgen; und bin zugleich vollkommen überzeugt, daß dieses alles nur durch einen grossen, soliden Vorschritt des Erziehungswesens unserer Zeit erzielt werden kann.

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