Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > >

Fabeln aus Deutschland

: Fabeln aus Deutschland - Kapitel 13
Quellenangabe
titleFabeln aus Deutschland
authorVerschiedene Autoren
modified20170815
typefable
Schließen

Navigation:

Der Fuchs und die Gänse

Der Fuchs kam einmal auf eine Wiese, wo eine Herde schöner, fetter Gänse saß; da lachte er und sprach: "Ich komme ja wie gerufen, ihr sitzt hübsch beisammen, so kann ich eine nach der andern auffressen."

Die Gänse gackerten vor Schreck, sprangen auf, fingen an zu jammern und kläglich um ihr Leben zu bitten.

Der Fuchs aber wollte auf nichts hören und sprach: "Da ist keine Gnade, ihr müßt sterben."

Endlich nahm sich eine das Herz und sagte: "Sollen wir armen Gänse doch einmal unser junges Leben lassen, so gewähre uns die einzige Gnade, und erlaub uns noch ein Gebet, damit wir nicht in unsern Sünden sterben; hernach wollen wir uns auch in eine Reihe stellen, damit du dir immer die fetteste aussuchen kannst."

"Ja", sagte der Fuchs, "das ist billig und ist eine fromme Bitte; betet, ich will so lange warten."

Also fing die erste ein recht langes Gebet an, immer "ga! ga!", und weil sie gar nicht aufhören wollte, wartete die zweite nicht, bis die Reihe an sie kam, sondern fing auch an: "ga! ga!" Die dritte und vierte folgte ihr, und bald gackerten sie alle zusammen.

(Und wenn sie ausgebetet haben, soll das Märchen weiter erzählt werden, sie beten aber noch immerfort.)

 


 

 << Kapitel 12  Kapitel 14 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.