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Johann Wilhelm Ludwig Gleim: Fabeln - Kapitel 48
Quellenangabe
titleFabeln
authorJohann Wilhelm Ludwig Gleim
modified20170815
typefable
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Das Hühnchen und der Hahn

        Ein Hühnchen saß auf einem Ei,
Und brütete, mit großem Fleiße.

Der Hahn des Hühnchens geht vorbei,
Sagt: Hühnchen, kleine, liebe Weiße!
Du leidest Durst und Hunger hier
Auf deinem Nest! So lang' auch brüten
Auf einem Ei! Hm! wärens Vier,
So ließ' ich's gelten, und so wollt' ich dir
Die Kinderchen vor Katz' und Sperber hüten!
Eins lohnt sich nicht der Müh!

Nicht? fragt das Hühnchen, nicht?
Unwillen im Gesicht!
Und, wenn das eine mir die Pflicht zur Freude macht,
Wie andern viere? – – – Nun!
Nur nicht so patzig, liebes Huhn!
Sagt da der Hahn, und wünscht dem Hühnchen gute Nacht,
Und läßt sein Kikriki erschallen.

 
Der Hahn, gefällt er euch? mir will er nicht gefallen;
Das Hühnchen aber wird, das will ich prophezeihn,
Die zärtlichste der Mütter seyn!

 


 

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