Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Johann Wilhelm Ludwig Gleim: Fabeln - Kapitel 32
Quellenangabe
titleFabeln
authorJohann Wilhelm Ludwig Gleim
modified20170815
typefable
Schließen

Navigation:

Das Pferd und der Esel.

                          Einst trug auf seinem schmalen Rücken
Ein Esel eine schwere Last,
Die fähig war, ihn todt zu drücken.
Ein ledig Pferd ging neben ihm.
                                                    »Du hast
Auf deinem Rücken nichts, sprach das geplagte Thier,
Hilf, liebes Pferdchen, hilf, ich bitte dich, hilf mir!«
»Was helfen!« sagt der grobe Gaul;
»Du bist der rechte Gast, du bist ein wenig faul;
Trag' zu! – –«

»Ich sterbe, lieber Pferd –
Die Last erdrückt mich, rette mich!
Die Hälfte wär' ein Spiel für dich!«

»Ich kann nicht!« sprach das Pferd.
Kurz, unter dem zu schweren Sack
Erlag der Esel. Sack und Pack
Schmiß man dem groben Rappen auf,
Des Esels Haut noch oben d'rauf.

 


 

 << Kapitel 31  Kapitel 33 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.