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Johann Wilhelm Ludwig Gleim: Fabeln - Kapitel 23
Quellenangabe
titleFabeln
authorJohann Wilhelm Ludwig Gleim
modified20170815
typefable
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Der Schwan und die Ente.

                        Ein edler Schwan, so weiß wie Schnee,
Bereiste seinen Strom, die Spree,
Mit ausgespannetem Gefieder.
Ein' Ente schwamm ihm nach: »Gevatter! Vetter Schwan!
Fing sie sogleich zu schnattern an:
»Singt ihr denn keine Lieder?
Ihr schweigt, ich weiß in Wahrheit nicht warum?
Seyd ihr denn etwa stumm?«

»Frau Ent'«, antwortete der Schwan,
»Weil wie die Nachtigall ich doch nicht singen kann,
So schweig' ich lieber,
Und wund're mich darüber,
Daß ihr mit eurem Schnatterton
Nicht schweigt! Bekommt ihr Lohn?
Ihr singt, ich weiß in Wahrheit nicht warum?
Seyd ihr denn etwa dumm?

»Was?« sprach die Ente, »dumm wär' ich?
Bekümm're dich um dich!«

Sie schnatterte viel Schimpf;
Der Schwan sprach nicht ein Wort,
Und setzte seine Reise fort!

 


 

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