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Johann Wilhelm Ludwig Gleim: Fabeln - Kapitel 12
Quellenangabe
titleFabeln
authorJohann Wilhelm Ludwig Gleim
modified20170815
typefable
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Die Donau und der Leutabach.

        Die stolze Donau ging mit ihrem stolzen Gange
Dem stolzen Wien vorbei.
                                          Der kleine Leutabach
Ging ihrem stolzen Gange nach.
Die stolze Donau sprach:
»Ist dein Geschick, du kleiner Schäker, nicht
Ein herrliches Geschick?
In der Gesellschaft meiner, welch ein Glück!«

Der kleine Leuta spricht:
»Durch das Gefilde, welches mich
Den kleinen Silberbach einst nannte,
Floß ich so glücklich zwischen Blumen, ich,
Eh' ich dich kannte!
Kaum aber kenn' ich dich, so werd' ich fortgerissen,
Und muß, was alle Sklaven müssen,
In deinem Strudel fort, nicht meiner mächtig, ach!«

Man läuft den großen Herr'n an ihre Höfe nach,
Und seufzt dann oft, wie du, o kleiner Leutabach!

 


 

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