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Fabeln

Aesop: Fabeln - Kapitel 41
Quellenangabe
titleFabeln
authorAesop
typefable
created20170703
correctorgerd.bouillon@t-online.de
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Die Frösche und die Schlange

Die Frösche erbaten sich einst von Jupiter einen König. Er warf ihnen einen Klotz zu. Das Getöse jagte sie anfangs in die Tiefe, bald aber wagten sie, ihre Köpfe herauszurecken und ihren neuen König zu betrachten, der noch auf dem Wasser schwamm; und bald hüpften sie kühn auf ihn hinauf, verächtlich grüßten sie ihn als König; erbaten sich dann aber doch einen andern, der auch ein bißchen regieren könne.

Im Zorn gab ihnen Jupiter eine Schlange, welche ihre Regierung auch sofort mit aller Strenge anfing und einen Untertanen nach dem andern verschlang. Bald blieb dem Überrest nichts übrig, als nochmals um einen andern Oberherrn zu bitten; allein Jupiter sprach mit Donnerstimme: »Euch ist geschehen, wie ihr wolltet! Ertragt nun dies Unglück mit Fassung!«

Der Unzufriedene lernt immer zu spät, daß das Alte besser war.

 


 

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