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Abraham a Sancta Clara: Fabeln - Kapitel 4
Quellenangabe
titleFabeln
authorAbraham a Sancta Clara
typefable
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Ein Bauer wirft einen Pfleger in den Bach

Ein Verwalter oder Pfleger, der seines Edelmannes Bauren tapfer schinden helfen und nach Wohlgefallen dieselbe gekämplet, kam endlich auch in Ungnaden, also, daß er seines Dienstes entlassen worden. Wie er sich nun auf den Weg gemachet, um andere Dienst umzuschauen, kam er in ein Dorf, so seinem gewesenen Herren zugehörig. Daselbst war ein Bach, daß er zu Fuß nicht wohl durch konnte, bate demnach einen Bauren, er möchte ihn doch hindurchtragen, er wolle ihm anderwärts wiederum einen Dienst erweisen. Der Bauer war hierzu gar ehrerbietig. Wie er aber mitten in den Bach gekommen und den Pfleger auf dem Rücken getragen, so fragte er denselben, wo er denn hin wolle. Der Pfleger gab zur Antwort: »Ich muß sehen, daß ich andere Dienst bekomme.« Der Bauer sagt: »Wie, seid Ihr nicht mehr bei unseren Edelmann und Herrschaft?« Der Pfleger sagte: »Nein.« Darauf sagte der Bauer: »So trag Dich der Teufel«, und wurf ihn darmit in Bach und lief darvon.

Diejenige, so allzuhart mit dem armen Bauersmann verfahren, verdienen nicht allein dergleichen Dinge, sondern haben andere Strafe von Gott zu gewarten.

 


 

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