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Magnus Gottfried Lichtwer: Fabeln - Kapitel 91
Quellenangabe
typefable
booktitleLichtwer's Fabeln
authorMagnus Gottfried Lichtwer
year1842
firstpub1748
publisherBibliographisches Institut
addressHildburghausen und Amsterdam
titleFabeln
pages188
created20110426
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Die zwei Kaninchen.

        Unter eines Kirschbaums Schatten
Hielten zwei Kaninchen Rast,
Zwei Kaninchen, Wirth und Gast,
Und, als sie geruhet hatten,
Scherzten sie im Gras herum,
Treten manches Blümchen krumm,
Das erst gestern aufgeblühet,
Hüpfen hin und hüpfen her,
Bis der Gast von ungefähr
Ueber sich was Fremdes siehet.

    Gleich hebt er den Kopf empor,
Macht ein Männchen, spitzt das Ohr,
Und erblicket einen Schützen,
Zwar von Stein (ihm unbekannt),
Seine Flint' auf ihn gewandt,
Um ihm auf den Pelz zu blitzen.
Unserm Häschen wird so heiß,
Daß es nicht zu bleiben weiß.

    Endlich merkt es sein Geselle:
Freund! rief er, was soll das seyn?
Jagt dir etwas Schrecken ein?
Freilich grauet meinem Felle
Vor dem Jäger, der dort liegt.

    Ach! sprach Jener, sey vergnügt,
Der hat Keinen ausgerottet.
Wisse, dieser böse Mann
Zielt, so lang' ich denken kann.

* * *

Zorn mit Ohnmacht wird verspottet.

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