Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Magnus Gottfried Lichtwer: Fabeln - Kapitel 87
Quellenangabe
typefable
booktitleLichtwer's Fabeln
authorMagnus Gottfried Lichtwer
year1842
firstpub1748
publisherBibliographisches Institut
addressHildburghausen und Amsterdam
titleFabeln
pages188
created20110426
sendergerd.bouillon@t-online.de
Schließen

Navigation:

Die Mäuse.

            Es sprach unlängst im Rath der Mäuse
Ein junger Rathsherr von der Reise,
Die er vollbracht, und was dabei
Ihm selber zugestoßen sey.
Was unter finstrer Dächer Höhlen
Er hörte, schmeckte, sah und roch,
Berührte, speis'te, fand, bekroch,
Das wußt' er deutlich zu erzählen.

    Ja, fuhr er fort, auf manchen Böden
Sind Thiere, die wie Mäuse reden,
Sie sehn uns gleich vom Kopf zum Bauch,
Sie sind geöhrt, wie wir, und rauch.
Doch, hört, ich sage keine Lügen,
Sie hüllen sich, so groß als klein,
In dünne, braune Mäntel ein,
Darinnen sie wie Vögel fliegen.

    Da riefen zwei erfahrne Greise:
Du Narr, das waren Fledermäuse,
Die man hier täglich sehen kann;
Um dieser willen durfte man
Dich nicht in fremde Länder senden.

* * *

    Und so verreisen viel ein Lehn,
Um in Paris ein Ding zu sehn,
Das sie umsonst zu Hause fänden.
 << Kapitel 86  Kapitel 88 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.