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Magnus Gottfried Lichtwer: Fabeln - Kapitel 8
Quellenangabe
typefable
booktitleLichtwer's Fabeln
authorMagnus Gottfried Lichtwer
year1842
firstpub1748
publisherBibliographisches Institut
addressHildburghausen und Amsterdam
titleFabeln
pages188
created20110426
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Das Reiterpferd.

        Ein jeder Weiser ist ein Held,
    Er lässet sich den Tod nicht schrecken;
Der Tod kömmt ja gewiß, er kömmt zu aller Welt,
    Was sollt' er sich vor ihm verstecken?
    Es bring' ihn Feuer, Wasser, Erde,
    Es bring' ihn endlich Wind und Luft,
    So ist's ein Tod und eine Gruft.
Er zeigt sich überall mit einerlei Geberde,
    Und ist ein unvermeidlich Ding,
Man stürbe doch ein Mal, und wenn man ewig klagte . . .
Merkt, was das Reiterpferd zu seinen Freunden sagte,
    Als es nunmehr zu Felde ging,
    Und bei dem Abschied die Befreund'ten,
    Die alten Ackergäule, weinten,
So sprach es: Ihr beklagt mich wirklich ohne Noth,
    Ich geh' in einen edeln Tod,
Und sterbe jung mit Ruhm; mich wird man einst besingen,
Euch wird ein schnöder Tod einst auf den Anger bringen.

* * *

    Wie Manche schliefen jetzt mit Ehren,
Wenn sie zu früh gestorben wären?
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