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Magnus Gottfried Lichtwer: Fabeln - Kapitel 77
Quellenangabe
typefable
booktitleLichtwer's Fabeln
authorMagnus Gottfried Lichtwer
year1842
firstpub1748
publisherBibliographisches Institut
addressHildburghausen und Amsterdam
titleFabeln
pages188
created20110426
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Die Füchse.

            Zwei Füchse, Sohn und Vater, schlichen,
Als kaum die Mitternacht verstrichen,
Um ein entschlaf'nes Dorf herum,
Voll böser Absicht, leis' und stumm.

    Sie nahten eines Hofes Ställen,
Da hörten sie die Hunde bellen,
Die Thüren knarren, Hähne krähn;
Der alte Fuchs sprach: laß uns gehn!

    Hier wird der Angriff nicht gelingen,
Daher sie sachte weiter gingen.
D'rauf stellt ein andrer Hof sich dar,
Darinnen Alles stille war.

    Nur hört der Sohn, nicht ohne Schaudern,
Viel Gänse mit einander plaudern.
Der Alte sprach: dies schadet nicht,
Hier bellt kein Hund, ich seh' kein Licht.

    Sie brachen ein mit gutem Glücke,
Und aßen sich an Gänsen dicke.

* * *

Nicht leicht droht Unfall einer Macht,
Sobald der Pöbel schweigt, und die Regierung wacht.

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