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Magnus Gottfried Lichtwer: Fabeln - Kapitel 52
Quellenangabe
typefable
booktitleLichtwer's Fabeln
authorMagnus Gottfried Lichtwer
year1842
firstpub1748
publisherBibliographisches Institut
addressHildburghausen und Amsterdam
titleFabeln
pages188
created20110426
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Der Satyrenschreiber.

            Es setzte sich ein Dichter hin,
    Und schrieb ein ganzes Buch Satyren;
Der Pöbel sprach davon nach seinem Eigensinn,
Es hieß: ein jeder Thor will jetzt philosophiren;
    Seht diesen neuen Elihu.
    Er wird die Türken noch bekehren,
    Das Strafamt kömmt dem Priester zu,
Man wird's zu rechter Zeit schon von der Kanzel hören,
    Wer sich an seiner Pflicht versäumt.

        Hört, sagte der Poet, was thut Ihr denn so spröde?
Der Priester predigt Euch in ungebundner Rede,
    Und meine Predigt ist gereimt.
Zum Lehramt steiget man durch unterschiedne Stufen,
    Ich durch die Poesie, ein Andrer neben mir
Durch seine Redekunst. Wer hat Dich denn berufen?
Ach, Ihr bedenkt es nicht, Ihr guten Kinder, Ihr.
    Wer den Beruf erwarten wollte,
Ich glaube, daß er wohl Zeitlebens warten sollte.

* * *

    Der Trieb, den Gott in Jedem schuf,
Ist sein natürlicher Beruf.
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