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Magnus Gottfried Lichtwer: Fabeln - Kapitel 48
Quellenangabe
typefable
booktitleLichtwer's Fabeln
authorMagnus Gottfried Lichtwer
year1842
firstpub1748
publisherBibliographisches Institut
addressHildburghausen und Amsterdam
titleFabeln
pages188
created20110426
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Die Fische.

                    Der Hochmuth kam einmal in's Meer,
    Und fuhr den Fischen in die Köpfe,
    Es war vom Blackfisch bis zum Stör
    Kein so geringes Seegeschöpfe,
Es wünschte, was zu seyn. Des Fischmonarchen Haus
    War damals voller Supplikanten,
Die meisten wirkten sich besondre Titel aus,
    Worin sie selber sich verkannten.
Dem Stockfisch kam der Rang zu allerletzt in Sinn,
Er schwamm zum Wallfisch hin, und klagte nach der Länge,
    Daß Stockfisch schlechtweg künftighin
    Ein wenig zu verächtlich klänge.
    Nein, Stockfisch sollst du ferner seyn,
    Fiel ihm der Fische König ein,
Doch hast du dich des Rangs noch über Stör und Hayen
    Auf ewig künftig zu erfreuen.
Vergnügt schwamm er davon. Der Ruf durchdrang das Meer,
Und kurz darauf erschien ein Supplikantenheer;
    Die Fische drängten sich bei Haufen,
    Den Stockfischtitel zu erkaufen.

* * *

            Räumt erst dem Esel Würden ein,
Und lasset ihn den Sack zum Ehrenzeichen tragen,
    So will ein Jeder Esel seyn;
    Man wird sich um die Säcke schlagen.
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