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Magnus Gottfried Lichtwer: Fabeln - Kapitel 47
Quellenangabe
typefable
booktitleLichtwer's Fabeln
authorMagnus Gottfried Lichtwer
year1842
firstpub1748
publisherBibliographisches Institut
addressHildburghausen und Amsterdam
titleFabeln
pages188
created20110426
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Der Maler.

                    Ein alter Maler ward halb blind,
        Und wie die alten Maler sind,
So mocht' er dennoch gern Gemälde sehn und richten;
Denn den gewohnten Trieb kann blos der Tod vernichten.
        Einst sah' er in dem VatikanRaphaël a représenté le Père Eternel dans le dernier tableau de la première Loge, avec une majesté au-dessus de l'humaine. Il n'inspire pas une simple vénération, il imprime une terreur respectueuse. Réflexions critiques sur la poësie et la peinture, par l'Abbé du Bos, Tom. II. Sect. V.
Das Kunststück Raphael's, das Bild des Schöpfers, an,
Wo uns die Majestät deß, der die Welt regieret,
        Mit einem heil'gen Schauder rühret.
Der Maler sah es an, und schüttelte den Kopf;
Euch um mich Stehenden muß ich doch was entdecken,
Der Raphael, sprach er, das war ein schlechter Tropf;
        Sein Kunststück hat zwei große Flecken.
        Nein, Freund, wir werden nichts gewahr,
Antwortete man ihm, du aber hast den Staar,
        Die Flecken sind in deinen Augen;
Des Blinden Urtheil kann von Farben gar nichts taugen.
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