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Magnus Gottfried Lichtwer: Fabeln - Kapitel 46
Quellenangabe
typefable
booktitleLichtwer's Fabeln
authorMagnus Gottfried Lichtwer
year1842
firstpub1748
publisherBibliographisches Institut
addressHildburghausen und Amsterdam
titleFabeln
pages188
created20110426
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Ein Collektivum zu Frankfurt a. M.

                      Der Thiere Häupter machten Friede,
        Des nimmersatten Krieges müde,
Doch mit Bewilligung des thierischen Geschlechts
        Und Vorbehalt jedweden Rechts.
Ein Reichsgerichte soll, was streitig blieb, entscheiden.
        Man willigte darein mit Freuden.
Die Schlang', ein kriechend Thier, ward, weil ihr Witz bekannt,
        Zum Reichs-Schultheißenamt ernannt.
        Beisitzer waren Murmelthiere,
        Wenn Einer wachte, schliefen Viere,
        Schildkröten von bewährter Treu'
        Verwalteten die Kanzelei,
        Die Schnecken wurden Advokaten,
        Die hundertjähr'ge Fristen baten.
Man sagt, daß dies Gericht nie Jemand Unrecht that,
Und daß von ihrem Spruch nie Jemand appellirte;
Denn eh' der Reichsschultheiß ein Urtheil publicirte,
        Verschied Partei und Advokat.
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