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Magnus Gottfried Lichtwer: Fabeln - Kapitel 26
Quellenangabe
typefable
booktitleLichtwer's Fabeln
authorMagnus Gottfried Lichtwer
year1842
firstpub1748
publisherBibliographisches Institut
addressHildburghausen und Amsterdam
titleFabeln
pages188
created20110426
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Der Hirte und die Heerde.

            Der Wolf naht sich von dem Gebirge,
Auf, Hirte. laß die Hunde los,
Daß er nicht Damon's Heerde würge,
So riefen ängstlich Klein und Groß.

    Der Hirte ließ die Heerd' im Stiche,
Und lief an einen sichern Ort,
Mit ihm, gewohnt der alten Schliche,
Lief eine Kuppel Hunde fort.

    Der Wolf fiel in die arme Heerde,
Und mancher Bock gab Haare her,
Was er nicht fraß, fiel wund zur Erde;
So zog er fort, vom Raube schwer.

    Der Hirte kam nunmehr geschlichen,
Als weiter nichts zu fürchten war.
Warum bist du von uns gewichen?
Schrie die zurückgeblieb'ne Schaar.

    Der Hirte sprach. Ich wollte bleiben;
Allein der Wolf schien damals mir
Viel größer, als es zu beschreiben.
Wie groß denn? – wie ein junger Stier.

    Pfui! sagten die betrübten Thiere,
Schämst du dich nicht, verzagter Thor?
Die Furcht stellt Wölfe groß als Stiere,
Geschwader groß, wie Heere vor.

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