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Magnus Gottfried Lichtwer: Fabeln - Kapitel 24
Quellenangabe
typefable
booktitleLichtwer's Fabeln
authorMagnus Gottfried Lichtwer
year1842
firstpub1748
publisherBibliographisches Institut
addressHildburghausen und Amsterdam
titleFabeln
pages188
created20110426
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Die Katzen und der Hausherr.

            Thier' und Menschen schliefen feste,
Selbst der Hausprophete schwieg,
Als ein Schwarm geschwänzter Gäste
Von den nächsten Dächern stieg.

    In dem Vorsaal eines Reichen
Stimmten sie ihr Liedchen an,
So ein Lied, das Stein' erweichen,
Menschen rasend machen kann.

    Hinz, des Murners Schwiegervater,
Schlug den Tact erbärmlich schön,
Und zwei abgelebte Kater
Quälten sich, ihm beizustehn.

    Endlich tanzten alle Katzen,
Poltern, lärmen, daß es kracht,
Zischen, heulen, sprudeln, kratzen,
Bis der Herr im Haus erwacht.

    Dieser springt mit einem Prügel
In dem finstern Saal herum,
Schlägt um sich, zerstößt den Spiegel,
Wirft ein Dutzend Schalen um,

    Stolpert über ein'ge Späne,
Stürzt im Fallen auf die Uhr,
Und zerbricht zwei Reihen Zähne:
Blinder Eifer schadet nur.

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