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Magnus Gottfried Lichtwer: Fabeln - Kapitel 21
Quellenangabe
typefable
booktitleLichtwer's Fabeln
authorMagnus Gottfried Lichtwer
year1842
firstpub1748
publisherBibliographisches Institut
addressHildburghausen und Amsterdam
titleFabeln
pages188
created20110426
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Der Wandersmann und der Kolibri.

        Ein Mensch, der sich die Welt nie überdrüssig sah,
    Der hinter Nubien, zu London und Surate,
    In Lappland, Tripoli und Japan Brüder hatte,
        Kam endlich nach Amerika.
Dergleichen lange Fahrt pflegt Schiffer abzumatten,
    Er warf sich unter einen Baum,
    Um unter dessen kühlen Schatten
Ein wenig auszuruhn; allein er schlummert kaum,
    Als ihn ein stark Geräusch erwecket,
    Wovon er keinen Grund entdecket.
Indem er um sich sieht, so fliegt ein Vögelein
Aus dem belaubten Ast, in dessen bunten Flügeln
    Sich Gold und Iris Farben spiegeln.
    Der Vogel selbst war wunderklein,
    Und kaum von Maienkäfers Dicke.
    Kannst du so rauschen, o du Mücke.
Rief hier der Wandersmann: Ja, sprach der Kolibri,
    Hierüber darfst du dich nicht härmen,
    Es heißt bei Menschen wie bei'm Vieh:
    Der Kleinste macht den größten Lärmen.
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