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Iwan Andrejewitsch Krylow: Fabeln - Kapitel 96
Quellenangabe
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typelegend
authorIwan Andrejewitsch Krylow
titleFabeln
publisherVerlag Philipp Reclam jun. Leipzig
seriesReclams Universal-Bibliothek
volumeBand 143
printrun5. Auflage
year1976
firstpub1874
translatorFerdinand Löwe
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20100318
modified20170607
projectidb7f4ecb8
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95. Das Eichhörnchen

Im Dorfe, es war Sonntag grade,
unter der Herrschaft Fenster stand
das Volk und gaffte unverwandt
nach einem Eichhörnchen im Rade.
Auch eine Drossel auf der Birke staunt –
denn rennen sieht man es, daß bald die Pfötchen flimmern
und bald des Schweifes Büschel schimmern.
»Hör, Nachbar«, hat ihm da die Drossel zugeraunt,
»was machst du hier, kannst du mir's sagen?« –
»Freundin, ich muß den ganzen Tag mich plagen,
bei einem großen Herrn bin ich Kurier,
ich kann zum Essen kaum die Zeit mir gönnen,
ja, kaum zum Atmen schier . . .« –
und damit fängt es wieder an zu rennen.
Die Drossel flieget fort und spricht:
»Ich streite nicht,
du rennest wie ein Daus,
doch aus dem Fenster kommst du nicht heraus.«

Seht, wie geschäftig müht sich der Geselle!
Das ist ein Treiben, alles schaut
bewundernd zu; er fährt noch aus der Haut.
Doch nichts kommt von der Stelle;
ganz wie das Eichhörnchen in seines Rades Welle.

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