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Iwan Andrejewitsch Krylow: Fabeln - Kapitel 95
Quellenangabe
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typelegend
authorIwan Andrejewitsch Krylow
titleFabeln
publisherVerlag Philipp Reclam jun. Leipzig
seriesReclams Universal-Bibliothek
volumeBand 143
printrun5. Auflage
year1976
firstpub1874
translatorFerdinand Löwe
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20100318
modified20170607
projectidb7f4ecb8
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94. Der Schäfer

Beim Thomas, der des Leibherrn Herde hütet,
nahm auf einmal die Zahl der Schäflein ab.
Der brave Knab'
ist außer sich, er weint und wütet,
klagt seinen Kummer allen und erzählt,
daß ihn ein böser Wolf so quält;
der schleppe ihm die Schafe aus dem Stalle
und würge sie erbarmungslos.
Kein Wunder, rufen alle,
des Wolfs Erbarmen mit dem Schaf war niemals groß!
Man sinnt nun, wie man vor dem Wolf sich schütze.
Doch warum hat man wohl in Thomas' Ofen
bald Schtschi mit Hammelfleisch, bald Grütze
mit Hammelkeule angetroffen?
(Thomas war nämlich Koch – da er sich schlecht geführt,
ward er aufs Dorf geschickt als Hirt,
so kommt die Küche unsrer ziemlich nah.)
Man fahndet auf den Wolf, dem alle Welt jetzt flucht,
durchstreift den ganzen Wald – er wird umsonst gesucht,
er ist nicht da.
Ihr Freunde, laßt es sein! Der Wolf leiht nur den Namen –
die Schafe frißt der Thomas. Amen.

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