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Iwan Andrejewitsch Krylow: Fabeln - Kapitel 51
Quellenangabe
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typelegend
authorIwan Andrejewitsch Krylow
titleFabeln
publisherVerlag Philipp Reclam jun. Leipzig
seriesReclams Universal-Bibliothek
volumeBand 143
printrun5. Auflage
year1976
firstpub1874
translatorFerdinand Löwe
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20100318
modified20170607
projectidb7f4ecb8
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50. Der Löwe als Jagdgenosse

Der Fuchs, der Wolf, der Leu, der Hund,
die lebten alle vier
in einem und demselben Waldrevier
und schlossen miteinander einen Bund.
Sie kamen nämlich miteinander überein,
gemeinschaftlich das Weidwerk zu betreiben,
gemeinschaftlich sollt' auch die Beute sein.
Nun traf es sich
gar wunderlich,
auch wüßt' ich es nicht näher zu beschreiben,
genug, es fing sich einen Hirsch der Fuchs.
Er schickt die Boten flugs,
dem Pakt gemäß, an seine Kameraden,
zur Teilung einzuladen.
Man stellt sich lüstern ein. Der Löwe reckt die Krallen
und sieht sich scharf ringsum:
»Vier wären wir«, spricht er, »ihr Freunde und Vasallen;
den Hirsch zerreiß' ich in vier Stücke drum.
Und jetzt zur Teilung. Dies hier ist mein Teil
laut dem Vertrage:
Das zweite eignet mir, als Löwen, ohne Frage;
das da ist mein, derweil
ich hier der Stärkste, und – bei meiner Tatze!
wer nur die Pfote bringt ans vierte Teil,
der kommt lebendig nicht vom Platze!«

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