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Iwan Andrejewitsch Krylow: Fabeln - Kapitel 39
Quellenangabe
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typelegend
authorIwan Andrejewitsch Krylow
titleFabeln
publisherVerlag Philipp Reclam jun. Leipzig
seriesReclams Universal-Bibliothek
volumeBand 143
printrun5. Auflage
year1976
firstpub1874
translatorFerdinand Löwe
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20100318
modified20170607
projectidb7f4ecb8
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38. Die Sau

Die Sau ist in den Herrenhof gebrochen
und streicht um Küch' und Stall;
da hat sie viel geschnuppert und gerochen
und ist in jedes schmutz'ge Loch gekrochen
und hat im Dreck gewälzt sich überall.
Dann kommt sie heim
als rechtes Schwein.
Der Hirt sie fragt:
»Nun, Grete, was hast du denn dort gesehen?
Man sagt,
daß sich die Reichen blähen
mit ihrer Pracht:
Von Perlen soll es schimmern und Juwelen
in ihren Sälen.«
Die Grete grunzt: »Was nur die Leute schwätzen!
Ich habe nichts entdeckt von solchen Schätzen
und habe doch in Pfützen und in Gossen
gesteckt den Rüssel unverdrossen.
Den ganzen Hinterhof durchwühlt' ich kreuz und quer,
ich fand nur Kehricht, Spülicht und nichts mehr.«

Ich will mit Parallelen niemand kränken,
doch hat ein Kritikus so blöde Augen,
daß sie das Schlechte nur zu sehen taugen,
muß man da nicht an diese Sau hier denken?

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