Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Edward Bulwer-Lytton: Eugen Aram - Kapitel 42
Quellenangabe
typefiction
authorEdward Lytton Bulwer
titleEugen Aram
publisherHalle a. d. S. Druck und Verlag von Otto Hendel
translatorFriedrich Notter
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
projectide45e0e22
created20070313
Schließen

Navigation:

Zweites Kapitel.

Der Gelehrte allein in seinem Zimmer. – Die Unterbrechung. – Getreue Liebe.

Necquicquam thalamo graves Hastas – – Vitabis, strepitumque, et celerem sequi Ajacem.
Horat. Od. XV. lib. L

Allein in seinem Lieblingszimmer, um ihn her die Werkzeuge der Wissenschaft, einige Schriften über astronomische Forschungen, einige andere von minder erhabenem aber noch abstrakterem Inhalt wie gewöhnlich auf den Tischen zerstreut – gab sich Eugen Aram den Betrachtungen hin, die, wie er glaubte, seine Gedanken zum letztenmal in Anspruch nahmen vor jenem großen Lebenswechsel, der ihm die Einsamkeit durch eine Gefährtin verschönern sollte.

»Ja,« sprach er, das Gemach mit gekreuzten Armen durchschreitend, »ja, alles ist sicher! Er wird nicht zurückkehren; zeugenlos schläft jetzt der Tote. Ich kann das arbeitende Haupt an den Busen legen, der mich liebt und darf nachts nicht auffahren und glauben, der sanfte Arm um meinem Nacken sei der Griff des Henkers. Zurück jetzt in dich selbst für ewig, mein geschäftiges Herz! Laß dein Geheimnis nicht aus deiner dunkeln Tiefe empor! Ein Siegel ist auf das Grab gelegt; fortan ruhe das Gespenst! – Ja, ich muß meine Stirn glätten und meine Lippen schweigen lehren und lächeln und sprechen wie andere Menschen. Ich hab' einen Wächter in mein Haus aufgenommen, einen zärtlichen, treuen, besorgten; – aber immer einen Wächter. Lebt wohl, ihr unbewachten Stunden! – ihr seelenerleichterden Worte – du dunkle und gebrochene, aber doch so liebe Zwiesprache mit dem eigenen Selbst – lebt wohl! Und komm, du Schleier! Geschmeidig, dicht und unveränderlich umhülle mich, du ewiger Fluch vollendeter Verstellung, daß unter dir, wie unter der Nacht, die gequälte Welt meines Busens regungslos schlafe und was nur Verheimlichung ist, Ruhe scheine!«

Er hatte diese Gedanken laut gesprochen und blickte jetzt stumm hinaus auf das weitgedehnte Gelände unter ihm. Ein dicker, fröstelnder, unerquicklicher Nebel lag verdüsternd über der Erde. Kein Laub regte sich an den herbstlichen Bäumen, aber mit traurigem Geriesel fiel der feuchte Duft langsam aufs bewegungslose Gras. Die Morgensonne war in ihrem Umriß sichtbar, aber kein Glanz strahlte von ihr aus; ein wässeriger, trüber Dunstring umgürtete ihre schwermütige Scheibe. Fern am Eingang in das Thal blickte das wilde Farnkraut rot und welk herüber. Der erste Schritt des tödlichen Winters war bereits verkündet durch jene wilde, schweigende Verödung, die Wiege der Winde und Stürme. Aber mitten durch den unerfreulichen Schauplatz wogte der entfernte Ruf der heitern Hochzeitsglocke wie der gute Geist der Wildnis. Mehr, indem er auf diesen Ruf horchte, als weil er die Gegend überschaute, war der Gelehrte in Schweigen gesunken.

»Meine Hochzeitsglocke!« sprach er endlich. »Konnt' ich noch vor zwei kurzen Jahren von so was träumen! Meine Hochzeitsglocke! mit welchem Entzücken pflegte mir meine arme Mutter, als sie zuerst auf ihren jungen Schüler stolz zu sein lernte, diesen Tag zu verkünden; wie schmolz ihr diese Feier mit der Ehre und dem Reichtum zusammen, die ihr Sohn dereinst gewinnen würde. Ach! giebt es keine Wissenschaft die Sterne der Zukunft zu zählen und ihre schwarzen Verfinsterungen voraus zu verkünden? Aber stille! stille! stille! Ich bin jetzt glücklich; ich will es, soll es sein! Erinnerung, ich biete dir Trotz!«

Er sprach die letzten Worte mit tiefer, kräftiger Stimme und trat, als das freudige Geläut von neuem deutlich in sein Ohr drang, vom Fenster.

»Meine Hochzeitsglocke! Madeline! wie unendlich lieb' ich dich, wie unaussprechlich teuer bist du mir! Was hast du besiegt! wie viel Gründe zu meinen Entschließungen, welch ungeheures Heer, das über meiner Vergangenheit lagert, hast du in holder, zarter Reinheit überwunden! Aber nimmer, nimmer soll es mich gereuen!« Und mehrere Minuten lang war Liebe der einzige Gedanke in seinem einsamen Selbstgespräch. Doch kaum ihm selbst bewußt hatte ein keineswegs für solch' bräutlichen Tag geeignet scheinender Geist Besitz von seiner Brust genommen; unklar und treibend, einwachsend in den dunkeln, schwankenden Schatten eines herannahenden Wechsels, ließ derselbe irgend einer helleren, heiterern Empfindung nicht länger die Oberhand.

»Und woher?« sprach er, als dieser Geist mehr und mehr Gewalt über ihn gewann, und er vor den Fernröhren seiner geliebten Wissenschaft stehen blieb, »und woher dieser Schauer, dieses Erstarren mitten in der Hoffnung? Kann der bloße Hauch der Jahreszeit, die Schwere oder Leichtigkeit des Dunstkreises, kann das äußerliche Grollen oder Lächeln der rohen Masse, die wir Natur nennen, so auf uns einwirken? Pfui über unser eitles Wissen, unsere leere Kenntnis, unsere ärmlichen Forschungen, wenn uns die elende Scholle, die alltägliche Luft also aus unserem einzigen großen Herrschergebiet – aus uns selbst – herauszuschrecken vermag! Großer Gott! sind wir Geschöpfe deiner Gnade oder deiner Verachtung? In diese enge Welt geworfen – Finsternis und Gewölk um uns her – kein festes Gesetz für den Menschen – Glauben, Sittengebote unter jedem Himmelsstrich wechselnd und, wie Gras, Erzeugnis des bloßen Bodens – mühen wir uns ab, Schatten zu verjagen, tappen umher, schlagen den einzigen Lichtfunken aus dem Herzen, aus unserer unermüdlichen scharfen Arbeit hervor, – zu was? Damit wir sehen, wie ewig getäuscht wir sind! Geschöpfe des Zufalls, Werkzeuge der Umstände, blindes Gerät des höhnenden Schicksals; – der Geist, die Vernunft selbst unterwürfige Sklaven der Wünsche, der Schwächen des Fleisches. Sklaven durch Wolken umhüllt, durch den Qualm fauler Sümpfe verdumpft; – durch die Ausdünstung eines Moders von der Kraft zur Schwäche, vom Verstand zum Wahnwitz, zum stierenden Blödsinn, oder zur tobenden Raserei herabgestürzt! – Eine Erkältung, ein Fieber, und Cäsar zittert! Die Götter der Welt, die Töter oder Erleuchter von Millionen, armes Spielwerk desselben wuchernden Gärungsstoffes, der den Schwamm hervorbringt oder den Wurm ausbrütet! Wie wenig wert ist's, in diesem Leben weise zu sein! Seltsam, seltsam, wie mir das Herz sinkt. – Doch um so besser ist die Vorbedeutung, um so besser! In Gefahr sank es nie.«

In diese Betrachtungen vertieft, hatte Aram nicht bemerkt, daß das Geläut schon vor einigen Minuten plötzlich abgebrochen worden; aber jetzt, da er nach unregelmäßigem Hinschreiten durchs Zimmer wieder stehen blieb, fiel ihm die Stille auf. Hinausschauend, strengte er sein Ohr an, um die Töne wieder zu vernehmen, als er sah, daß eine kleine Menschengruppe, unter welcher er die aufrechte, stattliche Gestalt Rowland Lesters bemerkte, sich dem Hause näherte.

»Wie!« dachte er, »suchen die mich? Ist's schon so spät? Hab' ich den Säumigen gemacht? Nein, noch fehlt beinahe eine Stunde bis zur Zeit, wo sie mich erwarteten. So ist's wohl eine Freundlichkeit, eine Aufmerksamkeit von meinem guten Schwiegerpapa; ich muß ihm dafür danken. – Was! meine Hand zittert, wie schwach sind diese armseligen Nerven; ich muß ruhen und meine Gedanken wieder zusammennehmen.«

Und sei's die Neuheit und Wichtigkeit des Ereignisses, dessen Feier ihm bevorstand, oder ein weniger erklärbares Vorgefühl, das, wie er sich einreden wollte, Wirkung der schwermütigen plötzlichen Veränderung in der Atmosphäre war, – wirklich machte sich eine Verwirrung, ein Schwanken, eine Angst, die gegen Arams sonst so ruhige, feste Selbstbeherrschung sehr abstach, auf eine peinliche Weise in seinem ganzen Wesen fühlbar. Er sank auf seinen Stuhl nieder und suchte sich zu sammeln, ein Bestreben, worin er's eben zum gewünschten Ziele gebracht, als sich ein lautes Klopfen am äußeren Thore hören ließ; es schlug auf und mehrere Stimmen ertönten. Bleich, atemlos, mit bebenden Lippen sprang Aram empor.

»Großer Gott!« rief er, die Hände ringend. »Mörder – hieß das Wort, das ich unten schreien hörte? – Zudem war es Walter Lesters Stimme! Ist er zurückgekehrt? – Kann er erfahren haben ....?«

Zur Thür stürzen, gegen dieselbe eine lange, schwere eiserne Stange stemmen, die einem Angriff von nicht geringer Kraft widerstehen mochte, war das erste, was er vornahm. So in stand gesetzt, Zeit zur Überlegung zu gewinnen, durchflog sein reger, aufgeschreckter Geist das ganze Feld der Rettungsmittel und Vermutungen.

»Mörder – haltet mich nicht,« rief Walter von neuem von unten herauf; »meine Hand soll den Mörder ergreifen.«

So gab es denn nichts mehr zu vermuten; Gefahr und Tod waren im Anlauf gegen ihn: entfliehen – wie? – wohin? Die Höhe des Zimmers ließ den Gedanken an einen Sprung aus dem Fenster nicht zu! Durch das Thor? – Schon hörte er laute Schritte die Treppe heraufstürmen. – Krampfhaft packten seine Hände die Gegend seiner Brust, wo er gewöhnlich die Pistolen zu tragen pflegte; – er hatte sie im untern Zimmer gelassen! Dies war für seinen entschlossenen, tapfern Geist der bitterste Gedanke von allen. Er warf einen einzigen Augenblitz durchs Zimmer – keine Waffe irgend einer Art war zur Hand. Sein Gehirn schwankte einen Moment, sein Atem keuchte, eine tödliche Schwäche kam über sein Herz und dann triumphierte der Geist über alles. Er hob sich zu seiner ganzen Höhe empor, faltete die Arme entschlossen über der Brust und murmelte:

»Der Ankläger kommt, – noch bleibt mir übrig, die Beschuldigung zurückzuweisen.« – Er stand bereit, dem ärgsten entgegenzutreten, von der Hoffnung, den Streichen desselben zu entgehen, noch nicht verlassen.

Wie sich das Wasser über dem Gegenstand schließt, der es geteilt hat, waren all diese Gedanken, diese Befürchtungen, dieser Entschluß nur das Werk, die Bewegung und die nachfolgende Ruhe eines Augenblicks gewesen; dieser Augenblick war vorüber.

»Aufgemacht!« rief Walter Lesters Stimme, indem er wild gegen die Thür pochte.

»Nicht so ungestüm, Knabe,« sagte Lester, die Hand auf des Neffen Schulter legend, »deine Aussage bedarf noch des Beweises – ich glaube ihr nicht: behandle ihn so lange als einen Unschuldigen, ich bitte, ich befehle es dir, bis du bewiesen hast, daß er schuldig ist.«

»Weg, Oheim!« rief der tobende Walter. »Er ist meines Vaters Mörder. Gott hat die Vergeltung in meine Hände gelegt.« Diese mit leiserem Ton als bisher gesprochenen Worte drangen nur undeutlich durch die massive Thür zu Arams Gehör.

»Auf, oder wir brechen mit Gewalt ein!« schrie Walter von neuem, und Aram, jetzt zum erstenmal seine Stimme erhebend, erwiderte mit klarer, volltönender Stimme, so daß, hätte ein Engel gesprochen, er Rowland Lesters Herz nicht mächtiger von der Schuldlosigkeit des Gelehrten überzeugt haben würde.

»Wer klopft so heftig? – Was soll diese Gewaltsamkeit? Ich öffne meine Thür meinen Freunden. Ist es ein Freund der Einlaß begehrt?«

»Ich begehre ihn,« entgegnete Rowland Lester mit bebender, unsicherer Stimme. »Ein furchtbares Mißverständniß scheint obzuwalten; treten Sie heraus, Eugen; mit einem einzigen Wort können Sie sich rechtfertigen.«

»Sind Sie es, Rowland Lester? Das ist genug. Ich war über meinen Büchern und hatte mich gegen überlästigen Zutritt gesichert – treten Sie ein!«

Die Stange wurde weggenommen, die Thür flog auf und selbst Walter Lester – selbst die Gerichtsdiener, die ihn begleiteten – wichen einen Augenblick zurück, als sie die stolze Stirn, die ganze hoheitsvolle Gegenwart, die so unveränderlich ruhigen Züge Eugen Arams vor sich sahen.

»Was wollen Sie, meine Herren?« fragte er unerschüttert, mit festem Ton, obwohl er in den Gerichtsdienern Gesichter aus seiner frühern Zeit und aus jener fernen Stadt erkannte, in der all seine Besorgnisse vor der Vergangenheit aufgehäuft lagen. Beim Ton seiner Stimme zerschmolz der Zauber, der für einige Sekunden die Schritte des rächenden Sohnes gehemmt hatte.

»Greift ihn!« rief er den Gerichtsdienern zu; »da ist euer Gefangener.«

»Halt!« entgegnete Aram zurückweichend: »auf wessen Vollmacht geschieht diese Gewaltthat? – Weshalb werd' ich festgenommen?«

»Hier!« schrie Walter mit knirschenden Zähnen, »hier unsere Ermächtigung! Du bist des Mordes angeklagt! Kennst du den Namen von Richard Hausman? Besinne dich – denke nach – oder den Namen von Daniel Clarke?«

Langsam schlug Aram seine Augen von dem Verhaftsbefehl auf, und man konnte sehen, daß sein Gesicht wirklich etwas bleicher als gewöhnlich war: aber sein Blick wurde nicht matter, seine Nerven zitterten nicht. Langsam wandte er den Kopf gegen Walter und senkte ihn nach einer kurzen Prüfung noch einmal auf das Papier.

»Der Name Hausman ist mir nicht unbekannt,« sagte er ruhig, aber mit Kraft.

»Und kennst du Daniel Clarke?«

»Was sollen diese Fragen?« rief Aram, die Geduld verlierend und heftig auf den Boden stampfend, »soll ein freier schuldloser Mann so auf das Verlangen, oder eher auf den gewaltsamen Angriff jedes gesetzlosen Knaben hin befragt werden? Bringt mich vor eine Obrigkeit, der ich schuldig bin Rede zu stehen– für dich, Knabe, ist meine Antwort Verachtung.«

»Hohe Worte sollen dich nicht retten, Mörder,« schrie Walter, sich vom Oheim, der ihn vergeblich zurückzuhalten suchte, losreißend, und faßte Arams Schulter mit seiner kräftigen Faust. Gräßlich war der Blick, der jetzt aus dem Auge des Gelehrten auf seinen Angreifer schoß, und so furchtbar arbeiteten und wechselten seine Züge unter den Stürmen in seinem Innern, daß selbst Walter ein seltsamer Schauder durch den Leib rieselte.

»Meine Herren,« sagte endlich Aram, seine Bewegung bemeisternd und einen Teil der Würde, die sein gewöhnliches Benehmen kennzeichnete, wieder gewinnend, indem er sich gegen die Gerichtsdiener wandte: – »Ich fordere Sie auf, Ihre Pflicht zu thun; ist dies eine rechtmäßige Vollmacht, so bin ich Ihr Gefangener, aber nicht der Gefangene dieses Menschen. Ich verlange Ihren Schutz gegen ihn!«

Walter hatte bereits den Arm losgelassen und sagte mit gedämpfter Stimme:

»Meine Heftigkeit mißleitete mich; Gewaltthat ist meiner heiligen Sache unwürdig. Gott und die Obrigkeit – nicht diese Hände sind meine Rächer.«

»Ihre Rächer!« sagte Aram, »was für dunkle Worte sind das? Der Verhaftsbefehl klagt mich des Mordes an einem Daniel Clarke an; welche Gemeinschaft haben Sie mit demselben?«

»Höre mich, Mensch!« sagte Walter, die Augen auf Arams Gesicht geheftet, »der Name Daniel Clarke war ein angenommener, der wirkliche Name war Gottfried Lester. Dieser ermordete Lester war mein Vater und der Bruder des Mannes, dessen Tochter du, wär' ich nicht heute gekommen, Weib genannt haben würdest.«

Aram fühlte, indem letztere Worte ausgesprochen wurden daß alle Blicke im Zimmer auf ihn gerichtet waren, und vielleicht befähigte ihn eben dieses Bewußtsein, durch kein äußeres Zeichen zu verraten, was während der schrecklichen Prüfung dieses Momentes in ihm vorgehen mußte.

»Das ist eine gräßliche Geschichte, wenn sie wahr ist,« sagte er; »gräßlich für mich, der so nahe mit diesem Hause verbunden ist. Aber bis jetzt ring' ich noch mit Schatten.«

»Was! Zeugt Ihr Gewissen noch nicht gegen Sie?« rief Walter, stutzig gemacht durch die Ruhe des Gefangenen. Hier aber trat Lester, der nicht länger an sich halten konnte, dazwischen; er drängte den Neffen zur Seite, stürzte auf Aram zu und fiel ihm weinend um den Hals.

»Ich klage dich nicht an, Eugen – mein Sohn – mein Sohn – ich fühl' – ich weiß, du bist unschuldig an diesem ungeheuern Frevel; irgend eine furchtbare Täuschung blendet dem armen Knaben da die Augen. Du – du, der aus dem Wege gehen würde, um einen Wurm nicht zu zertreten!« Und der arme alte Mann, von seinen Gefühlen überwältigt, konnte im buchstäblichen Sinne kein Wort weiter hervorbringen.

Aram blickte mit einer Miene des Mitleids auf Lester, sprach ihm mit liebevoller Rede Trost zu und versicherte ihm, alles würde sich aufklären. Sanft löste er sich aus seiner Umarmung und in dem sehnlichen Wunsche, einem solchen Auftritte ein Ende zu machen, winkte er den Gerichtsdienern still zum Aufbruch. Ergriffen von der Ruhe und Würde seines Benehmens, und dadurch vom Gedanken seiner Schuldlosigkeit lebhaft durchdrungen, behandelten ihn diese Leute mit ausgezeichneter Ehrerbietung. Sie gingen nicht einmal neben ihm, sondern ließen ihn hinten nachfolgen. Indem man die Treppe hinabstieg, wandte sich Aram mit bitterem Ausdruck des Vorwurfs an Walter:

»Und so mußte Ihr Haß gegen mich so weit gehen, junger Mann; kann nur mein Tod Sie zufriedenstellen?«

»Ist der Wunsch der Vergeltung an meines Vaters Mörder nur ein Verlangen des Hasses?« erwiderte Walter, obwohl ihn sein Herz beinahe im Zweifel lassen wollte über die Gründe, auf welche sein Verdacht sich stützte.

Aram lächelte wie halb aus Verachtung, halb aus Unglauben, schüttelte sanft den Kopf und ging ohne fernere Worte weiter.

Die drei alten Frauen, die in horchender Verwunderung am Fuße der Treppe stehen geblieben waren, wichen, als die Männer herabkamen, zurück. Die eine, die so lange Arams Dienerin gewesen, befand sich wegen ihrer Taubheit immer noch im Dunkeln und Ungewissen über die Ursachen seiner Verhaftung; aus eben diesem Grunde aber war ihr Schrecken um so größer und tiefgehender. Unter dem Gemurmel einer unverständlichen Verwünschung drängte sie die Gerichtsdiener ungeduldig weg, warf sich zu den Füßen ihres Herrn, dessen ruhiges Wesen und immer gleiche Freundlichkeit ihn ihrem demutsvollen getreuen Herzen teuer gemacht hatte, und rief:

»Was wollen sie thun, unterstehen sie sich, Sie zu mißhandeln? O Herr, Gott segne Sie! Gott schütze Sie, nie werd' ich Sie wiedersehen, der mein einziger Freund war, der jedes Menschen Freund war, nie wieder!«

Aram riß sich von ihr los und sagte mit bebender Stimme zu Rowland Lester:

»Wenn ihre Befürchtungen wahr sein sollten – wenn – wenn ich wirklich nicht mehr hierher zurückkehre, so sorgen Sie, daß sie in ihrem Alter nicht hungern darf – nicht Mangel leidet.«

Lester konnte vor Schluchzen nicht sprechen, aber die Bitte blieb ihm im Herzen. Aram wandte das stolze Haupt auf die Seite, um seine Rührung zu verbergen, und sah die Thür des Zimmers offen, das zu Madelines Empfang so festlich geschmückt war. Die Blumen lächelten ihm von ihren Gestellen herab zu. »Vorwärts, Ihr Herren!« sprach er schnell. So schied Eugen Aram von seiner Schwelle!

»Hoho!« brummte die alte Hexe, deren Voraussagungen an diesem Morgen nun in Erfüllung zu gehen schienen: »hoho! 'n andermal werdet ihr der Grete glauben! Die Vorsehung hält die Worte alter Leute in Ehren. Nicht umsonst haben mich die Ratten verwichene Nacht angegrinst. Aber kommt herein; wir wollen uns mit 'nem Glas Wein wärmen. Hihi! jetzt werden die starken Getränke alle uns zufallen; der Herr ist barmherzig gegen die Armen!«

Indem die kleine Gruppe sich durch das Thal hinbewegte, die Gerichtsdiener voraus, Aram und Lester nebeneinander, Walter etwas hinterdrein, die Hand auf der Pistole, das Auge auf dem Gefangenen, – suchte Lester diesen und sich selbst dadurch zu ermutigen, daß er den Wahnsinn einer solchen Anschuldigung und die Gewißheit unverweilter Lossprechung von seiten des Friedensrichters hervorhob, an welchen sie gewiesen waren, eines Beamten, der in gleichem Maße für den verständigsten wie für den gerechtesten in der Grafschaft galt. – Aram unterbrach ihn etwas jach:

»Mein Freund, für jetzt genug hiervon. Aber Madeline – was ist ihr bis jetzt bekannt?«

»Nichts. Natürlich hielten wir –«

»Sehr wohl – sehr wohl: Sie haben weise gehandelt. Wozu braucht sie jetzt etwas zu erfahren? Sagen Sie, eine Verhaftung um Schulden willen – ein Mißverständnis – eine Abwesenheit von höchstens einem Tage oder etwa – Sie verstehen mich.«

»Ja. Wollen Sie sie nicht vor Ihrer Abreise selbst sehen, Eugen, und ihr das mündlich sagen?«

»Ich – o Gott! – ich! für welchen dieser Tag – nein, nein: retten Sie mich, ich beschwöre Sie, vor der Qual eines solchen Kontrastes – vor einer ebenso traurigen als nutzlosen Unterredung. Nein, wir dürfen nicht zusammenkommen! Aber wohin gehen wir jetzt? Doch nicht durch all die thörichten Dorfschwätzer? – nicht durch den Haufen, der bereits angeregt ist zu gaffen, zu stieren, seine Vermutungen anzustellen über den – «

»Nein,« unterbrach ihn Lester, »die Wagen erwarten uns dort unten im Thal. Ich vergaß nicht, hierfür zu sorgen – denn der unbesonnene Knabe hinter uns scheint seine Natur verändert zu haben. Ich liebte – Gott, wie sehr ich meinen Bruder liebte! Aber ehe ich durch einen Verdacht derart der gesunden Vernunft Hohn spräche, möcht' ich lieber, daß jede Nachforschung über sein Schicksal auf ewig in Schlaf versänke.«

»Ihr Neffe,« entgegnete Aram, »ist mir immer übelgesinnt gewesen; aber verlieren wir keine Worte über ihn; denken wir einzig an Madeline. Wollen Sie gleich zu ihr hinüber, ihr irgend ein Märchen vorerzählen, um ihre Besorgnisse einzuschläfern, und uns dann eilig nachfolgen? Bis zu Ihrer Rückkehr bin ich unter Feinden allein.«

Lester wollte eben antworten, als sie bei einer Biegung des Weges, die ihnen die Wagen zu Gesicht brachte, zwei weißgekleidete Gestalten auf sich zueilen sahen. Ehe sich noch Aram auf die Überraschung hatte vorbereiten können, war Madeline bleich, zitternd und atemlos an seine Brust gesunken.

»Ich konnte sie nicht zurückhalten,« sagte Ellinor entschuldigend zum Vater.

»Zurück! und warum? bin ich nicht an der Stelle, wo ich hingehöre?« rief Madeline, das Antlitz von Arams Brust emporhebend. Indem ihre Augen sofort in der Gruppe umherliefen und dann auf Arams Gesicht stehen blieben, das jetzt nicht mehr ruhig, sondern voll Weh – Sturm – fehlgeschlagener Liebe – voraus empfundener Verzweiflung war, fuhr sie auf, wich in einer Angst, die ihr die Worte erstickte, langsam zurück, versuchte dreimal zu sprechen und vermochte es dreimal nicht.

»Aber was – was ist – was bedeutet dies?« rief Ellinor. »Was weinen Sie, Vater? Weshalb wendet Eugen das Gesicht ab? Sie antworten nicht. Sprechen Sie um Gottes Willen! Diese Fremden – wer sind sie? und du, Walter, du – warum bist du so blaß? Was runzelst du so die Stirn und schlägst die Arme übereinander? Du –du wirst mir sagen, was dieses schreckliche Schweigen – was dieser Anblick zu bedeuten hat! Sprich, Vetter – lieber Vetter, sprich!«

»Sprich!« rief Madeline. die endlich Stimme fand, mit dem scharfen, gespannten Ton des wilden Schreckens, in welchem kein Laut ihres natürlichen Wohlklangs zu erkennen war. Das einzige Wort tönte eher wie ein Angstschrei als wie eine Bitte, und so schneidend drang es durch die Herzen aller Anwesenden, daß selbst die Gerichtsdiener, trotz der Härte, zu welcher sie ihr Beruf gewöhnt hatte, empfanden, wie sie in diesem Augenblick lieber dem Tod hätten ins Angesicht schauen als einer solchen Aufforderung Folge leisten mögen.

Eine totenstille, lange, furchtbare Pause! – Endlich brach Aram dieselbe. »Madeline Lester,« sprach er, »zeige dich würdig der Stunde der Prüfung. Ermutige dich; erhebe dein Herz, sei gefaßt! Du bist die Verlobte eines Mannes, dessen Seele vor den zornigen Worten der Menschen nie erbebte. Daran gedenke und fürchte dich nicht!«

»Ich will keine Furcht zeigen – ich will nicht, Eugen! Sprich nur, sprich!«

»Du hast mich geliebt, da man Gutes von mir sagte; vertraue jetzt auf mich, da man Übles von mir sagt. Man klagt mich eines Verbrechens an – eines grauenhaften Verbrechens. Zuerst wollt' ich dir die wahre Anschuldigung nicht sagen; verzeih' mir, ich that dir unrecht, jetzt sollst du alles erfahren! Ich bin eines Verbrechens angeklagt, sag' ich. Welches Verbrechens, fragst du. Ach, ich selbst weiß es kaum, so unbestimmt ist die Beschuldigung – so wutentbrannt der Ankläger. Fasse dich, Madeline, es ist das Verbrechen des – Mordes!«

Madeline, deren Geist durch den hohen ernsten Ton, worin Aram ihr zugesprochen, sich erhoben hatte, ließ, obwohl eine leichenhafte Blässe sie überlief – obwohl der Boden rund um sie her schwamm, den Schrei nicht aufkommen, der sich auf ihre Lippen drängte, als diese fürchterlichen Worte ihre Seele durchbohrten.

»Du! – Ein Mord – du! Und wer wagt's, dich anzuklagen?«

»Sieh' ihn hier – dein Vetter!«

Ellinor hörte es, wandte sich, heftete die Augen auf Walters finstere Stirn und regungslose Stellung, und stürzte bewußtlos zu Boden. Nicht so Madeline. Wie es eine Erschöpfung giebt, welche den Schlummer abwehrt, nicht dazu einlädt, so ist, wenn das Gemüt gänzlich auf der Folter liegt, der Angst ihr gewöhnliches Sänftigungsmittel nicht gestattet. Zu scharf sind die Sinne angespannt, als daß sie zu einem glücklichen Vergessen des eigenen Selbst zusammenbrechen könnten; die furchtbare Beseelung durch eine solche Todesqual hält die Kräfte aufrecht, während sie dieselben untergräbt. Madeline schritt an dem leblosen Körper der Schwester vorüber, ohne einen Blick auf denselben fallen zulassen, ging mit festem Schritt auf Walter zu und faßte ihn beim Arm. Auf ihn das sanfte, klare Auge geheftet, das jetzt von einem forschenden, unnatürlichen Glanz leuchtete und in seine Seele dringen zu wollen schien, sprach sie:

»Walter! hör' ich recht? – wach' ich? – du bist's, der Eugen Aram anklagt? – Den Verlobten Gatten deiner Madeline – Madelines, die du einst liebtest! Wessen anklagst – eines Frevels, der nur durch den Tod bestraft werden kann. Hinweg! – Das kannst du nichts ich weiß, du kannst es nicht. Sag', daß ich mich irre – daß ich wahnsinnig bin, wenn du willst. Komm', Walter, erlöse mich; mach', daß mir nicht die Luft, die du atmest, zum Abscheu wird!«

»Will niemand Erbarmen mit mir haben?« rief Walter mit zerrissenem Herzen und bedeckte das Gesicht mit den Händen. Nicht dieses hatte er im heißen Feuer des Rachegefühls in Anschlag gebracht; er hatte nur an Gerechtigkeit für einen Vater – Bestrafung eines Bösewichts – Befreiung eines leichtgläubigen Mädchens gedacht. Das Wehe – das Grausen, das er nunmehr daran war, über alle diejenigen hereinbrechen zu lassen, die er am meisten liebte – dies hatte sich ihm bis zum jetzigen Augenblick nicht mit gehöriger Kraft dargestellt.

»Erbarmen – du sprichst von Erbarmen. Wußte ich doch, daß es nicht wahr sein konnte, was ich von dir höre!« entgegnete Madeline und suchte des Vetters Hand von seinem Gesicht wegzuziehen. »Dir konnte es nicht einfallen, Eugen zu mißhandeln – und – und gerade am heutigen Tage. Sag', wir hätten uns geirrt, oder du habest dich geirrt, und wir wollen dir vergeben und dich noch jetzt segnen!«

Aram hatte kein Wort zu diesem Auftritt gesprochen. Er hielt die Augen auf die beiden Bruderskinder geheftet – es war nicht ohne Interesse für ihn zu beobachten, welche Wirkung Madelines rührende Reden auf seinen Ankläger hervorbringen würden. Unterdessen fuhr jene fort: – »Sprich zu mir. Walter – lieber Walter, sprich zu mir! Bist du's, der unsere Hoffnungen zerknicken, unsere Freuden zertreten, der Furcht und Entsetzen in ein Haus bringen will, worin noch eben nur Friede und Sonnenschein waren – in dein eigenes Haus – das Haus deiner Kindheit? Was hast du gethan, was hast du gewagt zu thun? – ihn anzuklagen – wessen? des Mordes! Sprich, sprich – des Mordes, ha, ha! – des Mordes! Nein, nicht so! – Du würdest nicht gewagt haben hierher zu kommen – du würdest mich nicht deine Hand fassen lassen – du würdest uns, deinen Oheim, uns, die mehr als deine Schwestern sind, nicht ins Gesicht schauen können, wenn du in deinem Herzen diese Lüge – diese schwarze – gräßliche Lüge nährtest!«

Walter zog seine Hände zurück und sagte, den Kopf abwendend:

»Möge er seine Unschuld beweisen, bitte Gott, daß er's kann! – Ich bin nicht sein Ankläger, Madeline. Die Gebeine meines toten Vaters klagen ihn an! – Außer diesen sind nur der Himmel und die offenbarende Erde Zeugen gegen ihn!«

»Dein Vater!« rief Madeline zurücktaumelnd. – »Mein verlorner Oheim! Ha! jetzt weiß ich, was für ein nichtiger Traum uns alle in Angst gesetzt hat! Kanntest du meinen Oheim, Eugen? – Hast du Gottfried Lester je gesehen?«

»Nie, wie ich glaube, so wahr mir Gott helfe!« erwiderte Aram, die Hand aufs Herz legend: »aber das hilft jetzt zu nichts!« – Wie zur Besinnung kommend, fühlte er, daß seine Sache über Walters Hände hinausgeschritten und eine Berufung an diesen nunmehr fruchtlos war.

»Verlaß uns jetzt, teuerste Madeline; meine Braut, mein Weib! – Ich gehe, diese Anschuldigung zu entkräften – vielleicht kehr' ich noch heute abend zurück; verzögere meine Freisprechung nicht, obwohl ein bloßer Argwohn – ein kindischer Argwohn auf mir ruht. Kommt, ihr Herren.«

»O Eugen, Eugen,« rief Madeline und warf sich vor ihm auf die Knie – »befiehl mir nicht, dich jetzt zu verlassen – jetzt in der Stunde des Schreckens: – ich werde es nicht thun. Nein, sieh mich nicht so an! Ich schwöre, ich werd' es nicht thun! Vater, teurer Vater, komm und sprich für mich – sage du, daß ich euch begleiten soll! Ich fordere nichts weiter. Fürchte nichts für meine Nerven – die Zaghaftigkeit ist fort. Ich will dir keine Schande machen, – ich will nicht das Weib spielen! – ich weiß, was sich für die gehört, die ihn liebt! – versuche es mit mir; nur den Versuch wage!. Du mein Vater, du schüttelst den Kopf: – aber du, Eugen – du hast nicht das Herz, mir so was abzuschlagen? Denk' – denk, daß, wenn ich hier bleibe und die Minuten bis zu deiner Wiederkehr zählen müßte, der Verstand mich verlassen würde. Was verlang' ich? – Nur mit dir zu gehen, die erste zu sein, die über deinen Triumph frohlockt. Wäre dies zwei Stunden später geschehen, so hättest du mir kein Nein zurufen können – so hätt' ich diese Begleitung als ein Recht in Anspruch genommen, die ich jetzt als ein Zeichen des Erbarmens fordere. Du gewährst mir – du gewährst mir, ich seh' es.«

»O Gott!« rief Aram, sich hoch emporrichtend, drückte sie an seine Brust und küßte ihr Antlitz wild, aber mit kalten, bebenden Lippen – »das ist fürwahr eine bittere Stunde, laß mich nicht unter ihr erliegen. Ja, Madeline, frage deinen Vater, ob er einwilligt; – ich begrüße deine kräftigende Gegenwart als diejenige eines Engels. Ich will nicht der sein, der dich von meiner Seite gedrängt.«

»Sie haben recht, Eugen,« sagte Lester, der die immer noch ohnmächtige Ellinor in seinen Armen hielt. »Nehmen wir sie mit uns; es ist nur die einem jeden schuldige Liebe und Barmherzigkeit.«

Madeline stieß einen Freudenschrei aus – (Freude selbst in einem solchen Augenblick!) – und klammerte sich fest an Eugens Arm, als wolle sie ein Pfand nehmen, daß sie wirklich nicht von ihm geschieden werde.

Unterdessen hatten sich einige von Lesters Dienerschaft, die ihren jungen Gebieterinnen aus der Entfernung nachgefolgt waren, auf dem Platz eingefunden. Ihrer Sorge übergab Lester die kaum atmende Ellinor, wandte sich dann mit strengem Ausdruck zu Walter und sagte: »Komm, Mensch; deine Übereilung hat für jetzt genug Übles gethan; komm jetzt und sieh wie schnell dein Argwohn zu Schanden werden wird.«

»Gerechtigkeit und Blut um Blut!« entgegnete Walter fest; – aber es war ihm als sei sein Herz gebrochen. Die Thränen seines ehrwürdigen Oheims; – der Blick des Entsetzens, womit sich Madeline von ihm gewandt; – Ellinor in Ohnmacht und er nicht wagend, sich ihr zu nähern – dies war sein Werk! – Er drückte sich den Hut über die Augen und warf sich allein in einen Wagen. Lester, Madeline und Aram folgten in dem andern Gefährt und die beiden Gerichtsboten begnügten sich, auf dem Kutschbock Platz zu nehmen, überzeugt, der Gefangene werde keinen Versuch zur Flucht machen.

 << Kapitel 41  Kapitel 43 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.