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Erzählungen aus der alten Welt

Karl Friedrich Becker: Erzählungen aus der alten Welt - Kapitel 18
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authorKarl Friedrich Becker
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Achtzehnter Abend.

Penelope und Odysseus.

Nun endlich erlaubte Odysseus der alten Dienerin das Geschehene der schlafenden Gattin zu verkündigen. Wie hastig trippelte sie fort die Treppe hinauf! Atemlos trat sie in die Kammer, wo die Königin schlummerte.

»Penelope!« rief sie, »mein Töchterchen, wach auf! Jetzt ist nicht Schlafens Zeit! Er ist da! Odysseus ist gekommen! Es ist schon geschehen! Alles vorbei. Siehe nur in den Hof, da liegen sie alle zu Haufen, die sein Haus gekränkt und sein Gut verschwelgt haben!«

»Mütterchen«, erwiderte ihr Penelope, »dich scheinen die Götter verblendet und ganz blödsinnig gemacht zu haben. Warum willst du mich verspotten, da ohnehin mein Herz voll von Kummer ist? Mit solchen Vorspiegelungen weckst du mich aus dem lieblichsten Schlummer! O ich schlief so süß! Du böse Alte! Ich sage dir, hätte sich eins der jüngern Weiber einen solchen Spaß mit mir erlaubt, es sollte ihm nicht so leicht hingehen! Doch dich schützt für diesmal dein Alter.«

»Ha ha ha! Kind!« erwiderte die Alte, »ich spotte ja nicht, mein Töchterchen, Er ist da, sag' ich dir, er ist da, und alle Freier haben sie erschlagen, er und Telemachos und noch ein paar Männer. Alles ist geschehen, während du schliefest!«

»Mutter, du scherzest nicht? O Mutter, sag' mir die Wahrheit! Wie wäre er denn hergekommen, so geschwind?« Sie war aufgesprungen und hing mit ungeduldig forschenden Blicken der Alten am Halse.

»Hergekommen?« lachte die Wärterin. »Ha ha, er ist schon seit gestern im Hause, du selbst hast ihn gesprochen – gestern Abend.«

»Wie, Eurykleia? Der alte zerlumpte Fremde?« –

»Ja doch, ja, der Bettler mit dem schmutzigen Ranzen, den die Freier so schnöde verhöhnt haben. Wenn sie das gewußt hätten!«

»O weh, Mutter! Wie enttäuschest du mich! Das ist mein Gemahl nicht! Nein, das ist Odysseus nicht!«

»Odysseus nicht? Kind, du bist wunderlich. Ich habe es schon gestern Abend gewußt; aber ich durfte nichts sagen, so gefährlich drohte er mir. Der hätte mir's auch sicher nicht gesagt, wenn ich's nicht selber gemerkt hätte. Aber als ich ihm die Füße wusch, da kam ich mit der Hand an die große Narbe, du weißt noch, die Narbe von der Eberjagd.«

»Es ist nicht möglich!« wiederholte Penelope.

»Und Telemachos hat es längst gewußt, dem hat er sich schon beim Sauhirten entdeckt, und da haben sie alles verabredet. Der Sauhirt hat tüchtig mit angegriffen und der Rinderhirt auch. Und dann ist noch ein Fremder hinzugekommen; sie sagen, es sei ein Gott gewesen.«

»Aber sage mir nur, wie ist es zugegangen?« fragte die Königin.

»Ja Kind, ich durfte nicht dabei sein. Ich mußte hinten in der wohlverschlossenen Kammer sitzen und die Mägde hüten, da habe ich nichts gesehen. Aber gehorcht habe ich mit Angst und Schrecken; erst erhob sich ein fürchterlicher Tumult, ein Schreien und ein Gekrach, als wenn alles zusammenstürzte; dann wieder eine Stille; dann ein Ächzen und ein Stöhnen, daß mir das Haar starrte. Wir Weiber hatten uns alle angefaßt und sprachen stille Gebete; der Angstschweiß stand uns auf der Stirn. Das geht nimmermehr gut ab! sagte die eine. – Ach, Götter! wenn sie ihn nur nicht ermorden! sagte die andere. – Der arme Herr! – Der arme Telemachos! – So wenige gegen so viele! – So schwatzten die thörichten Weiber, aber mir ahnete es gleich, daß ein Gott mit unserm Herrn sein würde. Endlich, indem wir so zusammengedrängt dasitzen – geschieht auf einmal ein Schlag gegen die Thür. Bebend öffne ich – da steht Telemachos vor mir. Ich erkannte ihn fast nicht vor Blut und Staub, ihm trieften die Hände, alles war besudelt. – »Eurykleia, der Vater ruft dich!« – Denke, wie ich flog! Und nun, ihr Götter, was sah ich! Den ganzen Saal voller Leichen und Blut, alle Tische umgestürzt, wohl fünfzig Lanzenschafte ragten aus den Leichnamen hervor. Und mitten darunter Odysseus, ganz mit Blut bespritzt. Da mußten wir nun alsbald die Toten hinausschaffen; der Saal ward gereinigt und durchräuchert, und nun steht der liebe, lang ersehnte Gemahl nach der blutigen Arbeit unten an der Thür und harret deiner. O komm, komm geschwind, um ihn zu umarmen!«

»Ach Mutter! frohlocke nicht zu früh! Du weißt, wie ich mich nach Odysseus sehne; wahrlich würde erfüllt, was du sagst, meine Freude würde die größte sein. Aber ich kenne die Götter. Oft wandeln sie, unerkannt von sterblichen Menschen, auf Erden herum, beschenken die Guten, überraschen die Bösen und rächen lange verübten Frevel. Sind, wie du sagst, die Freier erschlagen, o so hat es ein Gott gethan, den mein Jammer gerührt hat. Wie wollte doch ein Mensch, und wäre er auch stärker und kühner als Odysseus, ein solches Werk mit so wenigen unternehmen? Wohl bewunderte ich gestern selbst im Herzen des Fremden Verstand, aber an Odysseus habe ich nicht gedacht. Es war nicht das Haupt, nicht der Blick, nein, es war kein Äderchen von meinem feurigen, blühenden Gemahle.«

»Ach, Tochter, du quälst mich recht mit deinem Unglauben, Komm doch nur erst und siehe ihn selbst.«

»Nun ja, gehen will ich, das greuliche Schauspiel zu sehen und mit dem Sohne zu reden. Ist der Fremde mein Gemahl, so werde ich ihn schon erkennen, denn wir haben geheime Zeichen. Ist er aber ein Gott, wie ich glaube, so wollen wir ihm opfern und dienen.«

Sie gingen die Treppe hinab und traten in den Saal, die Alte mit freudig neugierigem Gesichte, Penelope mit niedergeschlagenem, ungewissem Blick. Sie fanden den Odysseus am Feuer sitzend, mit dem Rücken gegen eine Säule gelehnt. Er sah still vor sich hin, erwartend was die Gattin sagen würde; aber sie sagte nichts, denn sie schwankte noch immer zwischen Glauben und Zweifel und erwartete vielmehr seine Anrede. Lange saß sie lautlos und ohne Regung; dann wagte sie zwar dem Helden gerade ins Angesicht zu blicken, um ihn zu erkennen, aber jedesmal verkannte sie ihn wieder und wollte sich nicht gestehen, daß er es sei. Endlich brach Telemachos das lange Schweigen.

»Mutter!« rief er, »du böse Mutter! ist's möglich, daß du so unempfindlichen Herzens sein kannst gegen den Mann, nach dem du zwanzig Jahre verlangt hast? Wo wäre doch wohl ein Weib, das den lange entrissenen Gatten, wenn er endlich siegend sein Haus beträte, so kalt empfinge! Siehe! Du setzest dich nicht zu ihm, du fragst ihn nicht; keinen Gruß, keinen Händedruck gönnst du ihm; o Mutter, gewiß, dein Herz muß härter sein als Stein!«

»Lieber Sohn«, antwortete die Mutter, »du thust mir Unrecht. Nicht darum schweige ich und sitze so starr; nein, ich kann mich vor Staunen ob aller der Wunder noch nicht fassen. Mich hält die Scheu, ihn anzureden, den wunderbaren Mann, ja kaum ihn anzusehen vermag ich. Ist es aber, wie ich noch nicht glauben kann, mein trauter Gemahl, nun so werden wir uns schon an geheimen Zeichen noch erkennen. Jetzt laß mich erst zu mir selber kommen.«

»Laß sie, mein Sohn«, sprach lächelnd Odysseus, »sie hat Ursache zu zweifeln. Diese Verwandlung von Athenes Hand macht mich unkenntlich; und sie hat recht: wir werden gewiß uns noch wieder erkennen. Aber zuvor sind uns wichtigere Dinge übrig. Jetzt laßt uns ratschlagen, wie wir heute noch den Mord der Freier dem Volke verbergen, denn sie alle hinterlassen Verwandte und Unterthanen, die ihren Tod gewaltsam rächen werden. Muß doch selbst derjenige vor dem Volke flüchtig werden, der nur einen geringen Mann erschlug: wie viele Hände werden sich nicht gegen uns bewaffnen, da wir der Fürstensöhne wohl hundert getötet haben! Sage, was thun wir, daß die Sache ein gutes Ende nehme?«

»Lieber Vater«, erwiderte der bescheidene Sohn, »das mußt du selbst am besten wissen; denn dir ist ja an Klugheit kein sterblicher Mensch zu vergleichen, sagen die Achäer. Wähle aber, was du willst, wir begleiten dich und stehen dir bei, so viel unsere schwache Kraft vermag.«

Da schlug Odysseus vor, man wolle noch die Pforten des Hofes sorgfältig verschlossen halten, im Hause aber lustige Musik und Sang und Tanz bis in die Nacht veranstalten, damit die Vorübergehenden auf der Gasse glauben sollten, jetzt feiere Penelope den neuen Hochzeitstag. Dann wollten sie ganz früh am folgenden Tage das Haus verlassen und in Laërtes' ländliche Wohnung fliehen, von wo aus die Götter alsdann schon weiter helfen würden.

Sogleich zerstreute sich alles, was von männlicher und weiblicher Dienerschaft im Hause war, sich zu baden und reine Gewänder, wie zum Feste, anzulegen. Schön geschmückt kamen sie wieder; Phemios, der göttliche Sänger, stimmte seine Phorminx zu fröhlichen Weisen, und der Saal, der eine Stunde zuvor noch von Odysseus' tötlichen Streichen dröhnte und einem blutigen Schlachtfelde glich, war jetzt erfüllt vom lustigen Reigen und schallte von Gesang und Saitenspiel.

»Horch«, sagte wohl mancher von denen, die draußen vorüberkamen, »wie fröhlich es da drinnen zugeht! Wie sie schwärmen, die tollen Freier, bei Musik und Wein! Gewiß hat Penelope nun einen erwählt, der sein Vermählungsfest im Palaste feiert! So hat sie es doch nicht über sich vermocht auszuhalten in der Treue, wie es immer hieß; und wenn Odysseus nun noch kommt, so kann er nur weiter wandern. Ja, ja, leichtsinnig sind die Weiber!«

So redete mancher und ging kopfschüttelnd weiter. Während des Tanzes ging auch Odysseus, sich des häßlichen Schmutzes und der Bettlerkleidung zu entledigen. Die alte Schaffnerin Eurynome führte ihn zur warmen Badewanne, wusch ihm Arme und Schultern und salbte sein Haupt mit köstlichem Öle. Und als er rein gebadet der Wanne entstieg, siehe da plötzlich übergoß ihn seine unsichtbare Freundin mit blühender Jugend, der kahle Scheitel verschwand, und schönes braunes Haar umwallte in glänzenden Locken sein Haupt. Es bräunten sich die Wangen, und blitzendes Feuer kehrte in die matten Augen zurück. Geblendet ob der Wunder, reichte ihm jetzt die Schaffnerin den schönen Leibrock und Mantel, und so trat der Städtebezwinger mit der Hoheit eines Königs und Helden zum Erstaunen aller aufs neue in den Saal. Musik und Tanz hielt plötzlich inne; aller Augen waren auf den Dahinschreitenden gerichtet, und ein allgemeiner Ausruf der Bewunderung scholl durch den weiten Raum.

Noch immer saß Penelope still auf ihrem vorigen Platze. Mit dem feurigen Blicke der Liebe trat Odysseus jetzt zu ihr und breitete die Arme freudig gegen sie aus.

»Jetzt nimmst du mich doch wieder zum Gemahl an, teures Weib?« rief er. »Wie? du bedenkst dich noch? Nein wahrlich, ein fühlloses Herz haben die Götter dir in den Busen gelegt! Gehe! ich habe mich umsonst gesehnt und gefreut! Du aber, Eurynome, bereite mein Lager, daß ich nach so schwerer Arbeit schlafe.«

»Thue das, Mütterchen«, sagte Penelope, »setze ihm das Bett heraus aus seinem Gemache, wohin du willst, und breite schöne wollene Felle und Decken drüber.«

Das war das Zeichen, woran die kluge Königin ihren Gemahl erkennen wollte. Odysseus hatte sich einst um einen starken Ölbaum herum, der im Hofe stand, ein Schlafgemach erbaut und das Bettgestell dem Stamme des Ölbaums fest und unzertrennlich eingefügt, daß niemand es hätte davontragen können, er hätte denn den Baum am Fuße abgehauen.

»Was sagst du, Weib?« fuhr Odysseus sogleich unmutig auf. »Hat denn jemand mein Schlafgemach zerstört, daß mein Bett jetzt herausgetragen werden kann? und ich hatte es doch so fest an den Stamm des Ölbaumes gezimmert!«

Ein Strom von Thränen brach jetzt aus Penelopes Augen; sie zitterte, als sie dies Zeichen erkannte.

»Odysseus! du Teurer!« rief sie, fiel mit offnen Armen ihm um den Hals und bedeckte sein Gesicht mit tausend Küssen. – »Jetzt erkenne ich dich; an diesem untrüglichen Zeichen wollte ich dich prüfen, denn niemand im Hause als du und ich hat ja um jenes Geheimnis gewußt. O nun sei mir willkommen, du mit unendlichen Thränen ersehnter, in tausend schlaflosen Nächten von den Göttern erflehter Mann! Willkommen, willkommen! Aber zürne mir nicht, daß ich dich nicht bei der ersten Begrüßung erkennen wollte und nicht wie ein leichtfertiges Mädchen der ersten Versicherung traute. Siehe, du weißt es, da du ja selbst ein so verständiger Mann bist, es giebt der Betrüger so viele, und so manches kluge Weib ward überlistet. Dazu kommt, es haben die Unsterblichen so vielen Kummer über mich verhängt, und das Unglück macht am Ende auch ein offenes, sanftes Herz mißtrauisch. Und dann, die schnelle Ermordung der Freier! deine plötzliche Verwandlung, die mir noch immer ein Rätsel ist! alles das verwirrte mein schon beklommenes Herz, so daß ich nicht wußte, was ich thun, was ich glauben sollte. Immer fiel mir das trügerische Spiel mancher Götter ein, die oft schon sterbliche Weiber in menschlicher Gestalt bethört haben sollen. Mich ängstigten so viele Wunder, und in der quälenden Ungewißheit hielt ich mit Gewalt meine Seele bei deinem Anblick zurück. Ach hättest du den Kampf in meinem Herzen sehen können, wie ich jetzt dich zu umarmen verlangte, jetzt wieder scheu vor dem Gedanken zurückbebte: gewiß du hättest Mitleid mit mir gehabt und nicht dein Weib der Härte beschuldigt, das eben um der treuen Liebe willen tausendfaches Leid erfuhr!«

Wie wohl that dem Gatten diese Rede! wie selig fühlte er sich in der Umarmung der Gattin! Thränen mischten sich mit Thränen, in schweigendem Entzücken lag Penelope am Herzen des Wiedergefundenen, und nur in Seufzern machte die bewegte Seele sich Luft. So erfaßt der Schiffer, der lange vom Sturm umhergetrieben und nach dem schrecklichen Schiffbruch ins Meer geschleudert ward und nur durch mühsames Schwimmen endlich glücklich dem Tode entrann, – so freudig erfaßt der hoffnungslose Schiffer das dünne Schilfrohr am Gestade oder den schwachen Zweig, der sich hernieder neigt, wie jetzt die Königin nach zwanzigjähriger Trennung den Hals des geliebten Mannes umschlang, den sie längst als ein Opfer der wilden See oder noch wilderer Menschen beweint hatte.

Sie konnten der Liebkosungen und süßen Worte kein Ende finden, ob auch die Mitternacht schon lange vorüber war. Endlich suchten sie den erquickenden Schlummer auf dem in Odysseus' Gemach bereiteten Lager; aber der Schlaf flieht die Glücklichen, in deren Brust das Übermaß der Freude stürmt.

»Wie ist dir's ergangen? Was hast du gemacht, gesehen, gehört, gelitten? Hast du auch oft an mich gedacht? Wo ist dieser oder jener Freund geblieben?« Diese und tausend andere Fragen gingen nun hinüber und herüber und wurden ausführlich von jedem beantwortet. Zuerst erzählte Penelope dem Gatten ihre Leiden, wie die Freier sie bedrängt und alle Leute im Hause verhöhnt hätten, mit welchen Listen sie dagegen dieselben getäuscht und hingehalten, wie sie bis dahin das Haus verwaltet und den Sohn von Kindesbeinen auf erzogen habe. Odysseus hörte ihr bewundernd zu, und gerührt von den Leiden allen, welche sie um seinetwillen geduldet hatte, unterbrach er ihre Erzählung durch manche stumme Umarmung, durch manchen innigen Händedruck. Und noch lange nachher, wenn er im Kreise seiner Freunde seine Schicksale erzählte und Glück und Unglück, Leiden und Freuden seines wunderbaren Lebens gegeneinander abwog, gestand er sich immer, daß sein treues, herziges Weib die köstlichste Gabe sei, welche ihm die Götter gewährt hätten.

Nun kam auch er an die Reihe. Aber alle seine Abenteuer zu erzählen, dazu fehlte ihm die Zeit. Nur wohin er gekommen war, bezeichnete er der lieben Gemahlin kurz, und sie hörte und staunte und hätte ihm gern bis zum Morgen zugehört, hätte er selbst sie nicht endlich gebeten ihn eine Stunde ruhen zu lassen.

Er entschlief sanft nach dem schicksalschweren Tage, und auch über Penelopes Augen breitete Athene mild den wohlthätigen Schlummer. Da ruhten sie nun in süßem Frieden, die sich so lange entbehrt, so viele sehnsüchtige Wünsche aus weiter Ferne einander zugesandt, und mehr als einmal jede Hoffnung sich wiederzusehen schon verloren hatten!

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