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Erniedrigte und Beleidigte

Fjodr Michailowitsch Dostojewski: Erniedrigte und Beleidigte - Kapitel 23
Quellenangabe
typefiction
authorF. M. Dostojewski
titleErniedrigte und Beleidigte
publisherInsel-Verlag Leipzig
year1977
firstpub1921
translatorHermann Röhl
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20060905
modified20170411
projectidf43b867d
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Siebentes Kapitel

Pünktlich um sieben Uhr war ich bei Masslobojew. Er wohnte in der Schestilawotschnaja, in einem kleinen Haus, in einem Seitengebäude, in einer ziemlich unsauberen Wohnung von drei Zimmern, die übrigens nicht ärmlich möbliert waren. Es war sogar eine gewisse Wohlhabenheit sichtbar, gleichzeitig aber eine sehr mangelhafte Ordnung. Es öffnete mir ein auffallend hübsches Mädchen von ungefähr neunzehn Jahren, einfach, aber nett gekleidet, sehr sauber aussehend und mit überaus gutmütigen, lustigen Augen. Ich erriet sogleich, daß dies eben jene Alexandra Semjonowna sei, deren er heute schon Erwähnung getan und deren Bekanntschaft zu machen er mich aufgefordert hatte. Sie fragte mich, wer ich sei, und als sie meinen Namen hörte, sagte sie, er erwarte mich, schlafe aber jetzt gerade in seinem Zimmer; dorthin führte sie mich denn auch. Masslobojew schlief auf einem schönen, weichen Sofa; zugedeckt hatte er sich mit seinem schmutzigen Mantel; unter dem Kopf hatte er ein abgescheuertes Lederkissen. Sein Schlaf war nicht tief; kaum waren wir eingetreten, als er mich sogleich beim Namen rief.

»Ach, du bist es? Ich habe dich erwartet. Eben habe ich geträumt, daß du kämest und mich aufwecktest. Also, es ist Zeit; wir wollen fahren!«

»Wohin denn?«

»Zu einer Dame.«

»Zu was für einer Dame? Wozu?«

»Zu Frau Bubnowa, um bei ihr gründlich zu kassieren. Ach, was ist das für eine schöne Frau!« sagte er, sich zu Alexandra Semjonowna wendend, in gedehntem Ton und küßte sogar seine Fingerspitzen bei der Erinnerung an Frau Bubnowa.

»Ach, geh doch! Schwindel!« sagte Alexandra Semjonowna, die es für ihre unvermeidliche Pflicht hielt, ein bißchen böse zu werden.

»Du bist mit ihr noch nicht bekannt? Ich will dich vorstellen, lieber Freund. Hier, Alexandra Semjonowna, stelle ich dir einen großen Schriftsteller mit Generalsrang vor; er ist nur einmal im Jahr umsonst zu sehen, die übrige Zeit nur für Geld.«

»Ach, du hältst einen immer nur zum Narren. Bitte, hören Sie nicht auf ihn; er macht sich immer nur über mich lustig. Wie wird denn der Herr ein General sein!«

»Ich sage dir ja, daß er eine besondere Art von General ist. Du aber, Exzellenz, glaube ja nicht, daß sie dumm ist; sie ist viel klüger, als es auf den ersten Blick scheint.«

»Hören Sie nicht auf ihn! Immer redet er vor den Ohren braver Leute Schlechtes von unsereinem, der schamlose Mensch! Dafür sollte er einen lieber mal ins Theater führen!«

»Eine schöne Regel lautet, Alexandra Semjonowna: ›Liebe dein eigenes Heim!‹ Hast du auch den andern Ausdruck für das, was man lieben muß, nicht vergessen? Hast du das Fremdwort behalten? Ich hatte es dir doch so schön beigebracht!«

»Gewiß habe ich es behalten. Es wird wohl irgendwelchen Unsinn bedeuten.«

»Nun, wie hieß das Fremdwort?«

»Na ja, ich werde mich auch gerade vor dem Gast blamieren! Es bedeutet vielleicht etwas Unpassendes. Ich beiße mir lieber die Zunge ab, ehe ich es sage.«

»Also hast du es vergessen?«

»Nein, ich habe es nicht vergessen: ›Penaten‹ . . . ›Liebe deine Penaten!‹ . . . Nein, was er für Einfälle hat! Vielleicht gibt es gar keine Penaten; und warum soll man sie lieben? Immer redet er solchen Unsinn!«

»Dafür wollen wir bei Frau Bubnowa . . .«

»Ach, du mit deiner Frau Bubnowa . . .«

Alexandra Semjonowna lief in der höchsten Entrüstung hinaus.

»Es ist Zeit! Wir wollen uns aufmachen! Adieu, Alexandra Semjonowna!«

Wir gingen hinaus.

»Siehst du, Wanja, erstens wollen wir uns in diese Droschke setzen. So. Zweitens aber habe ich heute mittag, nachdem ich mich von dir getrennt hatte, noch einiges in Erfahrung gebracht, und zwar nicht bloß so vermutungsweise, sondern mit aller Bestimmtheit. Ich bin noch eine ganze Stunde auf der Wassili-Insel geblieben. Dieser Dickwanst ist eine nichtswürdige Kanaille, ein unsauberer, garstiger Patron mit allerlei gemeinen Passionen. Frau Bubnowa ist schon längst durch arge Streiche in diesem Genre berüchtigt. Vor kurzem ist sie bei einer bösen Geschichte mit einem Mädchen aus anständigem Haus beinahe gefaßt worden. Das Musselinkleid, mit dem sie dieses Waisenmädchen herausgeputzt hat, wie du vorhin erzähltest, ließ mir keine Ruhe, weil ich schon etwas damit in Zusammenhang Stehendes gehört hatte. Vorhin habe ich nun noch etwas erfahren, allerdings ganz zufällig, aber, wie es scheint, zuverlässig. Wie alt ist sie?«

»Dem Gesicht nach etwa dreizehn Jahre.«

»Aber der Statur nach weniger. Nun, das paßt ihr gerade. Wenn es nötig ist, sagt sie elf Jahre, und sonst auch fünfzehn. Und da die Ärmste weder Angehörige noch Beschützer hat, so . . .«

»Meinst du wirklich?«

»Aber was hast du denn gedacht? Aus bloßem Mitleid wird Frau Bubnowa die Waise doch nicht aufgenommen haben. Und wenn sich nun gar der Dickwanst dort hat blicken lassen, dann ist die Sache richtig. Er ist heute vormittag bei ihr gesehen worden. Dem Tölpel, dem Ssisobruchow, ist heute eine schöne verheiratete Frau versprochen worden, die Gattin eines Stabsoffiziers. Kaufmannssöhnchen, die sich amüsieren wollen, sind auf so etwas versessen: sie fragen immer nach dem Rang. Es ist wie in der lateinischen Grammatik; du besinnst dich: die Bedeutung wird immer erst durch die Endung bestimmt. Übrigens bin ich, wie mir scheint, noch von vorhin betrunken. Na, aber Frau Bubnowa soll sich nicht erdreisten, sich mit solchen Dingen abzugeben. Sie möchte auch der Polizei ein X für ein U machen; aber das soll ihr nicht gelingen! Vor mir hat sie Angst, weil sie weiß, daß ich noch von früher her manches in Erinnerung habe . . . na, und so weiter, du verstehst?«

Ich bekam einen furchtbaren Schreck. Alle diese Mitteilungen versetzten mich in die größte Aufregung. Ich fürchtete immer, wir könnten zu spät kommen, und trieb den Kutscher zu schnellem Fahren an.

»Beunruhige dich nicht; es sind alle Maßregeln getroffen«, sagte Masslobojew. »Mitrofan ist da. Ssisobruchow soll ihm mit Geld büßen und der schurkische Dickwanst in natura. Das ist schon vorhin festgesetzt worden. Na, und Frau Bubnowa kommt auf mein Teil . . . Sie soll es nicht wagen . . .«

Wir waren hingelangt und ließen bei dem Restaurant halten; aber Mitrofan war nicht da. Nachdem wir dem Droschkenkutscher befohlen hatten, an der Tür des Restaurants auf uns zu warten, gingen wir zu Frau Bubnowa. Mitrofan erwartete uns am Tor. Die Fenster waren hell erleuchtet, und wir hörten das schallende Gelächter des betrunkenen Ssisobruchow.

»Sie sind alle da, seit ungefähr einer Viertelstunde«, meldete Mitrofan. »Es ist gerade die richtige Zeit.«

»Aber wie werden wir hineingelangen?« fragte ich.

»Als Gäste«, erwiderte Masslobojew. »Sie kennt mich und auch Mitrofan. Allerdings ist alles verschlossen, aber nicht für uns.«

Er klopfte leise an das Tor, und dieses wurde sogleich aufgetan. Der Hausknecht, der es geöffnet hatte, tauschte mit Mitrofan einen verständnisvollen Blick. Wir gingen leise hinein; im Haus hörte man uns nicht. Der Hausknecht führte uns die Treppe hinauf und klopfte. Von innen wurde gefragt; er antwortete, er sei allein, und gab die Parole. Es wurde geöffnet, und wir gingen alle zusammen hinein. Der Hausknecht war verschwunden.

»Oh, oh, wer ist da?« rief Frau Bubnowa, die betrunken, mit wirrem Haar, eine Kerze in der Hand, in dem kleinen Vorzimmer stand.

»Wer da ist?« erwiderte Masslobojew. »Erkennen Sie denn Ihre werten Gäste nicht, Anna Trifonowna? Wer anders als ich . . . Filipp Filippowitsch.«

»Ah, Filipp Filippowitsch! Sie sind es . . . ein so werter Gast . . . Aber wie sind Sie nur . . . ich meinte doch . . . nun, es tut nichts . . . bitte, treten Sie näher!«

Sie geriet in eilfertige Bewegung.

»Wo sollen wir eintreten? Dort? Aber da ist ja eine Halbwand . . . Nein, nehmen Sie uns besser auf! Wir wollen bei Ihnen Champagner auf Eis trinken; und sind keine Dämchen da?«

Die Wirtin wurde sofort mutig.

»Für so werte Gäste würde ich welche aus der Erde hervorholen oder aus China kommen lassen.«

»Zwei Worte, liebe Anna Trifonowna: ist Ssisobruchow hier?«

»Ja.«

»Dann möchte ich mit ihm sprechen. Wie kann er wagen, der Schurke, ohne mich zu zechen?«

»Er hat Sie gewiß nicht vergessen. Er hat immer auf jemand gewartet, gewiß auf Sie.«

Masslobojew stieß eine Tür auf, und wir traten in ein kleines, zweifenstriges Zimmer mit Geranientöpfen, Rohrstühlen und einem scheußlichen Klavier; alles, wie es sich gehörte. Aber ehe wir noch hineingingen, schon während wir das Gespräch im Vorzimmer führten, war Mitrofan verschwunden. Ich hörte später, daß er gar nicht in die Wohnung hineingegangen war, sondern vor der Tür gewartet hatte. Ihm öffnete nachher jemand anders. Das strubblige, geschminkte Frauenzimmer, das am Vormittag hinter Frau Bubnowas Schultern hervorgesehen hatte, war eine Gevatterin von ihm.

Ssisobruchow saß auf einem schmalen Sofa von imitiertem Mahagoni an einem runden Tisch, der mit einer Serviette bedeckt war. Auf dem Tisch standen zwei Flaschen mit lauem Champagner, eine Flasche mit schlechtem Rum, ferner Teller mit Konfekt, Pfefferkuchen und drei Sorten Nüssen. An dem Tisch saß, Ssisobruchow gegenüber, ein widerwärtig aussehendes, pockennarbiges, etwa vierzigjähriges Weib in einem schwarzen Taftkleid mit unechten Armbändern und einer unechten Brosche. Dies war die Offiziersdame, offenbar eine nachgemachte. Ssisobruchow war betrunken und sehr zufrieden. Sein dickbäuchiger Gefährte war nicht bei ihm.

»Ja, so machen es die Menschen!« brüllte Masslobojew aus voller Kehle. »Und dabei ladet er einen noch zu Dussaut ein!«

»Filipp Filippowitsch, beglücken Sie mich wirklich?« murmelte Ssisobruchow, indem er sich mit glückseligem Gesicht zu unserer Begrüßung erhob.

»Du trinkst hier?«

»Entschuldigen Sie!«

»Entschuldige dich nicht, sondern lade uns dazu ein! Ich bin hergekommen, um mit dir zu zechen, und habe da noch einen Gast mitgebracht, einen Freund von mir.«

Masslobojew wies auf mich.

»Ich freue mich sehr, das heißt, ich bin ganz glücklich . . . Hihi!«

»Pfui, das nennt sich Champagner? Das schmeckt ja wie saurer Kwas!«

»Sie beleidigen mich.«

»Also bei Dussaut wagst du dich gar nicht zu zeigen, und da ladest du noch andere Leute dorthin ein!«

»Er hat eben erzählt, er wäre in Paris gewesen«, bemerkte die Offiziersdame. »Er schneidet gewiß auf!«

»Fedossija Titischna, beleidigen Sie mich nicht! Wir sind dagewesen. Wir sind hingefahren.«

»Na, was soll denn so ein ungebildeter Mensch in Paris?«

»Wir sind dagewesen. Ich und Karp Wassiljewitsch, wir haben da Aufsehen erregt. Kennen Sie Karp Wassiljewitsch?«

»Wie werde ich denn deinen Karp Wassiljewitsch kennen?«

»Ich meinte nur . . . Wir beide, er und ich, haben da in Paris bei Madam Joubert einen englischen Trüma zerbrochen.«

»Was habt ihr zerbrochen?«

»Einen Trüma. Das war ein Trüma, der ging über die ganze Wand bis an die Decke; und Karp Wassiljewitsch war so betrunken, daß er schon mit Madam Joubert russisch sprach. Er stand da bei dem Trüma und lehnte sich mit dem Ellbogen dagegen. Die Joubert aber schrie ihm zu, das heißt, in ihrer Sprache: ›Der Trüma kostet siebenhundert Franc, wenn du ihn zerbrichst!‹ (Ein Franc, das ist nach unserem Geld ein Viertelrubel.) Er lächelte und sah mich an; ich saß gegenüber auf dem Sofa und eine schöne Dame neben mir; nicht so eine Fratze wie diese hier, sondern mit Schück, kurz gesagt. Er schreit: ›Stepan Terentjewitsch, Stepan Terentjewitsch! Soll es halbpart gelten, wie?‹ Ich sage: ›Es gilt!‹ Da schlägt er mit der Faust gegen den Trüma – klirr! Die Scherben polterten nur so. Die Joubert kreischte auf und fuhr ihm ordentlich ins Gesicht: ›Du Räuber, was fällt dir ein?‹ (Das heißt, sie sagte das in ihrer Sprache.) Aber er antwortete ihr: ›Nehmen Sie Ihr Geld, Madam Joubert; aber stören Sie mir nicht mein Vergnügen!‹ und gab ihr sofort sechshundertfünfzig Franc. Fünfzig handelte er ihr ab.«

In diesem Augenblick erscholl ein furchtbarer, durchdringender Schrei durch mehrere Türen hindurch, zwei oder drei Zimmer entfernt von dem, in welchem wir uns befanden. Ich fuhr zusammen und schrie ebenfalls auf. Ich erkannte diesen Schrei: es war Jelenas Stimme. Sogleich nach diesem kläglichen Schrei ertönten andere Schreie, Schimpfworte, Lärm und zuletzt deutliche, schallende Schläge mit der flachen Hand auf ein Gesicht. Das war wahrscheinlich Mitrofans Tätigkeit in seinem Departement. Plötzlich wurde die Tür heftig aufgerissen, und Jelena stürzte ins Zimmer: blaß, die Augen voll Tränen, in einem weißen Musselinkleid, das völlig zerknittert und zerrissen war, mit gekämmtem, aber wie infolge eines Kampfes zerzaustem Haar. Ich stand der Tür gegenüber, und sie stürzte gerade auf mich los und umschlang mich mit ihren Armen. Alle sprangen erschrocken auf, schrien und kreischten bei ihrem Anblick. Hinter ihr erschien in der Tür Mitrofan, der seinen übel zugerichteten, dickbäuchigen Gegner an den Haaren schleppte. Er zerrte ihn bis zur Schwelle und warf ihn zu uns ins Zimmer.

»Da habt ihr ihn! Nehmt ihn hin!« rief Mitrofan mit sehr zufriedener Miene.

»Höre«, sagte Masslobojew, indem er ruhig an mich herantrat und mir auf die Schulter klopfte, »nimm unsere Droschke und fahre mit dem Mädchen zu deiner Wohnung; hier hast du nichts weiter zu tun. Morgen werden wir auch das übrige erledigen.«

Ich ließ mir das nicht zum zweiten Male sagen, sondern nahm Jelena bei der Hand und führte sie aus dieser Lasterhöhle hinaus. Wie die Sache in diesem Haus endete, weiß ich nicht. Uns beide hielt niemand auf: die Wirtin war vom Schrecken wie gelähmt. Alles hatte sich so schnell abgespielt, daß sie nichts hatte hindern können. Die Droschke hatte auf uns gewartet, und zwanzig Minuten darauf war ich schon in meiner Wohnung.

Jelena war halbtot. Ich öffnete die Haken an ihrem Kleid, bespritzte ihr Gesicht mit Wasser und legte sie auf das Sofa. Sie begann zu fiebern und irrezureden. Ich betrachtete ihr blasses Gesichtchen, die farblosen Lippen, das schwarze zerzauste Haar, das aber vorher sorgfältig gekämmt und pomadisiert gewesen war, ihren ganzen Anzug, diese rosa Schleifen, die noch hier und da am Kleid saßen – und verstand den ganzen abscheulichen Hergang. Das arme Kind! Ihr Zustand wurde immer schlimmer. Ich wich nicht von ihrer Seite und nahm mir vor, an diesem Abend nicht zu Natascha zu gehen. Manchmal schlug Jelena ihre langen Wimpern auf und blickte mich lange unverwandt an, als ob sie mich erkenne. Erst spät, nach Mitternacht, schlief sie ein. Ich schlief neben ihr auf dem Fußboden.

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