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Erinnerungen einer Überflüssigen

Lena Christ: Erinnerungen einer Überflüssigen - Kapitel 16
Quellenangabe
typefiction
booktitleErinnerungen einer Überflüssigen
authorLena Christ
year1992
publisherDeutscher Taschenbuch Verlag
addressMünchen
isbn3-423-10811-8
titleErinnerungen einer Überflüssigen
pages3-233
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1912
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Inzwischen war die Fastnacht mit ihrem bunten Treiben gekommen, und auch die Nonnen vergaßen für kurze Zeit, sich zu kasteien, und schlossen sich lieber dem Hofstaat des närrischen Prinzen an und versammelten sich mitsamt den Obern und Geistlichen im großen Refektoriumssaal, der in ein Theater umgewandelt war, um sich an den heiteren Singspielen zu ergötzen, die ihnen Kandidatinnen und Jungfrauen aufführten.

Auch den ärmsten von allen, den Pfleglingen der verschiedenen Abteilungen, wurden mannigfache Belustigungen geboten und sogar etliche dem dürftigen oder zerrütteten Geist angepaßte Schwänke aufgeführt, bei denen die dafür geeigneten Leidenden selbst mitwirken durften.

Damit aber diese Lustbarkeit nicht etwa in den Herzen der gottgeweihten Frauen und Jungfrauen ein Verlangen nach den Freuden der Welt zeitige, beschloß man den Fasching mit einem frommen Theaterstück, in welchem die Glorie irgendeiner heiligen Nonne oder Jungfrau ins hellste Licht gerückt und sie als Muster und Vorbild verherrlicht wurde.

Zu dieser Zeit hatte ich viel Arbeit; denn bei den Fastnachtsspielen waren mir die ersten Rollen zugeteilt worden, und nun stand der Tag des heiligen Josef, an dem der Bischof die Einkleidung und Profeßabnahme im Kloster vornahm, vor der Tür. Es war dies der festlichste Tag im ganzen Jahr, und alles rüstete sich schon lange vorher, ihn würdig zu begehen.

Ich erwartete das Fest mit großer Erregung, da meiner sowohl in der Kirche als auch im Festsaal und beim Mahle schwere Aufgaben harrten. Doch war Schwester Cäcilia nach der letzten Probe sehr zufrieden mit mir und meinte: »Mädl, wenn du morgen so gut singst, hebst die ganze Pfarrkirche in den Himmel; ich bin recht zufrieden.«

Als dann der Morgen des Festes gekommen war, regte sich's im Kloster wie in einem Bienenkorbe: geschäftige Nonnen huschten durch die Gänge, den Arm voll Myrtenkränzlein, weißer Nonnenschleier oder Skapuliere, und eilten in die Zellen, um die jungen Gottesbräute zu schmücken und zu kleiden. Große Girlanden wurden aufgehangen und die Kapellen geziert, und die älteren Klosterfrauen liefen mit kritischem Blick herum, hier zupfend, dort stäubend, überall noch die letzte Hand an die Dekorationen legend und den Kandidatinnen die ihnen zukommenden Handreichungen und Arbeiten anweisend und erklärend.

Wir hatten uns nach dem Frühstück im Musiksaal versammelt, um unsere Aufgabe noch einmal flüchtig durchzugehen. Da krachten zahlreiche Böllerschüsse von Kamhausen herüber, zum Zeichen, daß der Bischof dort angelangt und, empfangen vom Klerus und den Obern des Klosters, sich auf dem Wege zu uns befinde.

Rasch ordneten wir uns in der Einfahrtshalle und begrüßten den Ankommenden mit einer Jubelhymne, während draußen alle Glocken geläutet wurden.

Inzwischen schritten die bräutlich weiß angetanen Jungfrauen und Novizinnen zur großen Pfarrkirche, in der schon ihre Angehörigen zahlreich versammelt waren. Danach kamen die älteren Schwestern, und um acht Uhr begann die Feier.

Brausend tönte die Orgel durch das Gotteshaus, und nach einer Ansprache des Bischofs traten die Bräutlein alle vor den Hochaltar, fielen auf ihr Angesicht nieder und beteten laut das Confiteor. Danach empfingen sie aus der Hand des Bischofs den Leib dessen, dem sie sich nun auf ewig antrauen wollten.

Mit ausgebreiteten Armen verharrten sie während des Hochamts in Gebet und Verzückung und schienen nun ganz und gar losgelöst von der Welt.

Bis dahin war ich meiner Aufgabe ganz gerecht geworden; als sich aber nach dem Hochamt die Novizinnen auf die Erde warfen und mit einem schwarzen Bahrtuch überdeckt wurden, zum Zeichen, daß sie nun auf ewig für die Welt gestorben seien, und der Bischof ihnen die ewigen Gelübde der freiwilligen Armut, der steten Keuschheit und des blinden Gehorsams abnahm und einer Jungfrau nach der andern das Haar abschnitt und sie mit dem Ordenshabit der Novizinnen bekleidete, da packte mich ein Grauen und in mir schrie es: »Nie, niemals werd ich Nonne! Niemals!« und ich begriff nicht, daß andere Mädchen so glückselig ausschauen konnten. Mein Entsetzen war so groß, daß ich den Einsatz verpaßte und erst nach längerer Zeit merkte, daß, hätte nicht Schwester Cäcilia mich beobachtet und im rechten Augenblick für mich eingesetzt, sicher ein Unglück geschehen wäre.

Ich konnte kaum das Ende der kirchlichen Feier erwarten und rief nachher im Musiksaal meiner Lehrerin zu: »Schwester, das weiß ich g'wiß: ich werd keine Klosterfrau! Ich sollt meine schönen Haar hergeben? Nein, niemals!«

Doch hatte ich den übrigen Tag keine Zeit mehr, viel an das Vergangene zu denken; denn auf die Tafelgesänge folgte die Nachmittagsandacht und am Abend wurde noch ein Theaterstück, die heilige Agnes, aufgeführt. Ich kam endlich todmüde ins Bett und schlief rasch ein; doch quälten mich wirre Träume, und es war mir, als läge ich auf einem Altar und man habe ein Leichentuch über mich geworfen, während mir meine Zöpfe abgeschnitten und in einen Sarg gelegt wurden. Aber ich sah nirgends einen Priester, noch den Bischof und lauter fremde Nonnen waren um mich.

Das Fest währte drei Tage, und auch die Pfleglinge und Kranken durften daran teilnehmen. Es ward ihnen an diesen Tagen auch manches nachgesehen, was man sonst unnachsichtlich bestraft hätte; denn es waren unter ihnen viel bösartige und heimtückische Geschöpfe, zu deren Bändigung es oft strenger Mittel bedurfte, wie Zwangsjacken, Hungerkuren, finsterer oder vermauerter Zellen und dergleichen.

Freilich geschah es mitunter auch, daß der eine oder die andere in einer solchen Zelle vergessen wurde. Da die Kerker sich alle unter dem Dach befanden, konnte man oft zwei, drei Tage lang ein entsetzliches Heulen und Wimmern hören; doch wußten nur wenige, woher es kam, und diese hüteten sich wohl, es uns Neulingen zu sagen.

Dafür ging im Kloster seit langem das Gerücht, auf dem Dachboden seien Gespenster; man erzählte von sündhaften Mönchen, die für ihre geheimen Missetaten also gestraft worden seien, daß sie in Ewigkeit keine Ruhe fänden, sondern ihre Geister im Kloster umgehen müßten zum warnenden Beispiel für alle, die darin lebten.

So geschah es auch einmal, als ich mit einer andern Kandidatin auf den Speicher gegangen war, um dort unsere Garderobeschränke in Ordnung zu bringen, daß wir plötzlich ganz in unserer Nähe ein dumpfes Schlagen hörten, während vom Bretterboden dichter Staub aufwirbelte. Unter lautem Schreien liefen wir zitternd zur Schwester Cäcilia und berichteten ihr den Vorfall. Nachdenklich ging sie mit uns nochmals hinauf und wir suchten den ganzen Speicher ab. Da fanden wir, daß eine tobsüchtige Frau, von uns die Putzmarie genannt, weil sie den ganzen Tag mit einem Schaff Wasser und einer Putzbürste herumlief und scheuerte, seit vier Tagen hier eingeschlossen war und beständig auf den losen Bretterboden sprang, um gehört zu werden; denn sie war schon dem Verschmachten nahe.

Schwester Cäcilia veranlaßte sofort ihre Befreiung, und die Alte war ihr so dankbar dafür, daß sie alle Tage den Musiksaal putzen wollte. Als ihr das aber nicht gestattet wurde, schüttete sie laut schimpfend ihr Schäfflein Wasser auf den Gang und begann nun hier zu fegen und zu wischen. Man ließ sie gewähren; denn ihre Pflegeschwester hatte derweilen die Hände voll Arbeit mit anderen Kranken. Es waren dies geistesschwache Kinder im Alter von zwei bis zehn Jahren, die jetzt mit dem beginnenden Frühjahr in den sogenannten Kreuzgarten getragen wurden, der in Wahrheit nur ein armseliges Wieslein zwischen vier hohen Klostermauern war. Hier hockten und lagen sie nun in den seltsamsten Stellungen, viele in einer Zwangsjacke, deren lange Ärmel auf dem Rücken zusammengeknüpft waren, so daß es ihnen unmöglich war, die Hände zu gebrauchen; denn die meisten von ihnen fraßen das Gras, Steine, Erde oder gar den eigenen Unrat. Zwei Schwestern eilten beständig von einem zum andern, um sie vor Schaden zu bewahren. Doch diese armen Wesen, die in ihren Bedürfnissen so anspruchslos waren, machten viel weniger Mühe als jene, von denen behauptet wurde, sie seien besessen.

Unter diesen bedauernswerten Geschöpfen war besonders eines, das mich lebhaft anzog, ein ungefähr zwölfjähriges Mädchen, welches, da es aus sehr vornehmer Familie stammte, bei uns Kandidatinnen Aufnahme fand, obschon es eigentlich auch in die Abteilung jener Armen gehörte, für die niemand zahlte. Das Kind war klein und von zierlichem Wuchs; sein zartes, milchweißes Gesichtlein, aus dem ein paar große braune Augen erschreckt in die Welt sahen, war von reichem kastanienbraunen Haar umrahmt, das man ihr fest und glatt zurückgekämmt hatte. Obwohl nun die Schwestern das Wasser und auch Pomaden beim Kämmen nicht sparten, erschienen doch, allen Bemühungen zum Trotz, jeden Vormittag aufs neue an ihren Schläfen zuerst kleinere, wirre Löckchen, bis dann nach wenig Stunden sich Locke an Locke um ihre Stirn ringelte, was dem Gesicht etwas ungemein Liebliches gab. Sie hieß Margaret und war sehr klug, in manchen Dingen sogar erfinderisch; auch lernte sie leicht und erfaßte rasch und mit feiner Beobachtung. Legte man ihr aber den Katechismus oder sonst ein religiöses Buch vor, so weigerte sie sich hartnäckig, daraus zu lesen oder zu lernen und war durch die strengsten Strafen und Züchtigungen nicht dazu zu bewegen. Man ließ sie tagelang hungern, die ekelerregendsten Dinge verrichten; man gab ihr nachts ein hartes Lager und wies ihr schwere Arbeiten an; sie ließ alles mit sich geschehen, ohne zu klagen. Man schlug sie grausam mit dem Stock und verbot uns aufs strengste, mit ihr zu reden; umsonst, sie blieb auf alle religiösen Fragen stumm, während sie in allen übrigen Lehrfächern gute Antworten zu geben wußte. Sie tat mir herzlich leid, und ich übertrat manchmal im geheimen das Verbot und sprach mit ihr. Da fand ich, daß sie sehr munter plauderte und ein überaus liebenswürdiges und geselliges Mägdlein gewesen wäre. Aber sie begann gar bald zu kränkeln und kurz vor meinem Austritt starb sie an galoppierender Schwindsucht.

Dieser Krankheit erlagen übrigens auch gar viele Nonnen und Jungfrauen, und auch zahlreiche Pfleglinge wurden davon ergriffen. Die meisten Opfer standen im Alter von zwanzig bis dreißig Jahren; manche waren noch jünger. Es wurde ein eigener, großer Fleck Landes von dem Superior angekauft und in einen Friedhof verwandelt, in dem die Kreuzlein bald so dicht standen, wie die Nonnen Sonntags in den Kirchenstühlen saßen.

Da schien es mir nicht verwunderlich, daß jede Nonne angesichts des großen Sterbens beizeiten schon des Himmels gewiß sein wollte und darum eifrigst auf ihr Seelenheil bedacht war, welches Bestreben durch die Klostergeistlichen treulich gefördert und unterstützt wurde.

Unter ihnen war auch ein Kurat, welcher sowohl in seinem Äußern als auch in bezug auf seine große Strenge in Dingen der Sitte und Reinheit ganz dem heiligen Aloysius glich. Er ward daher von jedermann nur Pater Sankt Aloysius genannt und als Muster reiner Sitten gepriesen. Von mancher Nonne ward er sogar als Heiliger verehrt, bis sich eines Tages diese Verehrung in großen Zorn und Abscheu verwandelte, als man nämlich erfuhr, daß dieser tugendsam Priester eine Lehramtskandidatin, ein wohlgebautes, etwa zwanzigjähriges Mädchen, das schon fünf Jahre dort weilte, des öfteren abends mit sich ins Stüblein nahm und erst nach mehreren Stunden daraus entließ. Kandidatinnen, die zur nächtlichen Betstunde gingen, hatten sie aus seinem Zimmer schleichen sehen und dann bemerkt, wie eine alte Nonne wütend aus einer Nische hervorsprang, die Erschrockene aus dem Halbdunkel ans Licht zerrte und laut beschimpfte. Also hub ein großes Geschrei an, und sowohl die Sünderin, als auch der Priester mußten das Kloster verlassen.

Der Geistliche, welcher dem Pater Sankt Aloysius im Amt folgte, war schon ein alter Herr und besaß die üble Gewohnheit, während der Beicht immer einzuschlafen, wodurch die Nonnen ihr Seelenheil gefährdet glaubten und nicht eher ruhten, bis wieder ein junger, strenger Benefiziat an seine Stelle kam.

Mit wahrem Feuereifer waltete dieser seines Amtes und war unermüdlich darauf bedacht, alle Seelen ringsum vollkommen und makellos zu machen. Besonders Verfehlungen gegen die Kardinaltugend des Ordens, den heiligen Gehorsam, ahndete er mit unnachsichtlicher Strenge und gab denen, die sich in der Beicht eines derartigen Vergehens anklagten, die schwersten Bußen auf.

Trotzdem wurde mir die Ausübung dieser Tugend nicht leicht. Es war kurz vor dem Weihnachtsfest, dem zweiten, das ich im Kloster verlebte, daß ich mich schwer gegen dieselbe versündigte.

Um diese Zeit war ein großes Paket von meiner Mutter angekommen, das meine Weihnachtsgeschenke enthielt. Darunter war auch eine schwarze Kleiderschürze mit langen Ärmeln, wie ich sie mir schon seit langem gewünscht hatte. Doch ich hatte sie noch nicht anprobiert, als schon ein Befehl unserer Präfektin kam, ich solle diese Schürze sofort in das Nähzimmer geben, damit man mir zwei kleine daraus mache; denn so sei dieselbe ganz gegen die heilige Armut und ich dürfe so etwas nicht tragen. Da sie mir sehr wohl gefiel, konnte ich mich nun lange nicht von ihr trennen und legte das schöne Stück einstweilen auf den Speicher, wo ich sie alle Tage ans Licht zog und wehmütig mit der Hand darüberstrich, sie an mich hinhielt, wieder zusammenlegte und sorgfältig versteckte.

Eines Tages aber ward die Versuchung, die Schürze einmal anzuziehen, in mir so mächtig, daß ich nicht mehr widerstehen konnte. Ich schlich mich also in die Garderobe, zog sie aus dem Koffer und schlüpfte rasch hinein, dann trat ich ans Speicherfenster und besah mich in der blinden Scheibe; denn Spiegel gab es nicht, und auch der meine war aus meiner Nähschatulle entfernt und ein Heiligenbild an seine Stelle geleimt worden. Da hörte ich plötzlich meinen Namen rufen, und herauf stürmte eine Kandidatin: »Magdalena! Magdalena! Geschwind komm zu Schwester Archangela! Es ist Probe für das Weihnachtsfestspiel!«

Ratlos sah ich mich um und zögerte mit dem Gehen, vergeblich an der Unglücksschürze nestelnd und zerrend, um die Knöpfe am Rücken aufzumachen; doch schon rief mir meine Kollegin zu: »Wenn du nicht gleich kommst, melde ich deinen Ungehorsam!« und schickte sich zum Gehen, worauf ich ihr folgte, immer noch bemüht, die Knöpfe aufzureißen. Auf dem Gang kam mir die Präfektin schon entgegen. Vergeblich suchte ich mich hinter der andern Kandidatin zu verstecken; sie hatte mich schon erblickt und sah nun starr auf die verbotene Schürze, während ich fühlte, wie mir abwechselnd Röte und Blässe über die Wangen lief. Auch auf ihrem Gesicht erschienen ein paar hochrote Flecken, und mit den Worten: »Da, dies für deinen Ungehorsam, Rotzmädel!« gab sie mir ein paar heftige Schläge ins Gesicht. Darauf führte sie mich zum Superior und erzählte ihm meine Sünde.

Der greise Priester kündigte mir, nachdem er also schwere Anklagen gegen mich vernommen hatte, meine Entlassung an, indem er sprach: »Mache dich bereit, in drei Tagen bist du des Gehorsams ledig!«

Zwei Tage später kam ein Brief meiner Mutter, in dem sie ihren Besuch für Weihnachten ankündigte. Ich wollte mich trotzdem zur Heimreise ankleiden und stand trotzig am Speicher und verschloß eben meinen Koffer, als man mir meldete: »Du kannst noch bleiben, bis deine Mutter kommt!«

Ich erwartete also mit nicht geringer Aufregung ihren Besuch, obschon meine Lehrerin, Schwester Cäcilia, mir immer wieder Mut machen wollte: »Hab doch keine solche Angst, Magdalena! Ich mach schon alles wieder gut!«

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