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Erinnerungen aus meinem Leben

Gustav Freytag: Erinnerungen aus meinem Leben - Kapitel 1
Quellenangabe
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typeautobio
authorGustav Freytag
titleErinnerungen aus meinem Leben
publisherDeutscher Bücherbund G.m.b.H.
year1926
firstpub1886
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20080820
projectide3728cc0
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Vorwort

Es erscheint überflüssig, einem Werke wie diesen Erinnerungen ein Vorwort beizugeben – wenn dennoch einige Zeilen auf dieser ersten Seite stehen, so sollen sie sich weniger auf das Buch als auf den Herausgeber beziehen. Was ihn bewog, diese Aufzeichnungen einem großen Leserkreis zuzuführen, war nicht allein der Name Gustav Freytags – der immerhin anziehend genug ist, um auch Interesse für sein Leben vorauszusetzen – sondern mehr noch die lebendige Darstellung einer eigentümlichen und bedeutsamen Spanne Zeit zwischen Zöpfigkeit und dem Aufklang neuen Zeitalters, die Freytag durchlaufen und mit offenen Augen erlebt hat. Bisher versteckt in der großen Gesamtausgabe, sehr zum Unrecht kaum neben anderen Lebenserinnerungen genannt, glaubt der Herausgeber, daß gerade heute sich viele Leser dieses Buches erfreuen werden. Es ist kein aufregendes Geschehen in diesen Blättern, die dennoch von Anfang bis Ende fesseln. Wunderliche Kleinstadt an polnischer Grenze, mit wunderlichen Menschen und Vorkommnissen, Schlesien, Preußen, Sachsen, Männer der Wissenschaft, Kunst, Literatur, Theater, Politik, Journalismus, das tolle Jahr, literarische Werkstatt – das alles zieht bunt und abwechslungsreich vorüber, spiegelnd Fernes und Verschwundenes, Großes und Kleines, Wechselndes und Bestehendes.

Einige Kürzungen wurden nur vorgenommen, um manche Breiten zu mindern und für den Leser von heute zu runden; Wesentliches fiel dabei nicht zum Opfer.

Greiz, Neujahr 1926.

Fritz-Friedrich Fischer

Ich sollte schreiben, doch ich saß im Dämmer Verstäubt und reisemüde auf der Bank, Unlustig zu der Arbeit, einst Erlebtes Den lieben Deutschen auf dem Markt zu schildern.

Da zog's am Vorhang und das Fenster klirrte, Um Haupt und Herz ergoß sich helles Licht, Die Feder fühlte ich in die Hand gedrückt, Und leise klang die Mahnung: »schreib«. – Ich schrieb.

Heut leg ich diese Blätter dir ans Herz, Vertraute meiner Werkstatt, Mahnerin! Zuerst gehört vor andern dir das Buch, Zumeist vor allen dir des Freundes Dank.

Siebleben, 1. Oktober 1886

G. F.

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