Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Victor Auburtin >

Einer bläst die Hirtenflöte

Victor Auburtin: Einer bläst die Hirtenflöte - Kapitel 7
Quellenangabe
typesketch
authorVictor Auburtin
titleEiner bläst die Hirtenflöte
publisherHans von Hugo Verlag
editorWilmont Haacke
year1940
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20070719
projectidbc5cee8a
Schließen

Navigation:

Lohnte es sich?

Man legte einander die Frage vor: Lohnte sich dieses Leben: oder sollte es nicht besser gewesen sein, wenn man gar nicht geboren wäre, wenn man das Dunkel da unten niemals verlassen hätte?

Dazu wurde einerseits dieses angeführt: Das Leben besteht aus Halunken, aus Ärger, aus Fahrten im Automobilomnibus, aus verbrannten Kalbskotelettes, aus Hast, Drang und Unrast, aus Zahnschmerzen, Theaterpremieren und Zigarrenstummeln, Bettel, Zank und aus Ekel, Ekel, Ekel.

Andererseits wurde zu der Frage folgendes angeführt: Soeben steht ein klarer Januarsonnentag über unserer Ebene. Weiße Wolken gehen vor dem Ostwinde langsam dahin und haben rote flammende Ränder. Der Himmel ist gegen den Horizont blaß, gegen den Zenit immer tiefer blau, und siehst du senkrecht hinauf, so blickst du in die klare, mächtige Tiefe des Kosmos. Und gerade vor dieser Tiefe kreist ein Taubenschwarm und ist bald golden, bald dunkel, je nachdem er den Rhythmus seines Flügelschlages der Sonne zuwendet oder nicht.

Und nun antwortet man auf jene Frage so: Böte das ganze Leben an Gutem nichts als diese Taubensekunde, aus den Nächten des Nichts schrie ich nach ihm; schrie ich nach ihm.

 << Kapitel 6  Kapitel 8 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.