Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Victor Auburtin >

Einer bläst die Hirtenflöte

Victor Auburtin: Einer bläst die Hirtenflöte - Kapitel 40
Quellenangabe
typesketch
authorVictor Auburtin
titleEiner bläst die Hirtenflöte
publisherHans von Hugo Verlag
editorWilmont Haacke
year1940
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20070719
projectidbc5cee8a
Schließen

Navigation:

Aus »Nach Delphi« (1924)

Die redselige Dame

Schon seit Kufstein hat uns die redselige Dame erzählt, wie oft sie in Italien gewesen sei und wie ausgezeichnet sie es verstehe, mit den Italienern umzugehen. Man müsse nur gut Italienisch sprechen können. Und in die Suppe täte man sich geriebenen Käse. Und die langen Makkaroni, genannt Spaghetti, dürfe man nicht mit dem Messer zerschneiden, das sei lächerlich, und daran erkenne jeder gleich den Deutschen.

Offenbar kann sie die italienische Grenze kaum erwarten. Sie will uns zeigen, wie es gemacht wird.

Brennero. Zwei Karabinieri schreiten auf und nieder. Junge Leute in grünen Uniformen stehen auf dem Bahnsteig, und ein echter Italiener erscheint im Abteil, um sich einen Platz bei uns zu suchen.

Wie wild stürzt die redselige Dame auf ihn los: Signore. Dove sta? Compiacenza. Quando siamo? Der echte Italiener sieht sie einen Augenblick an und antwortet:

Sie können ruhig deutsch reden.

Und nun hätte die redselige Dame eigentlich erröten müssen. Aber das ist ja der Vorzug, den redselige Damen vor uns anderen im Leben haben: sie erröten nie.

 << Kapitel 39  Kapitel 41 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.