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Einer bläst die Hirtenflöte

Victor Auburtin: Einer bläst die Hirtenflöte - Kapitel 33
Quellenangabe
typesketch
authorVictor Auburtin
titleEiner bläst die Hirtenflöte
publisherHans von Hugo Verlag
editorWilmont Haacke
year1940
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20070719
projectidbc5cee8a
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Harzreise im Winter

Dieses Unternehmen hat schon Goethe ausgeführt, das ist allgemein bekannt. Aber Goethe ist mit mehr Komfort und größerer Bequemlichkeit nach dem Harz gereist, als wir jetzt.

Der bestieg sein Pferd, auf dem er ganz allein saß, und war nie darüber in Sorge, ob er den Anschluß in Halberstadt erreichen oder verfehlen werde. Sein eigener Herr und Meister, ritt er das Tal hinauf, mit den Augen die Gesteinsart der Bergwände prüfend und im Herzen den nächsten Brief an Charlotten konzipierend.

Oder er fuhr in der Postkutsche. Dieses Verkehrsmittel trägt heute den Fluch der Lächerlichkeit, aber es hatte den Vorzug, daß bisweilen darin gedichtet wurde. So hat Goethe in der Postkutsche dieses nette Verschen gedichtet, das ich aus dem Gedächtnis zitiere: »Weit, hoch, herrlich der Blick, Rings ins Leben hinein; Von Gebürg' zu Gebürg' Schwebet der ewige Geist, ewigen Lebens ahndevoll.«

Das war damals.

Jetzt sitzen wir unser sechzig in einem Kasten, der Speisewagen benannt wird, und essen gleichzeitig und im Takt Kabeljau mit Mostrichsauce.

An der Wand hängt ein Kasten, in den Beschwerden niedergelegt werden können.

Für den Fall, daß einer von uns die Absicht haben sollte, sich schriftstellerisch zu betätigen.

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