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Eine ägyptische Königstochter Bd. I

Georg Ebers: Eine ägyptische Königstochter Bd. I - Kapitel 27
Quellenangabe
typefiction
booktitleEine ägyptische Königstochter
authorGeorg Ebers
year1879
publisherEduard Hallberger Verlag
addressStuttgart und Leipzig
titleEine ägyptische Königstochter Bd. I
created20021129
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1864
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Neuntes Kapitel.

Die unschuldige Urheberin all' dieser traurigen Verwicklungen, Nitetis, hatte seit dem Geburtstagsfeste des Königs unendlich traurige Stunden verlebt. Seit jenen harten Worten, mit denen Kambyses das arme Weib aus der Halle gewiesen, nachdem ihr unerklärliches Benehmen seine Eifersucht erweckt hatte, war nicht die geringste Kunde, weder von ihrem zornigen Geliebten, noch von seiner Mutter und Schwester zu ihr gelangt. Jeder Tag hatte sie seit ihrer Anwesenheit in Babylon mit Kassandane und Atossa vereint. Als sie sich zu denselben tragen lassen wollte, um ihnen ihr sonderbares Benehmen zu erklären, verbot ihr Kandaules, ihr neuer Wächter, in kurzen Warten, das Haus zu verlassen. Bis dahin glaubte sie. eine freimüthige Erzählung dessen, was sie dem letzten Briefe aus ihrer Heimath entnommen, werde all' diese Mißverständnisse aufklären. In Gedanken sah sie schon Kambyses, seine Heftigkeit und seine thörichte Eifersucht bereuend, ihr die Vergebung fordernde Hand entgegenstrecken. Endlich zog sogar eine gewisse Freudigkeit in ihre Seele, als sie eines Wortes gedachte, das sie einst aus dem Munde des Ibykus vernommen hatte. »Wie ein starker Mann heftiger als ein Schwächling vom Fieber erfaßt wird, so quält die Eifersucht ein kräftig liebendes Herz furchtbarer, als ein nur obenhin von der Leidenschaft ergriffenes.«

Wenn der große Kenner der Liebe Recht hatte, so mußte Kambyses, dessen Eifersucht so schnell und furchtbar entflammt war, eine große Leidenschaft für sie empfinden. In diese Zuversicht mischten sich fortwährend trübe Gedanken an die Heimath und finstere Ahnungen, denen sie ihr Herz nicht verschließen konnte. Als die Mittagssonne glühend am Himmel brannte und noch immer keine Nachricht von Denen, die sie liebte, kam, wurde sie von einer fieberhaften Unruhe ergriffen, welche sich fort und fort steigerte, bis die Nacht hereinbrach. Als es dunkelte, trat Boges bei ihr ein und erzählte ihr mit bitterem Hohne, daß der König ihren Brief an Bartja besitze, und der Gärtnerknabe, welcher ihn überbringen sollte, hingerichtet worden sei. Die gemarterten Nerven der Königstochter vermochten diesem neuen Schlage nicht zu widerstehen. Ehe Boges sie verließ, trug er die Besinnungslose in ihr Schlafgemach und riegelte es sorglich zu.

Wenige Minuten später entstiegen zwei Männer, ein Jüngling und ein Greis der Fallthüre, welche Boges vor zwei Tagen so aufmerksam geprüft hatte. Der Alte blieb, sich an die Wand des Hauses drängend, stehen, während der Jüngling einer an einem Fenster winkenden Hand folgte und sich mit einem Satze in das Zimmer schwang. Liebesworte und die Namen Gaumata und Mandane wurden leise geflüstert, Küsse gewechselt und Schwüre geleistet. Endlich klatschte der Alte in die Hände. Der Jüngling folgte sogleich diesem Winke, umarmte die Dienerin der Nitetis noch einmal, sprang wieder durch das Fenster in den Garten, eilte an den nahenden Bewunderern der blauen Lilie vorüber, schlüpfte mit seinem Begleiter in die offen gehaltene Fallthüre, schloß sie behutsam und verschwand.

Mandane eilte schnell in das Zimmer, in welchem ihre Herrin des Abends zu verweilen pflegte. Sie kannte ihre Gewohnheiten und wußte, daß sie allabendlich beim Aufgang der Sterne an dem dem Euphrat zugekehrten Fenster zu sitzen und von dort aus, ohne jemals nach einer Dienerin zu verlangen, stundenlang in den Strom und die Ebene zu schauen pflegte. So hatte sie, ohne eine Entdeckung von dieser Seite zu befürchten und in dem Bewußtsein, von dem Eunuchenobersten selbst beschützt zu werden, ihren Geliebten ruhig erwarten können.

Kaum hatte sie ihre bewußtlose Herrin gefunden, als sie vernahm, wie sich der Garten mit Menschen füllte, Männer- und Eunuchenstimmen durcheinander schrieen, und die Trompete ertönte, welche die Wächter herbeizurufen bestimmt war. Anfänglich zitterte sie in dem Gedanken, man habe ihren Geliebten entdeckt; als aber Boges erschien und ihr zuflüsterte: »Er ist glücklich entkommen!« befahl sie den Dienerinnen, welche aus dem Weibergemache, in das sie dieselben, ihres Stelldicheins wegen, verbannt hatte, schaarenweis herbeiströmten, die Gebieterin in ihre Schlafkammer zu tragen, und wendete alle Mittel an, um Nitetis in's Leben zurückzurufen. Diese hatte kaum die Augen geöffnet, als Boges in ihr Zimmer trat und zweien Eunuchen, die ihm folgten, befahl, die zarten Arme der Jungfrau mit Ketten zu belasten.

Keines Wortes mächtig ließ Nitetis Alles über sich ergehen; ja sie fand keine Erwiederung, als ihr Boges, das Haus verlassend, zurief: »Laß' Dir's in Deinem Käfig wohlgefallen, mein gefangenes Vögelchen. So eben erzählt man Deinem Herrn, ein Königsmarder habe sich in seinem Taubenschlage vergnügt. Gehab' Dich wohl und denk' an den armen, geplagten Boges, wenn Dich bei dieser Hitze die feuchte Erde abkühlen wird. Ja, mein Täubchen, im Tode erkennt man seine wahren Freunde, darum will ich Dich in keinem Sacke von grobem Leinenzeuge, sondern in einem Tuche von zarter Seide vergraben lassen! Lebe wohl, mein Herzblatt!«

Das schwergeprüfte Weib hörte diese Worte bebend an und bat Mandane, nachdem sich der Eunuch entfernt hatte, um Aufklärung über das Vorgefallene. Die Zofe erzählte ihr, dem Rathe des Eunuchen folgend, Bartja habe sich in die hängenden Gärten geschlichen und sei, als er eben ein Fenster ersteigen wollte, von mehreren Achämeniden gesehen worden. Man habe Kambyses den Verrath seines Bruders mitgetheilt und fürchte Alles von der Eifersucht des Königs. Das leichtsinnige Mädchen vergoß bei dieser Erzählung reichliche Thränen bitterer Reue, welche ihrer Herrin wohlthaten, weil sie dieselben für Zeugen aufrichtiger Liebe und Theilnahme hielt.

Verzweifelnd schaute Nitetis, als Mandane schwieg, auf ihre Ketten und bedurfte langer Zeit, um sich in ihre furchtbare Lage zu finden. Dann überlas sie den Brief aus der Heimath noch einmal, schrieb auf einen Zettel die kurzen Worte: »Ich bin unschuldig«, befahl der schluchzenden Dienerin, beide nach ihrem Tode der Mutter des Königs zu übergeben und durchwachte eine unendlich lange Nacht. In ihrem Salbenkästchen befand sich ein Mittel zur Verschönerung der Haut, welches, wie sie wußte, den Tod herbeiführte, wenn man es in größerer Menge genoß. Dieses Gift ließ sie sich bringen und beschloß mit ruhiger Ueberlegung sich, wenn der Henker nahen sollte, mit eigener Hand den Tod zu geben. Von nun an freute sie sich auf ihre letzte Stunde und sagte sich. »Er tödtet Dich zwar; aber er tödtet Dich aus Liebe.« Dann kam ihr der Gedanke, ihm einen Brief zu schreiben und ihm in demselben die ganze Fülle ihrer Liebe zu gestehen. Er sollte dies Schreiben erst nach ihrem Tode erhalten, damit er nicht glauben möge, sie habe es, um ihr Leben zu retten, geschrieben. Die Hoffnung, der unbeugsame Starke könnte diese letzten Grüße vielleicht mit seinen Thränen benetzen, erfüllte ihre Seele mit einer schmerzlichen Wollust.

Trotz ihrer schweren Ketten schrieb sie dann folgende Worte. »Kambyses wird dieses Schreiben erst, wenn ich nicht mehr sein werde, erhalten. Es soll meinem Gebieter sagen, daß ich ihn heißer liebe als die Götter, die Welt, ja als mein eigenes junges Leben. Kassandane und Atossa sollen sich meiner freundlich erinnern! Aus dem Briefe meiner Mutter werden sie ersehen, daß ich unschuldig bin und Bartja nur um meiner armen Schwester willen zu sprechen begehrte. Boges hat mir gesagt, mein Tod sei beschlossen. Wenn der Henker naht, so werde ich meinem Leben ein Ende machen. Ich begehe ein Verbrechen an mir selbst, um Dich, Kambyses, vor einer schimpflichen That zu bewahren.«

Dieses Schreiben übergab sie sammt dem Briefe ihrer Mutter der weinenden Mandane mit der Bitte, beide dem Kambyses, wenn sie nicht mehr sein sollte, zuzustellen.

Dann warf sie sich nieder und flehte zu den Göttern ihrer Heimath, indem sie dieselben wegen ihrer Abtrünnigkeit um Verzeihung bat.

Als Mandane sie ermahnte, ihrer Schwäche zu gedenken und sich niederzulegen, sagte sie: »Ich brauche nicht zu schlafen, denn ich habe ja nur noch kurze Zeit zu wachen!«

Je länger sie betete und ägyptische Hymnen sang, desto inniger wandte sie sich wiederum den Göttern ihrer Heimath zu, welche sie nach so kurzem Kampfe verleugnet hatte. Fast alle Gebete, die sie kannte, bezogen sich auf das Leben nach dem Tode. Im Reiche des Osiris, in der Unterwelt, woselbst die zweiundvierzig Todtenrichter den Werth oder Unwerth der Seele nach der Wägung der Göttin der Wahrheit und des Himmelsschreibers Thoth beurtheilen sollten, durfte sie ihre Lieben wiederzusehen hoffen, wenn ihre ungerechtfertigte Seele nicht die Wanderung durch die Leiber der Thiere antreten mußte, wenn ihr Körper, der Seelenträger, erhalten bleiben würde(Anm. 112) Ueber das Dogma der Aegypter, welches die Wohlfahrt der Seele von der Erhaltung des Leibes abhängig machte, und ihre Ansichten von dem Fortleben nach dem Tode I. Th. A. 121. Hier sei noch erwähnt, daß, da der Verstorbene in der Unterwelt den Gebrauch seiner Glieder, des Mundes, des Herzens, der Füße und Hände wieder erhält (Todtenb. K. 21–30), diese erhalten bleiben mußten, denn was dem Leibe fehlte, das fehlte dem Schemen, seinem Abbilde. Jedenfalls haben sie es verstanden, den Unsterblichkeitsgedanken nach allen Seiten hin auszubeuten. Wie die Sonne in der Nacht nicht stirbt, sondern nur die Unterwelt beleuchtet, so ist auch der verstorbene Aegypter nicht todt; seine ewige Seele beginnt vielmehr nach dem Abschiede von der Erde erst recht zu leben. Sie geht in die Unterwelt, um dort entweder gerechtfertigt zu werden, und dann im reinen Richte des Ostens, der Seligkeit theilhaftig, in dem Gefilde Anlu oder Alu wohlbewässerte Felder zu besäen und mühelos abzuernten, bis sie reif ist, als ein Theil der Weltseele in Osiris aufzugehen, oder nach furchtbaren Qualen in dem höllischen Purgatorium aus der Unterwelt gepeitscht zu werden und ihre Wanderung durch die Thierleiber anzutreten. So sehen wir an verschiedenen Stellen, wie die verdammte Seele in Gestalt einer Sau aus dem Hades hinausgepeitscht wird. Nach dieser Wanderung darf sie, gereinigt und gesühnt, sich endlich mit Osiris vereinen oder muß nochmals den Reinigungsweg antreten. Pythagoras hat seine Lehre von der Seelenwanderung den Aegyptern entlehnt. Plato entkleidet sie so zart, wie nur er es vermochte, ihres körperlichen Gewandes und übertrug sie in das Reich des Geistes. Die Seelenwanderung bei den Aegyptern hatte übrigens keinesfalls gleiche Bedeutung wie bei den Indern. Ueber die Dauer der Wanderung und die Phönixperiode siehe Lepsius, Chronologie S. 181.. Dies »wenn« erfüllte sie mit fieberhafter Unruhe. Die Lehre, daß das Wohl der Seele an die Erhaltung des zurückbleibenden irdischen Theils des Ich geknüpft sei, war ihr von Kindheit an eingeprägt worden. Sie glaubte an diesen Wahn, der Pyramiden gethürmt und Felsen ausgehöhlt hatte, und erbebte, als sie daran dachte, daß ihr Leichnam, nach persischer Sitte, den Hunden, Raubvögeln und zerstörenden Mächten preisgegeben und ihrer Seele somit jede Hoffnung auf das ewige Leben geraubt werden würde. Da kam ihr der Gedanke, den alten Göttern nochmals untreu zu werden und sich vor den neuen Geistern des Lichts niederzuwerfen. Diese gaben den abgestorbenen Leib den Elementen, aus denen er bestand, zurück und prüften nur die Seele des Verstorbenen. Als sie aber ihre Hände zur großen Sonne erhob, die soeben mit ihren goldenen Strahlenschwertern die im Euphratthale wallenden Nebel besiegte, als sie den Mithra in neu erlernten Liedern zu preisen beginnen wollte, da versagte ihr die Stimme, und statt des Mithra sah sie in dem Gestirn des Tages den Gott, den sie in Aegypten so oftmals gelobt hatte, den großen Ra, und statt des Hymnus der Magier sang sie das Lied, mit dem die ägyptischen Priester die Morgensonne zu begrüßen pflegten:

»Der großen Gottheit eure Kniee beugt,
Dem Kind des Himmels, dem erhab'nen Ra,
Ihm, der aus eigner Urkraft sich erzeugt,
Den, frisch erneut, ein jeder Morgen sah.

Dir schalle Ruhm, der Du im Himmelsmeer,
Gedeihen spendend, wallest durch das Blau;
Du schufest Alles, Alles rings umher,
So weit sich wölbt die hohe Himmelsau.

Du bist der Wächter, dessen milder Strahl
Den Reinen Allen süßes Leben bringt;
Dir schalle Ruhm; und wenn im Himmelsthal
Dein heller Pfad sich durch die Blaue schlingt,

So beben alle Götter, die Dir nah,
Vor süßer Wonne, Kind des Himmels, Ra(Anm. 113) Nach einer Grabinschrift im berliner Museum, zuerst behandelt von E. de Rougé. In der Zeitschrift der deutsch-morgenländischen Gesellschaft IV. 375. In deutsche Verse gebracht vom Verfasser.

Reicher Trost zog mit diesem Sange in ihr Herz. Mit thränenfeuchten Augen schaute sie, ihrer Kindheit gedenkend, dem jungen Lichte, dessen Strahlen ihre Augen noch nicht blendeten, entgegen. Dann sah sie hernieder in die Ebene. Da floß, dem Nile ähnlich, der Euphrat mit seinen gelblichen Wellen. Zahlreiche Dörfer schauten, wie in ihrer Heimath, aus üppigen Saatfeldern und Feigengebüschen hervor. Gen Westen dehnte sich meilenweit der Thiergarten des Königs mit seinen hohen Cypressen und Nußbäumen. Auf allen Blättern und Halmen schimmerte der Morgenthau, und in den Büschen des Gartens, den sie bewohnte, ließen zahllose Vögel ihre lieblichen Stimmen vernehmen. Jetzt erhob sich ein leiser Lufthauch, trug süße Rosendüfte zu ihr hin und spielte mit den Wipfeln der Palmen, die sich am Ufer des Stromes und auf allen Aeckern rings umher, in zahllosen Mengen, schlank und zierlich erhoben.

Ostmals hatte sie diese schönen Bäume bewundert und sie mit Tänzerinnen verglichen, wenn der Sturm ihre schweren Kronen erfaßte und ihre schlanken Stämme bald hierhin bald dorthin beugte. Wie häufig hatte sie sich gesagt, hier müsse die Heimath des PhönixSiehe Anmerkung 117 des I. Theils., des Vogels aus dem Palmenlande sein, der, wie die Priester erzählten, alle 500 Jahre zu dem Tempel des Ra nach Heliopolis kam, woselbst er sich in heiligen Weihrauchflammen verbrannte, um schöner zu erstehen aus seiner Asche und nach drei Tagen in seine östliche Heimath zurückzufliegen. Und während sie dieses Vogels gedachte und gleich ihm aus der Asche des Unglücks zu neuem, schönerem Glücke zu erstehen wünschte, da flog von den Cypressen her, welche die Wohnung Dessen verbargen, den sie liebte und der sie so elend gemacht hatte, ein großer Vogel mit glänzendem Gefieder auf, schwang sich höher und höher und ließ sich endlich auf einer Palme dicht vor ihrem Fenster nieder. Einen gleichen Vogel hatte sie noch nie gesehen, und es konnte auch kein gewöhnlicher Vogel sein, denn ein goldenes Kettlein hing an seinem Fuße, und sein Schweif bestand nicht aus Federn, sondern, wie sie meinte, aus Sonnenstrahlen. Dies war BennoIm Altägyptischen hieß der Phönix Benno. Ueber ihn und seinen Kult zu Heliopolis außer in Note 117 d. I. Th. und 112 d. II. Th. bei Lepsius Chron. S. 180 fgd. und Brugsch geogr. Inschr. I. S. 258., der Vogel des Ra! Andächtig fiel sie von neuem auf die Kniee nieder und sang das alte Phönixlied, indem sie von dem strahlenden Luftbewohner keinen Blick verwandte:

›Hoch über den Häuptern der Menschen daher
Durchschneidet mein Fittig das Aethermeer.
Der Schöpfer, der mächtige, hat mich gemacht;
Ich gleiche ihm selber an glänzender Pracht.
Nun bin ich so lieblich, so köstlich zu schauen
Wie Kronen der Blumen aus blühenden Auen.
Doch strahl' ich auch glänzend im herrlichsten Licht,
Geheim ist mein Wesen, du kennest es nicht;
Ich aber kenn' Alles, was wird und geschah,
Ich bin ja die Seele des ewigen Ra(Anm. 114) In ganz freier Uebertragung nach den ersten Sätzen des 83. Kapitels des Todtenbuchs in deutsche Verse gebracht vom Verfasser. Das betreffende Kapitel führt als Vignette das Bild eines Phönix und heißt »das Kapitel von der Verwandlung in den Bennuvogel«. In der That werden die Seelen in Phönix und anderen Vogelgestalten dargestellt. Der Bennu ist als Seele des Weltgeistes zu betrachten und mit diesem, als dessen Ausfluß und Theil sie angesehen wird, vereint sich die Menschenseele nach dem irdischen Tode, indem sie doch eine gewisse Individualität beibehält. Natürlich nur, wenn sie gerecht befunden ward und alle Vorbereitungsstadien durchlaufen hat..‹

Der Vogel lauschte, das mit wallenden Federn verzierte Köpfchen neugierigklug hin- und herwendend, auf diesen Gesang und flog fort, sobald er beendet war. Nitetis schaute dem vermeinten Phönix, einem Paradiesvogel, der das Kettchen, welches ihn an einen Baum im Thiergarten gefesselt, zerrissen hatte, freundlich nach. Eine wunderbare Zuversicht auf Rettung zog in ihr Herz, denn sie meinte, der Gott Ra habe ihr den Vogel zugesandt, dessen Gestalt sie als seliger Geist annehmen sollte. So lange man wünscht und hofft, kann man viel Unglück ertragen; kommt das Glück nicht, so verlängert sich die Erwartung, und mit ihr die Süßigkeit, welche ihrem Wesen innewohnt. Diese Stimmung ist sich selbst genug und enthält eine Art Genuß, der die Stelle der Wirklichkeit vertreten kann. Mit neuer Hoffnung legte sich Nitetis, ermattet wie sie war, auf den Diwan nieder und versank bald gegen ihren Willen, ohne das Gift berührt zu haben, in einen tiefen, traumlosen Schlaf.

Den Unglücklichen, welche die Nacht durchweinen, pflegt die aufgehende Sonne tröstend in's Herz zu scheinen, während sie den Schuldigen, die das Dunkel aufsuchen, mit ihrem reinen Lichte eine unwillkommene Erscheinung zu sein pflegt. Indessen Nitetis schlief, wachte Mandane, gequält von furchtbaren Gewissensbissen. Wie gern würde sie die Sonne, welche der gütigsten Herrin durch ihre Schuld den Tod bringen sollte, zurückgehalten und von nun an in ewiger Nacht gelebt haben, wenn sie dadurch vermocht hätte, ihre gestrigen Thaten ungeschehen zu machen.

Das gute aber leichtsinnige Geschöpf wurde nicht müde, sich eine ruchlose Mörderin zu nennen. Hundertmal nahm sie sich vor, Alles der Wahrheit gemäß zu gestehen und Nitetis zu retten; aber jedesmal siegten Lebenslust und Furcht über die guten Regungen ihres schwachen Herzens. Wenn sie gestand, so war sie des Todes gewiß, und sie fühlte sich so ganz für das Leben geschaffen, ihr graute so sehr vor dem Grabe, sie hoffte so viel von der Zukunft! Hätte sie nur ewige Gefangenschaft zu befürchten gehabt, so würde sie vielleicht die volle Wahrheit enthüllt haben; sterben aber, sterben konnte sie nicht! Und war denn die Verurtheilte überhaupt durch ein Geständniß zu retten?

Hatte sie denn nicht selbst eine Botschaft derselben durch den unglücklichen Gärtnerknaben an Bartja bestellen müssen? Dieser geheime Briefwechsel war entdeckt worden, und darum wäre Nitetis wohl auch ohne ihr Zuthun verloren gewesen! Wir sind niemals geschickter, als wenn es gilt, das Unrecht, welches wir begehen, vor uns selbst zu beschönigen.

Mandane kniete, als die Sonne aufging, vor dem Lager ihrer Herrin, weinte bitterlich und begriff nicht den ruhigen Schlaf derselben.

Auch Boges, der Eunuch, hatte eine schlaflose, aber glückliche Nacht verlebt. Sein Stellvertreter und Amtsgenosse Kandaules, den er haßte, war seiner Nachlässigkeit, ja vielleicht Bestechlichkeit wegen, auf Befehl des Königs sofort hingerichtet worden, und Nitetis war nicht nur gestürzt, um vielleicht später wieder erhoben zu werden, sondern vielmehr zu einem schimpflichen Tode verurteilt worden, der sie für immer unschädlich machen sollte. Auch der Einfluß der Mutter des Königs hatte einen harten Stoß erlitten. Endlich schmeichelte ihm das Bewußtsein seiner Ueberlegenheit und der geschickten Durchführung seines schwierigen Unternehmens ebenso sehr, als ihn die Hoffnung, bald wieder durch seinen Liebling Phädime der allmächtige Günstling von früher zu werden, beglückte. Das über Krösus und die jungen Helden verhängte Todesurtheil war ihm gleichfalls erwünscht, denn wenn sie am Leben blieben, so war eine Entdeckung seiner Ränke nicht unmöglich.

Der Morgen graute schon, als er das Gemach des Königs verließ, um sich zu Phädime zu begeben. Die stolze Perserin war noch nicht zur Ruhe gegangen. Sie erwartete in fieberhafter Ungeduld den Eunuchen, denn schon war das Gerücht von dem Vorgefallenen in das Weiberhaus und zu ihr gedrungen.

Sie lag, nur mit einem leichten seidenen Hemde und gelben, von Türkisen und Perlen strotzenden Pantoffeln bekleidet, von zwanzig Dienerinnen umgeben, auf dem purpurnen Diwan ihres Putzzimmers. Sobald sie Boges nahen hörte, schickte sie die Sklavinnen fort, sprang auf, lief ihm entgegen und überschwemmte ihn mit einer Fluth von zusammenhangslosen Fragen, welche sämmtlich ihre Feindin Nitetis betrafen.

»Gemach, mein Täubchen,« sagte Boges, seine fleischige Hand auf ihre Schulter legend. »Gemach! Wenn Du Dich nicht bequemen kannst, mäuschenstill und ohne Fragen meinem Berichte zuzuhören, so erfährst Du heute kein Sterbenswort. Ja, meine goldene Königin, ich habe Dir so viel zu erzählen, daß ich erst morgen fertig werden würde, wenn Du mich nach Herzenslust unterbrechen dürftest. Ach, mein Lämmchen, ich habe heut' noch so viel zu thun! Da gibt es erstens einem ägyptischen Eselsritte beizuwohnen, zweitens einer ägyptischen Hinrichtung zuzusehen . . . aber ich greife meiner Geschichte vor und will von Anfang an erzählen. Weinen, lachen, schreien darfst Du vor Freude, so viel Du willst; das Fragen bleibt Dir aber verwehrt, bis ich fertig bin. Diese Liebkosung hab' ich wohl verdient! So, jetzt lieg' ich gut und kann anfangen: Es lebte in Persien ein großer König, der viele Weiber hatte, von denen er Phädime am meisten liebte und vor allen anderen auszeichnete. Da gefiel es ihm eines Tages, um die Hand der Tochter des Amasis von Ägypten zu werben. So schickte er denn eine große Gesandtschaft mit seinem eigenen Bruder als Freiwerber nach Sais . . .«

»Torheiten!« rief Phädime ungeduldig; »ich will wissen, was sich heut ereignet hat.«

»Geduld, Geduld, mein ungestümer Wind des Ader. Wenn Du mich noch einmal unterbrichst, so geh' ich fort und erzähle den Bäumen meine Geschichte. Gönne mir doch die Freude, meine Erfolge zum andern Male zu durchleben. Während ich erzähle, befinde ich mich so wohl wie ein Bildhauer, der den Hammer aus der Hand gelegt hat und sein eben vollendetes Werk betrachtet.«

»Nein, nein,« unterbrach ihn Phädime abermals, »ich kann jetzt nicht hören, was ich schon lange weiß. Ich sterbe vor Ungeduld. Seit vielen Stunden warte ich hier in fieberhafter Spannung. Jedes neue Gerücht, das sich Dienerinnen und Eunuchen zu mir zu bringen beeilten, steigerte meine Ungeduld. Ich bin im Fieber und kann nicht länger warten. Verlange von mir, was Du willst, aber befreie mich aus dieser entsetzlichen Spannung. Später will ich Dir, wenn Du mich bittest, Tage lang zuhören!«

Boges lächelte vergnüglich und sagte, sich die Hände reibend: »Schon als Kind hab' ich kein schöneres Vergnügen gekannt, als einem an der Angel zappelnden Fischlein zuzusehen; jetzt hängst Du, der schönste aller Goldkarpfen, an meinem Seile; darum kann ich Dich nicht eher loslassen, als bis ich mich zur Genüge an Deiner Ungeduld geweidet habe.«

Phädime sprang nun von dem Lager auf, das sie mit Boges getheilt hatte, stampfte mit den Füßen und geberdete sich wie ein ungezogenes Kind. Dem Eunuchen schien dieß Betragen große Freude zu machen, denn er rieb sich immer lustiger die Hände, lachte, daß ihm helle Thränen über die fleischigen Wangen liefen, und leerte viele Becher Weins auf das Wohl der gefolterten Schönen, ehe er also zu erzählen begann: »Es war mir nicht entgangen, daß Kambyses seinen Bruder Bartja, der die Aegypterin hierher gebracht hatte, aus Eifersucht und keinem andern Grunde gegen die Tapuren schickte. Das hochmüthige Weib, dem ich nichts zu befehlen haben sollte, schien mir aber so wenig nach dem schönen Blondkopfe zu fragen wie ein Jude nach Schweinefleisch oder ein Aegypter nach weißen Bohnen(Anm. 115) Die Aegypter durften keine Bohnen essen, wahrscheinlich wegen ihrer blähenden Eigenschaft. Cicero, de Div. I. 30. Herod. II. 37. Plut., Isis u. Osir. 9. Pythagoras entlehnte dies Verbot den Aegyptern. Nach Diodor I. 89 hätte es sich nur auf einen Theil der Aegypter bezogen, denn einige enthielten sich der Linsen, andere der Bohnen &c. Heute fehlen Bohnen, von denen sich die Armen fast ausschließlich nähren, selten bei den Mahlzeiten der Aegypter. Im Papyr. Ebers kommen sie unter den Medikamenten vor.. Dennoch beschloß ich die Eifersucht des Königs zu nähren und vermittelst derselben die Unverschämte, der es zu gelingen schien, uns Beide aus der Gunst des Herrschers zu verdrängen, unschädlich zu machen. Lange suchte ich vergeblich nach einem tauglichen Plane.

»Als endlich das Neujahrsfest kamIm März, bei der Frühlings-Tag- und Nachtgleiche., versammelten sich alle Priester des Reichs zu Babylon. Acht Tage lang war die Stadt voller Jubel, Schmausereien und Gelage. Auch am Hofe ging es hoch her, und ich hatte wenig Zeit an meine Pläne zu denken. Da führten mir die gütigen Amescha çpentaSiehe Anmerkung 106 des II. Theils., als ich gerade am allerwenigsten auf Erfolge hoffen durfte, einen Jüngling in den Weg, den Angramainjus selbst für meine Pläne geschafft zu haben schien. Gaumata, der Bruder des Oropastes, war nach Babylon gekommen, um dem großen Neujahrsopfer beizuwohnen. Als ich den Jüngling zum Erstenmale bei seinem Bruder, den ich im Auftrage des Königs besuchen mußte, sah, vermeinte ich ein Gespenst zu erblicken, so vollkommen glich er dem Bartja. Nachdem ich mein Geschäft mit Oropastes beendet hatte, begleitete mich der Knabe bis zu meinem Wagen. Ich ließ nichts von meinem Erstaunen merken, überhäufte ihn mit Freundlichkeit und bat ihn, mich zu besuchen. Am selben Abende klopfte er bei mir an. Ich ließ den besten Wein auftragen, nöthigte ihn zum trinken und erfuhr abermals, daß die beste Eigenschaft des Rebensaftes die ist, selbst den Schweigsamen plauderhaft zu machen. Der Jüngling bekannte mir in seinem Rausche, er sei nicht nur um des Opfers, sondern vielmehr um eines Mädchens willen nach Babylon gekommen, das bei der Aegypterin als oberste Dienerin verweile. Er liebe sie, so erzählte er, seit seiner Kindheit; sein ehrgeiziger Bruder aber wolle höher mit ihm hinaus und habe der schönen Mandane, um sie von ihm zu trennen, eine Stelle bei der neuen Gattin des Königs verschafft. Endlich bat er mich, ihm eine Unterredung mit seiner Liebsten zu verschaffen. Ich hörte ihm freundlich zu, machte aber Schwierigkeiten und ersuchte ihn schließlich, am folgenden Tage von neuem bei mir anzufragen. Er kam. Ich sagte, daß sich etwas thun ließe, wenn er sich entschließen wolle, meinen Anordnungen blindlings zu gehorchen. Willig ging er auf Alles ein, reiste auf mein Geheiß nach Rhagae zurück und kam erst vorgestern heimlich nach Babylon, woselbst ich ihn in meiner Wohnung verborgen hielt. Bartja war indessen wiedergekommen. Jetzt galt es, die Eifersucht des Königs von neuem zu erregen und die Aegypterin auf einen Schlag zu verderben. Durch Deine Erniedrigung erweckte ich den Groll Deiner Verwandten gegen unsere Feindin und bereitete Alles zu meinem Unternehmen vor. Das Schicksal war mir besonders hold. Du weißt, wie Nitetis sich beim Geburtstagsschmause benahm, aber es ist Dir unbekannt, daß sie am selben Abend einen Gärtnerburschen mit einem Briefe an Bartja in die Königsburg sandte. Der ungeschickte Bote ließ sich erwischen und wurde in derselben Nacht auf Befehl des wüthenden Königs hingerichtet; ich aber sorgte dafür, daß Nitetis so abgeschnitten von jeder Verbindung mit ihren Freunden blieb, als wohne sie im Neste der Simurg(Anm. 116) Die Simurg ist der persische Wundervogel, welcher mit dem Vogel Rock oder Greif zu vergleichen ist. In ihrem Neste wurde Sal, der Vater des Rustem, auferzogen. Sie wird nicht nur groß und stark, sondern auch »weise« genannt. Siehe Firdusi, Königsbuch, Sal.. Das Andere weißt Du.«

»Aber wie entkam Gaumata?«

»Durch eine nur mir bekannte Fallthür, die den Fliehenden weit geöffnet erwartete. Alles ging vortrefflich; ja es war mir sogar gelungen, ein Dolchmesser des Bartja, das er auf der Jagd verloren hatte, zu erlangen und es unter das Fenster der Nitetis zu legen. Um den Prinzen zu entfernen und ihn zu hindern, während der Zeit dieser Vorgänge mit dem Könige oder anderen gewichtigen Zeugen zusammen zu kommen, hatte ich den griechischen Kaufmann Koläus, der gegenwärtig milesische Tuche zu Babylon feil hält und der mir jeden Gefallen thut, weil ich den ganzen Bedarf an wollenen Stoffen für das Weiberhaus von ihm entnehme, gebeten, mir einen Brief in griechischer Sprache zu schreiben, der Bartja im Namen seiner Liebsten, Sappho heißt sie, aufforderte, sich ganz allein zur Zeit des Aufgangs des Tistarsterns bei dem ersten vor dem Euphratthore gelegenen Stationshause einzufinden. Mit diesem Briefe hatt' ich aber Unglück, denn der Bote, welcher ihm denselben übergeben sollte, richtete seine Bestellung ungeschickt aus. Zwar betheuerte er, das Schreiben Bartja selbst übergeben zu haben; es unterliegt aber keinem Zweifel, daß er es einem Fremden, wahrscheinlich dem Gaumata, einhändigte. Ich war nicht wenig erschreckt, als ich erfuhr, Bartja sei am Abend mit seinen Freunden beim Weine vereint gewesen. Doch, das Geschehene war nicht rückgängig zu machen und Zeugen wie Dein Vater, Hystaspes, Krösus und Intaphernes wogen die Aussagen des Darius, Gyges und Araspes reichlich auf. Hier zeugte man gegen, dort für den Freund. Schließlich ging doch noch Alles gut. Die jungen Herren sind zum Tode verurtheilt, und Krösus, welcher sich, wie immer, dem Könige unverschämte Dinge zu sagen erfrechte, wird schon sein letztes Stündlein hinter sich haben. In Bezug auf die Aegypterin hat der oberste Schreiber soeben folgendes Schriftstück aufsetzen müssen. Höre, mein Täubchen, und freue Dich!

»›Die ehebrecherische Tochter des Königs von Aegypten, Nitetis, soll zur Strafe für ihre Schandthaten nach der Strenge des Gesetzes gerichtet werden, und zwar also. Man setze sie rittlings auf einen Esel und führe sie durch die Straßen der Stadt, damit das Volk von Babylon sehe, daß Kambyses die Tochter eines Königs eben so streng zu züchtigen weiß, als seine Richter die geringste Bettlerin bestrafen. Wenn die Sonne untergegangen ist, soll die Ruchlose lebendig vergraben werden. – Dieser Befehl wird dem Eunuchen-Obersten Boges zur Ausführung übergeben. Der Oberste der Schreiber Ariabignes im Auftrage des Königs Kambyses.‹

»Kaum hatte ich diese Zeilen in meinen Aermel gesteckt, als sich die Mutter des Königs mit zerrissenen Kleidern, von Atossa geführt, in die Halle drängte. – Da gab es viel Heulen, Geschrei, Vorwürfe, Flüche, Bitten und Beschwörungen; der König blieb aber standhaft, und ich glaube, daß Kassandane und Atossa dem Krösus und Bartja in die andere Welt nachgesandt worden wären, wenn nicht die Scheu vor der Seele seines Vaters den wutschnaubenden Sohn abgehalten hätte, seine Hand an die Wittwe des Cyrus zu legen. – Für Nitetis sprach Kassandane übrigens kein Wort. Sie scheint von ihrer Schuld eben so fest überzeugt zu sein als Du und ich. Den verliebten Gaumata brauchen wir auch nicht mehr zu fürchten. Ich habe drei Männer gemiethet, welche ihm, ehe er nach Rhagae kommt, ein kühles Bad in den Wogen des Euphrat verschaffen sollen! Die Fische und Würmer werden lustige Tage haben, ha, ha!«

Phädime stimmte in dieses Gelächter ein, überschüttete den Eunuchen mit Schmeichelnamen, welche sie ihm abgelernt hatte, und hängte ihm mit ihren vollen Armen eine schwere, von Edelsteinen strotzende Kette als Zeichen ihrer Dankbarkeit um den fleischigen Hals.

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