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Ein Volksbüchlein

Ludwig Aurbacher: Ein Volksbüchlein - Kapitel 216
Quellenangabe
typelegend
booktitleEin Volksbüchlein
authorLudwig Aurbacher
year1878
publisherPhilipp Reclam jun.
addressLeipzig
titleEin Volksbüchlein
created20040403
sendergerd.bouillon
modified20171017
firstpub1827/1829
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Schutz- und Trutzrede des Autoris.

Viele meiner Landsleute, die dieses lesen, werden es dem Spiegelschwaben nicht verzeihen können, daß er den Studenten vom Galgen befreit habe, den Spitzbuben. Diese Leute sollen aber wissen und verstehen, daß Spaß Spaß sei, und daß man nicht gleich Ernst daraus machen solle. Und überhaupt, ich sage meine Meinung frei, zum Trutz jener meiner Landsleute, daß es Jammer-Schaden ist, daß die köstliche Sammlung des fahrenden Schülers Adolphi von den Schwabenstreichen verbrannt, und verloren gegangen ist. Denn wenn die Kunde von diesen Streichen einmal verschollen ist, womit wollen denn gute Landsleute einander aufziehen? und worüber sollen wir denn mehr lachen, als über uns selbst, die wir doch am besten wissen, was an uns ist? – Was aber die draußen anbelangt, die nicht aus dem Reiche sind, so haben sie den Schwaben wahrhaftiglich nichts vorzurupfen; denn es ist weitbekannt, daß z. B. die Oesterreicher Fläscheltrager und Kostbeutel sind, und die Salzburger Stierwascher; daß die Schlesinger einen Esel gefressen, die Mähren eine Stutt' für ein Faß Bier angezapft, daß die Thüringer sich um eine Häringsnase geschlagen, und daß die Böhmen einen madigen Hund für einen Parmesan-Käs gegessen haben. Von denen, die weiter gen Norden zu wohnen, ist ohnehin gar nicht zu reden.

Wäscht eine Hand die andre fein,
So werden sie alle beede rein.
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